Verkehrsminister Wissing: „Müssen technologieoffen bleiben“

Verkehrsminister Wissing: „Müssen technologieoffen bleiben“

Copyright Abbildung(en): Dr. Volker Wissing

In Sachen E-Auto-Prämie steht Bundesverkehrsminister Volker Wissing eng an der Seite seines Finanz-Kollegen und Parteifreundes Christian Lindner, der die Förderung abschaffen will. Das konnten wir bereits vor einiger Zeit berichten. Es verwundert daher nicht, dass Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, sich nicht rein in Richtung Elektromobilität positionieren möchte. Stattdessen gibt er zu verstehen: „Wir müssen technologieoffen bleiben.“

Mit diesen Worten bekräftigte Wissing seine Überzeugung für das Gestalten einer CO2-neutralen Mobilität der Zukunft. Gefallen sind diese Worte im Rahmen der 48. Bundestagung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Frankfurt am Main. Dort wies er daraufhin, dass das beliebteste Transportmittel der Menschen in Deutschland das Auto sei. „Wir müssen die Sehnsucht der Menschen nach individueller Mobilität ernst nehmen“, so der Minister. Auf der anderen Seite wusste er auch zu betonen, dass der Straßenverkehr seinen Beitrag dazu leisten müsse, die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. „Wir brauchen nachhaltige Lösungen für Klimaneutralität, die die Menschen überzeugen und mit denen sie leben wollen.“

E-Mobilität sehe er als eine solche Lösung. Allerdings müssten die Hersteller dafür sorgen, Angebote in allen Fahrzeugklassen anzubieten, damit auch für alle Autofahrenden passende Angebote verfügbar seien. Darüber hinaus wird nach den Worten von Minister Wissing Wasserstoff beim Antrieb der Zukunft quer über alle Verkehrsträger eine wichtige Rolle spielen. „Auch für wasserstoffbasierte E-Fuels müssen wir die technologischen Optionen sichern“, betonte er.

Gegenüber der Europäischen Kommission positioniert er sich ebenfalls klar. Hier gibt er zu verstehen, dass niemandem ein Nachteil entstehe, Verbrennerfahrzeuge auch nach 2035 zuzulassen, wenn sie mit klimaneutral erzeugten synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können. Dafür setze sich das BMDV in Brüssel ein. Denn es sei nicht zuletzt für die Arbeitsplätze in der Automobilwirtschaft in Deutschland extrem wichtig, das Know-how für diese Spitzentechnologien in Entwicklung und Produktion zu erhalten.

Quelle: kfzgewerbe.de – Minister Wissing: „Wir müssen technologieoffen bleiben“

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Ou man.
„Denn es sei nicht zuletzt für die Arbeitsplätze in der Automobilwirtschaft in Deutschland extrem wichtig, das Know-how für diese Spitzentechnologien in Entwicklung und Produktion zu erhalten“
Dass solch eine Aussage gemacht wird…
Was hätte man da früher gemcht?
Nur weil wir in etwas gut sind, heisst das doch noch lange nicht, dass es zwingend fortgesetzt werden sollte. Wo wären wir wenn wir immer alle Arbeitsplätze erhalten möchten?

Achtung, hier kommt noch etwas Sarkasmus:

Achtung, wir müssen unbedingt weiterhin viele Holzfässer produzieren, es ist extrem wichtig, dass unsere Küfferindustrie erhalten bleibt.
Und auch die Kutschenräderindustrie muss erhalten bleiben, denn da sind wir richtig gut drin.
Es benötigt zwar in Zukunft niemand mehr, aber da wir darin gut sind, müsssen wir dies unbedingt weiterführen.

Man könnte auch Wasser zum Rhein tragen, Eulen nach Athen bringen oder sonstige Sisyphus-Aufgaben erhalten.

Eigendlich könnte man in FDP Manier sagen, dass regelt der Markt. Wenn es nicht so unfassbar viel sinnlos vergeudete Forschungssubventionen bedeuten würde.
Jeder weiß, das Wasserstoff und E-Fuels im Strassenverkehr längst verloren haben. Aber manchen nehmen einfach noch mit was geht. Und Wissing hilft scheinbar sehr gerne dabei…

Nur mal so als Idee Herr Wissing: 9-Euro-Ticket!

Last edited 9 Tage zuvor by Silverbeard

Mensch Herr Wissing, nur eine Frage:

Wo waren Sie und der Rest Ihres Lobbyvereins, als die deutsche Solarindustrie über die technologieoffene Klinge gesprungen ist?

Technologieoffen ist ja an sich ne gute Sache. Es wurde nur zum Unwort, weil wieder der Vernunft gehandelt wird. Als man mobil wurde, hatte man technologieoffen geforscht und das Rad erfunden. Das hat man später verbessert. Aber niemand hat mehr ernsthaft mit Quadraten, Dreiecken oder Ellipsen geforscht. Und das passiert hier.

Das falsche Grinsen des Herrn Wissing – für mich ist längst klar, dass die „Technologieoffenheit“ nur für die Großindustrie, Airlines und Reedereien wichtig ist, da sie die Allgemeinheit an ihren H2- und E-Fuel-Kosten für deren Erzeugung in Südamerika, Afrika und sonstwo sowie deren ransport beteiligen will.

Der Bauer der Zukunft braucht kein H2 oder E-Fuel als Dieselersatz, der hat seine Dachflächen mit PV-Anlagen verkleidet, die ihm die üblichen Dachziegel ersparen. Vor dem Gebäude steht ein Gestell für 2 Akkupacks, eine Ladestation und ein kleiner Ladekran.

Für jeden Traktor, der gleichzeitig im Einsatz sein könnte, gibt es ein Akkupacks plus Ersatzakkupack, das im Gestell vor dem Gebäude an der Ladestation hängt. Wird ein frisches Akkupack gebraucht, dann wird das leere Akkupack mit dem Ladekran vom Traktor auf das Gestell gesetzt und das geladene Akkupack in den Traktor eingesetzt. Das leere Akkupack lädt dann an der Ladestation – bis zum nächsten Tausch.

Der Bauer der Zukunft lädt seinen Traktor mit weniger als 10 Cent pro kWh alles inklusive. Wenn man es mit Diesel vergleicht (Pkw-Verbrauch auf 100 km: 6,7 Liter Diesel bzw. 22 kWh Strom, also ca. 3,3 kWh pro Liter), dann kostet ihn der Strom als Dieselersatz weniger als 33 Cent „pro Liter“.

Dieses Prinzip kann in Zukunft auch auf Bau- und Forstmaschinen, Lkws, Pkws und Schienenfahrzeuge angewendet werden, wobei es bei Lkws und Pkws keine Wechselakkus braucht.

Die FDP und Herrn Wissing wie auch Herrn Lindner braucht bei der Energiewende keiner – ausser die Großindustrie, Airlines und Reedereien sowie alle Anderen, die die Energiewende verhindern wollen.

Technologie offen – genauso technologie offen war man ja die letzten 100 Jahre. Benzin oder Diesel. Alles andere wurde erfolgreich verhindert. Ein Entscheid für’s Klima wäre definitiv klüger, als nichtssagender Nonsens. Stehen sie doch mal ihren Mann!

@ Daniel W.:

Der Bauer der Zukunft braucht kein H2 oder E-Fuel als Dieselersatz, der hat seine Dachflächen mit PV-Anlagen verkleidet …“

Ja, siehe hier:
auto-motor-und-sport.de/elektroauto/soletrac-e70n-elektro-traktor-preis-reichweite/
oder auch
solectrac.com/e70n-electric-tractor

Wer hat denn damals die Rechte an den Lithium Forschungen verkauft….
Richtig die Deutschen Unternehmen weil man keine Entwicklung mehr sehen konnte… und weil es ach doch so Gefährlich war, lieber haben wir an Blei Gel Akkus festgehalten…
Also sind wir nur Technologieoffen wenn es uns gerade passt….
Bin mal gespannt was auf den Industriemessen mehr platz erhält Wasserstoff oder Batterietechnik…

….wenn sie auch mit EFuels betrieben werden können. So nicht Herr Wissing. Nur wenn sie ausschließlich mit EFuels betrieben werden können! Das wäre ein PHEV 2.0!

Ich gehe davon aus, dass Herr Wissing, der immerhin schonmal seine Sorge darüber hat verlauten lassen, ob es sinnvoll sei, sich „heute noch einen Verbrenner zuzulegen“ von seinem Herrn und Meister – dem Porschefan und Chef der Rückschritts- und Anti-Klimaschutzlobbygruppe FDP zurück gepfiffen wurde. Mit dem was er heute verkündet steht Wissing in der unrühmlichen Tradition von Scheuer!

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