China verständigt sich auf Verlängerung von E-Auto-Subventionen

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Mehreren Medienberichten zufolge scheint es so, dass die chinesische Regierung, die staatlichen Zuschüsse und Steuererleichterungen für New Energy Vehicles (BEV, PHEV und FCEV) um zwei Jahre bis Ende 2022 verlängern wird. Ursprünglich sollten die Subventionen zum Ende dieses Jahres beendet werden. Chinas Regierung versucht mit dieser Maßnahme dem einbrechenden E-Mobilitätsmarkt zu stützen und vor allem chinesische Hersteller am Leben zu halten.

Festhalten ließ sich zum Jahresende 2019, dass der chinesische Elektroauto-Markt spürbar unter dem Abbau der staatlichen Subventionen für Elektroautos litt. Bis Ende August des vorherigen Jahres musste der E-Auto-Markt erneut ein negatives Wachstum verzeichnen.  Im Gesamtjahr fällt in China die Zahl der reinen Elektroautos auf rund 972.000 ab, was einem Anteil von 81 Prozent entspricht. Rund 19 Prozent der E-Fahrzeuge sind Plug-in Hybride (PHEV). Ab 2021 sollen nun auch Subventionen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge gestrichen werden, trotz dessen, dass man auf diese die Hoffnungen auf diesen Antrieb setzt. Bedingt durch die Corona-Krise beschleunigte sich die Abwärtsspirale spürbar.

Erst Mitte März konnten wir berichten, dass vier chinesische Städte sich entschieden haben, um den schwächelnden Absatz von E-Autos, als auch PHEV entgegenzuwirken eigene Kaufprämien für diese Antriebsarten ins Leben zu rufen. Wir erinnern uns: Im Juli 2019 wurden die staatlichen Zuschüsse der chinesischen Zentralregierung für Elektroautos mit einer Reichweite von 400 Kilometern und mehr von umgerechnet 6600 auf 3300 Euro halbiert. Die Förderung von E-Autos mit weniger als 250 Kilometern Reichweite wurde komplett gestrichen, zuvor galt eine Mindestreichweite von 150 Kilometern. Auch einige kommunale Förderprogramme wurden in 2019 stark gekürzt oder, wie etwa in Peking, komplett gestrichen. Man darf davon ausgehen, dass die Förderung zu diesen Sätzen weiterlaufen wird.

Was bereits konkret bekannt scheint, ist, dass die Regierung den Berichten zufolge bei den New Energy Vehicles weiterhin auf die Umsatzsteuer in Höhe von zehn Prozent verzichten will. Für Verbrenner hingegen soll diese Kaufsteuer weiterhin in voller Höhe erhoben werden. Auch hier war eine Senkung gefordert worden, um die schwierige Gesamtlage zu stützen. Darauf eingegangen ist man wohl nicht. Vonseiten Reuters heißt es gar, dass die chinesische Regierung aufgrund der Covid-19-Pandemie eine Lockerung der NEV-Quoten für Hersteller in Erwägung ziehe. Einzelheiten werden geprüft und wurden bisher noch nicht offiziell kommuniziert.

Quelle: Electrive.net – Verlängert China doch die E-Auto-Subventionen?

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Eine Antwort

  1. Das ist der Unterschied zwischen Deutschland und China: Während wir Milliarden an Fördergeldern ausgeben und dann den Motor sofort wieder abwürgen, wenn er läuft, steuern die Chinesen schnell nach, um ihre Ziele zu erreichen.

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