Coronavirus und die Automobilindustrie – eine Momentaufnahme

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Die Weltwirtschaft ist ins Schwanken geraten. Schon vor Corona war nicht immer alles in bester Ordnung. Doch der Coronavirus versteht es, uns unsere Grenzen aufzuzeigen. Zeigen was tatsächlich möglich ist, was nicht und was man eben hinnehmen muss. Eine Erfahrung, vor der sich selbst solch schwergewichtige Industrien wie die des Automobilsektors nicht schützen kann. In dieser Momentaufnahme haben wir Mitte April 2020 betrachtet, wie sich der Coronavirus auf die Auto-Industrie auswirkt.

Eingangs betrachten wir, wie hart Corona die Autoindustrie treffen könnte. Womit zu rechnen ist und welche Szenarien durchaus realistisch erscheinen. Dabei werden wir zwischen einer eher optimistischen, als auch einer eher pessimistischen Variante unterscheiden müssen. Eben ganz davon abhängig, wie lange uns Corona begleitet. Fest steht aber bereits heute, dass die Automobilindustrie 2020 einen herben Schlag erleiden muss. Von Absatzrückgängen von über 20 Prozent ist die Rede, wie sich dies explizit auf die Verkäufe von E-Autos auswirkt, haben wir ebenfalls in der aktuellen Podcast-Folge betrachtet.

Forderungen für eine Auflockerung, gar Aufhebung der CO2-Emissionsziele in 2020 werden laut. Hersteller, Zulieferer, Reifenhersteller und Händler haben hierzu in einem offenen Brief aufgefordert. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass die Forderung weniger mit den CO2-Zielen an sich, als mit den angestrebten Margen der einzelnen Unternehmen zu tun hat. Darauf sind wir ebenfalls ausführlich eingegangen und zeigen auf, welche Chance man in puncto CO2-Vorgaben hat, durch die veränderte Lage am Markt.

Durch entsprechende Fördermaßnahmen, Subventionen und andere Mittel, auf die der Staat zurückgreifen könnte, könnte man die Lage ebenfalls zum Vorteil nutzen. Prof. Ferdinand Dudenhöffer spricht vom Wegfall der Mehrwertsteuer für E-Autos, um elektrifizierten Fahrzeugen zum Durchbruch zu verhelfen. An anderer Stelle werden Forderungen für eine Erhöhung des Umweltbonus laut. Und ganz nebenbei zeigt die Automobilindustrie, wie man in diesen Zeiten auch seinen Teilen gegen Corona beitragen kann. Ohne die eigenen Ziele ganz aus dem Blick zu verlieren.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Deutliche Hinweise wie extreme anfällig die“westliche“ Autoindustrie schon lange war sah man schon an den Erdölkrisen und an den bekannten Flauten. Erste Ölpreiskrise 1973 , zweite Ölpreiskrise 1979. Dazu ein Link, der zeigt was damals los war: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/soziale-politische-bildung/oelkrise-1970er-wirtschaft-fahrverbot-opec-100.html .
Es war ein purer Zufall, dass ein Kunde bei mir einen echten Exoten bestellt hatte, der damals in Deutschland wohl zu den seltensten Verkäufen gezählt hatte. Er bestellte einen FIAT 130, also eine Oberklassefahrzeug, welche ohnehin nahezu unbekannt war. Bei der Abholung sah man eine gigantische Auto-Halde. „Geisterstimmung in der Bundesrepublik“ steht im verlinkten Artikel und die erleben wir gerade jetzt wieder einmal. Nun, man google nach dem Begriffe „Autohalden“ und wundert sich dann, was wirklich los WAR. Schon VOR der aktuellen Krise. Was nun folgt kann man sich an den fünf Fingern abzählen. Man hat die so genannte Schlüsselindustrie förmlich an die Wand gefahren und es gibt immer noch Leute, die träumen von eine Umstellung der Massentechnik hin zur Elektrikfizierung. „Wer hat so viel Pinke-Pinke, wer hat so viel Geld?“ sang man früher und nun kommt die Zeit von fabrikneuen Fahrzeugen, die im Stehen „gereift“ sind, wie edler Schimmelkäse….. Vielleicht kapiert man nun, was wirklich sinnvoll GEWESEN wäre? Etwas Bescheidenheit hätte wohl ganz gut getan?

VW machte BMW Mercedes und Audi machten Jahrzehnte lang nur Gewinne und jetzt jammern sie das
sie ihre dreckigen Benziner und Diesel Autos nicht los werden . Wir wollen keine dreckschleudern mehr
investiert lieber viel mehr in Elektroautos und verkaufts sie zu einem vernünftigen Preis. Ihr müsst nicht extreme Gewinne machen. Ihr habt’s alles verschlafen sonst hättet ihr schon richtig gute Elektroautos. Aber nein denn ihr habt euch nur auf Benziner und Diesel versteift. Außerdem habt’s ihr mit der schummelsoftware den Diesel umgebracht ( gut so ) .

Jammern gehört zum Handwerk. Nach Jahren mit glänzenden Ergebnissen sollte die Automobilindustrie solch ein Jahr auch überleben. Jetzt ist die Gelegenheit mit Innovation schnell wieder aus dem Tal der Tränen zu kommen. Nichts ist beständiger wie der Wandel.

Wenn Dudenhöfer die E Autos mehr fördern will, muss die CO2 Vorgabe sicher nicht wieder angehoben werden.
Verflucht wer schlecht denkt: Sollten etwa Spritsäufer a la F Pace gefördert werden, unter dem Vorwand jeder fahre jetzt dann viel weniger ?
Dadurch den Verbrenner Verkauf erneut ankurbeln?

Die Automobilindustrie ist schon lange auf dem absteigenden Ast. Die Coronakrise verschärft das zwar noch ein bisschen, aber auch die grössten Subventionen könnten den Prozess nicht aufhalten.
Herr Diess von VW sieht bei der Produktion von E-Autos ein Einsparpotential eines Drittels der Arbeitskräfte. So eine Ersparnis wird mit keiner Massnahme aufgehalten. Wenn die deutschen Hersteller auf Verbrennern bestehen, machen eben die Chinesen oder Tesla das Geschäft.

Die deutschen Hersteller müssen endlich begreifen, das die EU Kommission die CO2 Flottenwerte eingeführt hat, um sie zum Überleben zu zwingen, anstatt soviel Gewinne wie möglich vor dem Ende mitzunehmen.

Meinen Sie im Ernst, diese Autokrise würde die E-Mobilität nicht stoppen? Oder die Antriebssysteme ingesamt? Unsere Welt lebte von dieser Schlüsselindustrie und hätte langsam, steig ungestellt werden müssen um z.B. die so genannte Dekarbonisierung einläuten zu können. Dazu braucht man eine Unmenge an Kapital, Know-How und technische Voraussetzungen und keine Fantasien. KEIN einziges E-Mobil kann OHNE diebewährten Verbrennertechnolgien geschaffen werden und dazu braucht man zwangsläufig noch sehr lange Zeit die so genannte Verbrennertechnogien. Bis jetzt müssen sogar die angeblichen „sauberen“ Stromer mit Kohlkraft fahren, weil es die Umstellung zu sauberen Stromquellen noch gar nicht gibt. Da stand man am Anfang. Nun aber hat man der gesamten Industrie die Grundlagen entzogen und hatte das sogar vorhersehen können. RISIKOANALYSEN gab es doch längst. Nur, wen haben deren Ergebnisse angesicht des Konsum-Rauschs interessiert? Toll, diese Autofahrerei. Die ist doch um Welten vergnüglicher als reale Risiken. Nun kann man angesichts der Auswirkungen dieser Pandemie nur noch von vielen „Fortschritten“ träumen. Wir stehen vor gewaltigen wirtschaftlichen Problemen und wer meint, dass es nicht längst weitere Risiken ähnlicher Dimesion gibt, der täuscht sich gründlich. Ich schätze das „Menschlein“ könnte bemerkt haben, wie klein es in Wirklichkeit ist. Was zu lesen? https://www.zm-online.de/news/politik/behoerde-warnte-2012-vor-pandemie-mit-mutiertem-sars-erreger/ , https://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/Risikomanagement/RisikoanalysenBundundLaender/risikoanalysenBundundLaender_einstieg.html …. Man findet auch diese Tabelle: 2012: „Extremes Schmelzhochwasser aus den Mittelgebirgen“ und „Pandemie durch Virus Modi-SARS“
2013: „Wintersturm“
2014: „Sturmflut“
2015: „Freisetzung radioaktiver Stoffe aus einem Kernkraftwerk“
2016: „Freisetzung chemischer Stoffe“ welche weitere Risiken beschreibt…. Ich denke wir Menschen werden sehr bald sehr bescheiden werden (müssen)….. Die „fetten Jahre sind endgültig vorbei….. Was man jetzt schon sehen kann ist die Tatsache, das sich die Umwelt bereits jetzt deutlich erholt. Die Abgase sind stark reduziert, die Gewässer sauberer geworden. Sogar der Individualverkehr hat völlig an Bedeutung verloren. Erdöl? Die Produktion wird zurück gefahren. …….. Wie wird der Neustart anfangen?

Der Individualverkehr hat leider in der Krise zulasten des ÖPNV zugenommen. Dies wird sich hoffentlich in Zukunft wieder ändern, da der ÖPNV das Rückgrat unserer Mobilität bildet.
Zumindest steigen die Erdölpreise schon wieder, was die Verbrenner wieder unattraktiver macht.

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