Weltmeister EX5 beeindruckt durch geringen Akku-Kapazitätsverlust

Weltmeister EX5 beeindruckt durch geringen Akku-Kapazitätsverlust

Copyright Abbildung(en): Johnnie Rik / Shutterstock.com

Im Mai hatten wir bereits in Frage gestellt, ob der Name Programm ist. Zumindest aber verspricht er einiges. Zum damaligen Zeitpunkt wollte Automobilhersteller Weltmeister mit seinem Maven Concept Car aufzeigen wohin die Reise in puncto E-Mobilität gehen kann. Mit dem Serien-SUV Weltmeister EX5 blickt das Unternehmen in China auf ein sehr ansprechendes E-Auto zurück, welches zwischen dem KIA e-Niro und dem Tesla Model Y angesiedelt ist, und vor allem durch seinen geringen Akku-Kapazitätsverlust zu überzeugen weiß.

Der Elektro-SUV bringt es auf eine Länge von 4.585 mm, eine Breite von 1.835 mm sowie eine Höhe von 1.672 mm bei einem Radstand von 2.703 mm. Angetrieben wird der SUV durch einen 160 kW starken Elektromotor mit 315 Nm Drehmoment. Hierdurch sprintet der Stromer von 0 auf 100 km/h in 8,3 Sekunden. Sollte die 69-kWh-Batterie neue Energie benötigen, dann lässt sich diese von 30 auf 80 % in 30 Minuten an einem 120 kWh-Ladegerät aufladen. Die Reichweite nach NEFZ wird mit 520 km angegeben. Realistisch dürfte man demnach bei um die 390 km für einen Preis ab 17.500 Euro landen.

Um die Bedenken der Autokäufer hinsichtlich eines wichtigen Aspekts zu zerstreuen, nämlich dem Abbau der Elektroauto-Batterien im Laufe der Zeit, hat WM Motor seit langem die Vorteile eines hochwertigen Wärmemanagements und von Batteriemanagementsystemen in E-Autos propagiert, um die langfristige Stabilität der Kapazität einer Batterie zu erhalten. Daten von einem der im Januar 2019 gekauften EX5-Modelle von WM Motor haben einen Einblick in die langfristige Degradationsrate der Fahrzeugbatterie gegeben. Der Fahrer dieses EX5-Fahrzeugs unternimmt lange Fahrten zwischen Wenzhou, Ningbo und Hangzhou, unter anderem zwischen den Städten Wenzhou, Ningbo und Hangzhou, und hat seit dem Kauf des Fahrzeugs im letzten Jahr im Durchschnitt täglich etwa 500 km zurückgelegt, in Summe somit über 200.000 km. Nachdem die Batterie zu einer regelmäßigen Überprüfung gebracht wurde, wurde festgestellt, dass sie nur um 2,85% ihrer ursprünglichen Kapazität abgenommen hat.

Somit zeigten sich folgende Batteriedaten nach 200.000 km zurückgelegter Strecke: Geladen wurde gut 1.500 Mal, in 90 Prozent der Fälle an DC-Schnellladegeräten. Der EX5 von Weltmeister brachte es hierbei nur auf einen Verlust der Batteriekapazität von 2,85 Prozent. Eine allgemeine Regel besagt: „Je schneller eine Batterie im Durchschnitt geladen wird, desto schneller verschlechtert sie sich im Laufe ihrer Lebensdauer.“

Die Kapazitätserhaltungsrate dieses EX5 von 2,85 % nach 200.000 km wäre im Vergleich zum Industriestandard extrem hoch, selbst wenn das Fahrzeug meistens mit einem langsamen Wechselstrom-Ladegerät für den Hausgebrauch geladen wird. Aufgrund der Anforderungen des Fahrzeugeigentümers an Langstreckenfahrten wurde das Fahrzeug jedoch in etwa 90% der Zeit mit öffentlichen schnellen Gleichstrom-Ladegeräten aufgeladen, was eine Abbaurate von 2,85% noch bemerkenswerter macht. Zum Zeitpunkt der Tests war das Fahrzeug über 1.500 Mal aufgeladen worden.

Im September 2018 wurde bekannt, dass das Start-Up mit dem Zulieferer BorgWarner eine strategische Kooperation eingegangen ist. Dabei sieht die Vereinbarung der beiden Unternehmen vor, dass man gemeinsame Sache bei der Entwicklung elektrischer und hybrider Fahrzeuge in China machen wird. Der EX5 profitierte bereits von dieser Kooperation.

Quelle: PushEVs – Weltmeister EX5 impresses with low battery capacity degradation

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10 Antworten

  1. Kleine Kapazitätsverlust sind verkraftbar, und man sieht keine grossen Unterschiede zwischen den Herstellern. Schlimmer ist es ,wenn sie nach 6 Jahren oder 150 t Km ganz den Geist aufgibt. Da hilft nur Mietbatterie, dann kann man nach dieser Zeit noch weiter noch schlafen.

    1. Ich bin „nur teilweise“ einverstanden.
      Ihr Beispiel anhand von Renault.
      Zoe, 95.- /Monat. Ca 1200/Jahr. – -> 6 Jahre = 7200.-

      Jetzt wäre interessant zu wissen was die neue Batterie kostet.

      Gehen wir jetzt davon aus, dass renommierte Hersteller bereits 8 Jahre Garantie geben, (Toyota bereits noch länger), dann geht die Mietrechnung meiner Meinung nach nicht mehr auf. Sollte die Batterie tatsächlich aufgeben, muss der Betrag natürlich in eine Batzen gezahlt werden,,, das ist sicher ein Nachteil.

      1. Im Schnitt ist eine Miete immer schlechter bzw. eine extra Versicherung. Denn kein Hersteller schneided sich ins eigene Fleisch, es bringt aber ein Sicherheitsgefühl und kalkulierbar Kosten beim Kunden, was auch durchaus wichtig sein kann.

  2. Arno, deine Rechnung ist kurzsichtig. Nimm die Kreditkarte von deiner Frau mit. Ein neuer kostet ein wenig mehr als ein Austauschmotor beim Diesel, der dann nochmals 300T Km läuft. (12T-Euro) Dieses zur Zeit noch bestehende Uebel der E Mobilität, ist man am Verbessern mit längeren Garantiezeiten . Toyota plaudert schon aus der Schule. Die haben gut reden , die hatten bis Dato nur kleine Akkus für ihre HEV s. Wir wollen aber gesicherte Standzeiten auch für die Grossen.

    1. Also Strauss, deine Sichtweise ist auch vollkommen Realitätsfremd. Du „behauptest“ ein Diesel hält 300.000km und eine Batterie nur 150.000km. Beides ist falsch. Außerdem behauptest du, dass der Kapazitätsverlust bei allen Herstellern ähnlich ist. Langfristig gesehen ist auch das falsch, wie schon mehrfach durch Tesla bewiesen wurde wo Batterien wegen Elektronikdefekts (nicht Zelldefekt) nach deutlich mehr als 300.000km getauscht wurden bei Kapazitäten oberhalb 80%. Zusammenfassend kann davon ausgegangen werden, dass eine Batterie (sowie ein Verbrenner) sicherlich 150.000 – 300.000 km halten. Einzelfälle wird es sicherlich bei beiden geben.
      Aber mal ganz ehrlich… Wer kauft denn einen Neuwagen um ihn 300.000km zu fahren. Ich kenne niemanden. Ich kenne höchstens Leute, die gebrauchte kaufen und diese fahren bis sie auseinander fallen oder unwirtschaftlich werden. Für den Gebrauchtwagen-Fall muss man bei eAutos sicherlich genauer hingucken was man kauft. Bei Neuwagen ist es aber genau so irrelevant wie bei Verbrennern. Mir kommt kein Verbrenner mehr in die Garage, so viel steht fest.

      1. Aber ich sehe bei den gebrauchten BEV einen Vorteil, dass man etwa die Batterie auslesen kann und dadurch sehr gute Anhaltswerte hat. Auch sind unüblich Geräusche leichter auszumachen und zu lokalisieren.
        Komponenten können natürlich defekt werden, davon gibts im BEV Verhältnismäßig wenige, dafür aber teurere, wie etwa den Lader.

    2. ja von wegen 300.000 km mit dem Diesel fahre seit über 20 Jahren Diesel waren immer so zwischen 208.000 und 256.000 war Feierabend
      und das auto mußte verschrottet werden da die Reparaturkosten weit über den Restwert lag
      auch bei meiner Frau und unserem ältesten das gleiche.

  3. Bei mir kommt auch kein Diesel mehr ins Haus. Aber die Batterie bleibt vorerst die Achillesferse beim E Auto. Wenn Dir eine aussteigt nach der Garantie bist Du Hängemann. Da beisst keine Maus nen Faden ab. Die dauert nach Adam Riese heute halb nur halb so lang wie man aus Erfahrung Diesels fährt.Ich hatte 4 Stück, immer die neuesten von MB alle über 450000 Km gefahren. Und dann gingen sie für 1000 Euro noch in den Osten, der letzte läuft heute noch. Wie Du schreibst würdest Du selber keinen Tesla kaufen wo die Batterie ausser Garantie ist. Weisst du wieviele Tesla in der Garantie getauscht hat, ohne dass es die Kunden wussten. Glauben tut man in der Kirche. sicherlich heisst nicht wissen…
    Etwas Kapazitätsverlust ist nicht Kriegsschauplatz, aber für Kunden sehr wohl schmerzlich, wenn der Akku kurz nach der Garantie ganz aussteigt.
    Mit Mietakkus hat man diese Sorgen los.

  4. Ok, das ganze Auto mieten ist aber viel teurer wie auch leasing ( hoher Rückkaufswert) Bei eigenem Auto , nur den Akku mieten, damit hast du den besten Wiederverkaufwert. Das ist nur ein Wink für Sparfüchse. Hut ab jedoch von allen andern, die es sich leisten können, für die E Mobilität dank grossen Leistungen für Klimaverbesserung auch in der teueren Oberklasse auf ein E Auto setzen. Solche, nur wirtschaftlichen Themen, gehören immer wieder auf die Traktandenliste, damit auch der letzte Verbrennerfahrer lernt , wie die Lösungen aussehen , elektrisch auch kostenfreundlicher im Leben zu stehen als sie.

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