Olymp Cars aus Österreich plant sieben neue Elektroautos

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Michael Neißendorfer
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Gleich sieben neue Elektroautos will das österreichische Start-up Olymp Cars ab dem kommenden Jahr auf den Markt bringen – passend zum Markennamen allesamt ebenfalls mit Modellnamen aus der griechischen Mythologie bedacht. Auch die skalierbare technische Plattform trägt einen mythischen Namen, sie ist Hephaistos benannt, nach dem griechischen Gott des Feuers, der Schmiedekunst und der Vulkane.

In konkreten Daten ausgedrückt soll die „Schmiedekunst“ der Österreicher den E-Autos zwischen 450 km und 700 km Reichweite ermöglichen und eine Leistung von bis zu 257 kW / 350 PS bereitstellen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Als erstes Fahrzeug ist ein Elektrotransporter geplant, genannt – wie sollte es anders sein? – Hermes, nach dem Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten.

Als weitere Modelle geplant sind: Ares, ein gut 4,8 Meter langer SUV mit mindestens 600 Kilometer Reichweite und einer Schnellladefähigkeit von 10 auf 80 Prozent der Akkukapazität innerhalb von 20 Minuten. Unterhalb davon soll ein Citycar namens Selene platziert werden. Als größere Modelle sind ein Familienvan genannt Hera sowie ein Pickup genannt Artemis in Arbeit. Die zwei geplanten Mittelklasse- und obere Mittelklasse-Limousinen, die es auch als Kombi geben soll, tragen die Namen von Athene und Apollon. Es handle sich allesamt und Autos mit reinem Batterieantrieb, später sollen die Fahrzeuge von Olymp auch mit Wasserstoffantrieb erhältlich sein. Mehr als die im Teaserbild gezeigte Simulation des Ares hat das Start-up bislang allerdings noch nicht vorzuweisen.

Hinter Olymp stehen zwei Firmen, abo-drive und Modern Mobility. Elias Skodras, CEO von Modern Mobility und ein Mitgründer des Start-ups, hat viel Erfahrung im Flottenmanagement aufzuweisen und schon für Volvo und Porsche gearbeitet, Er sagte in einem Interview mit dem Kurier, Olymp wolle seinen Kunden „vor allem günstige und leistbare Elektroautos anbieten, die mit deutscher bzw. österreichischer Qualität gefertigt sind“. Die Produktion der laut eigener Aussage selbst entwickelten Fahrzeuge soll bei Auftragsfertigern in Deutschland, Italien und Österreich erfolgen, die Batterien der Fahrzeuge stammen einem aktuellen Bericht zufolge aus China.

Für den Vertrieb der Autos seien Abonnement-Modelle, Direktvertrieb und auch Leasing geplant. Ebenso in Arbeit sei eine Second Life Nutzung der Akkus nach dem Ende ihrer Lebensdauer im Fahrzeug. Im Frühjahr will Olymp seine ersten Fahrzeuge präsentieren, kurz darauf soll die Produktion des E-Transporters Hermes anlaufen.

Quelle: Olymp – Website / Motor.at – Olymp Cars: Neue Elektroautomarke aus Österreich in den Startlöchern

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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