Deutsche E-Busse werden mit weiteren 300 Millionen Euro gefördert

Deutsche E-Busse werden mit weiteren 300 Millionen Euro gefördert

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Elektrische Busse haben das Potenzial, das führende Segment für die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen zu werden. So zumindest das Ergebnis eines Reports von Navigant Research aus dem Oktober 2019. Alleine in der Hauptstadt sollen bis 2030 1.875 E-Busse gut 1.500 Diesel-Busse ersetzen. Bis dahin ist es ein langer weg, denn E-Busse sind in Deutschland noch nicht richtig angekommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Denn beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer und Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) heißt es, dass die China-Modelle oft noch nicht ausgereift seien. Und deutsche Hersteller können noch keine hohen Stückzahlen liefern. Eine weitere Herausforderung: Für die in Großstädten riesigen Busflotten muss auch die entsprechende Ladeinfrastruktur erst noch aufgebaut werden. Und dann ist da noch die Sache mit dem Geld. Denn E-Busse kosten in der Anschaffung einiges mehr, als vergleichbare Diesel-Alternativen.

Die Europäische Kommission hat daher die Aufstockung der staatlichen Förderung um 300 Mio. Euro für den Kauf von Elektrobussen in Deutschland nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt. Die deutsche Beihilferegelung gilt bis Ende 2021 und soll die Mehrkosten für den Erwerb elektrisch betriebener beziehungsweise aufladbarer Hybridbusse anstatt herkömmlicher Dieselbusse und den Aufbau der für den Betrieb dieser Busse erforderlichen Ladeinfrastruktur decken. 650 Millionen Euro stehen nun in Summe als staatliche Förderung zur Verfügung.

Mit der staatlichen Förderregelung wolle man den Busunternehmern einen Anreiz bieten, mehr in diese Art von Fahrzeugen und die erforderliche Ladeinfrastruktur zu investieren. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe müssen zudem sicherstellen, dass ihre Elektro- und Plug-in-Hybridbusse mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. Durch die Mittelaufstockung in Höhe von 300 Millionen Euro sollen rund 45.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Des Weiteren sei eine weitere Reduzierung der Stickoxide (NOx) um bis zu etwa 170 Tonnen pro Jahr zu erzielen.

Es wird jedoch nicht nur das Wohlbefinden der Stadtbewohnerinnen und -bewohner gesteigert, auch wirtschaftlich sind die Elektrobusse eine sinnvolle Investition. Bereits ab einem Kilowattstundenpreis auf Systemebene von 400 bis 500 Euro kann gegenüber Stadtbussen mit Verbrennungsmotoren ein wirtschaftlicher Vorteil erzielt werden. In der aktuellen Preisentwicklung liegt man schon deutlich unter diesem Wert.

Quelle. Europa.com – Kommission genehmigt staatliche Förderung von weiteren 300 Mio. Euro für Elektrobusse in Deutschland

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ich würde mir wünschen, dass ab sofort keine Diesel-Busse mehr angeschafft werden. Weil einmal ganz abgesehen vom Klimafaktor das unmittelbar eine direkte positive Wirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung hätte. Und das soll sich noch so lange hinauszögern, weil die deutschen Hersteller nicht in der Lage sind E-Busse in grosser Anzahl zu liefern! Sollte man sich da nicht mittelfristig nicht auch des chinesischen Angebots bedienen ?….. Zweite Herausforderung ist da der höhere Preis: aber wären da nicht die Einnahmen aus der kommenden CO2 steuer zu verwenden…

Es gibt ja nicht nur deutsche und chinesische Hersteller am Markt…

Busse wären ideal geeignet für ein Wechselakkusystem. Gerade Busse die im Stadtverkehr im Einsatz sind. Warum man in dieser Richtung nicht aktiv wird ist mir ein Rätsel. Bei den Mengen an Bussen und Akkus die alleine in Deutschland benötigt werden würden, würde sich doch eine Entwicklung lohnen und schnell bezahlt machen.
Es ist traurig wie Inovationsfeindlich die großen Hersteller sind. Investiert in neue Technologie wird erst wenn es sich überhaupt nicht mehr umgehen lässt. Siehe derzeit e-PKWs. Für den Chinesischen Markt bieten die deutschen Hersteller e-Autos an, weil es dort eine 10% Quote gibt in Deutschland rechnet man die CO2-Flottenwerte überwiegend mit Plug-In-Hybriden schön.

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