Deutschland scheint Formel zur CO2-Ziel-Einhaltung gefunden zu haben

Deutschland scheint Formel zur CO2-Ziel-Einhaltung gefunden zu haben

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Der Anteil von 15 bis 20% elektrifizierter Fahrzeuge am Produktionsmix deutscher Hersteller scheint die Lösung, um die derzeitigen CO2-Ziele einhalten zu können. Zumindest deutet dies der Berliner Automobil-Analyst Matthias Schmidt in seinem letzten Report entsprechend. Dabei beruft er sich auf Zahlen vom VDA sowie die Entwicklung des Marktes im Allgemeinen. Nachfolgend wollen wir die Gedankengänge von Schmidt aufzeigen.

Die VDA-Daten für April zeigen, dass die deutsche Plug-in-Elektrofahrzeug-Produktion insgesamt 17,9% der gesamten Pkw-Produktion ausmacht. Somit zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat März. Und dennoch blieb man damit den sechsten Monat in Folge im Bereich von 15- 20% elektrifizierter Fahrzeuge, welche vom Band gelaufen sind. Kurz zur Erläuterung, unter Plug-in-Elektrofahrzeug (PEV) versteht der Analyst laut seiner Definition reine E-Autos, Plug-In-Hybride sowie Wasserstofffahrzeuge.

Der Anteil an Steckerfahrzeugen ist, gemessen an der gesamten deutschen inländischen Pkw-Produktion in der Tat in jedem Monat über 15% geblieben, bis auf einen Monat, seit VW mit dem Hochfahren der Serienproduktion in Zwickau im August 2020 begonnen hat. Zwickau spielt hierbei eine entscheidende Rolle für den deutschen Markt. Rund ein Drittel der Gesamtproduktion im April waren Elektroauto-Modelle. Wobei die Tagesproduktion bis Ende Mai bis Ende Mai 2021 auf 1.000 Fahrzeuge angestiegen sei.

Für das Gesamtjahr wird erwartet, dass die deutsche PEV-Produktion knapp unter einer Millionen Einheiten liegen wird, wobei Tesla wahrscheinlich ab Q4 hinzukommt und den Markt entsprechend stützt. Des Weiteren ist auch damit zu rechnen, dass andere Automobilhersteller ihre Produktion entsprechend steigern werden, um die die CO2-Vorgaben zu erfüllen. Ende Mai 2021 blickt Deutschland auf 115.296 zugelassene E-Autos (10,3% Marktanteil) sowie 132.247 zugelassene Plug-In-Hybride (11,8% Marktanteil). Auch hier zeigt sich, dass die Nachfrage ungebrochen stark ist. Wie sonst könnte man sich ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 218,6% (E-Autos) und 240,9% (PHEV) erklären?

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report – Edition 05.2021 May

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Blöd dabei ist, dass es die Atmosphäre nicht interessiert, wie sich das CO2-Problem schön rechnen lässt.
Es wäre sinnvoller die tatsächlich verbrauchte Kraftstoffmenge in Deutschland und Europa als Maßstab zu nehmen. Dann würde man sehr schnell feststellen, dass sich im Großen und Ganzen gar nichts geändert hat.
Wie wäre es, die Kraftstoffmenge die hergestellt und verkauft werden darf an die CO2-Maßnahmen zu kopplen. Wenn dann der Sprit im November alle ist, merken die Leute vielleicht dass was geändert werden muss.

Es bleibt zu hoffen, dass man die PHEV-Förderung „klimatauglich“ überarbeitet.

Schon diese Berufung …

Der Anteil von 15 bis 20% elektrifizierter Fahrzeuge am Produktionsmix deutscher Hersteller scheint die Lösung, um die derzeitigen CO2-Ziele einhalten zu können. … Dabei beruft er sich auf Zahlen vom VDA

… zeigt die ganze Schönrechnerei, um den E-Auto-Anteil klein zu halten und dauerhaft über 80% Verbrenner produzieren zu können – der VDA ignoriert den Klimawandel und setzt unverdrossen auf Verschmutzer-Renditen.

Damit man die Wälder weiterhin roden kann – wenn ich den luftfilter aus dem auto baue brauch ich mich auch nicht wundern wenn das teil eher verreckt ! Aber das völkchen braucht ja bloss seine stimme alle 4 jahre abzugeben damit es in eine bessere zukunft geführt wird …

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