VW will Machtkampf beilegen: Herbert Diess bleibt CEO

VW will Machtkampf beilegen: Herbert Diess bleibt CEO

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Der Streit zwischen dem Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, Herbert Diess, und dem mächtigen Betriebsrat des Unternehmens scheint beigelegt zu sein, so eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Geplant sei, dass VW-Markenchef Brandstätter eine größere operative Rolle erhalte, während Diess sich auf die Strategie des Konzerns konzentrieren wird.

Volkswagens Konzernchef Herbert Diess hat keinen leichten Stand in diesen Tagen. Mit dem Betriebsrat gab es Zwist wegen einer Äußerung zum Stellenabbau. Genauer gesagt, geht es seitdem ziemlich wild her im VW Konzern. Dies führt mit dazu, dass VW-Chef Herbert Diess, bei einer wichtigen Sitzung der Spitzen des Aufsichtsrats nicht zugegen war. Nicht verwunderlich, ging es doch um den Verbleib seiner Person bei VW. Hier scheint mittlerweile eine Lösung gefunden worden zu sein. Der 63-jährige Diess werde wohl seinen Job behalten. Gegenüber Reuters äußerte sich ein Insider wie folgt: „Es geht in die Richtung, dass der Streit beigelegt wird und Diess Vorstandsvorsitzender bleibt.“

Als Teil der Lösung wird VW-Markenchef Ralf Brandstätter Mitglied des Vorstands werden und Diess wird sich auf die Strategie konzentrieren, so der Insider weiter. In entsprechenden Medienberichten hieß es bereits vergangenen Monat, dass Brandstätter von Diess die Verantwortung für die Massenmarkt-Markengruppe übernehmen werde. Hierzu zählt man die Marken VW, Skoda und Seat. Endgültig entscheiden wird sich das Ganze wohl spätestens am Donnerstag.

Denn dann soll in der VW-Aufsichtsratssitzung, der Fünfjahres-Investitionsplan beschlossen werden. Hier wird man sicherlich jemand wie Diess benötigen, um den Konzern weiter nach vorne zu bringen. Die Familie Porsche-Piech, Mehrheitseigner von VW, unterstützt Diess gegen den Druck der Gewerkschaften, ihn zu entlassen, so deutsche Presseberichte am Montag. Allerdings halten Arbeitnehmervertreter die Hälfte der Sitze im VW-Aufsichtsrat, was ihnen ein starkes Mitspracherecht gibt. Man wird abwarten müssen, wie fest Diess nun tatsächlich im Sattel sitzt.

Quelle: Automotive News Europe – VW said to settle power struggle, Diess to remain CEO

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Aus dem Artikel:

„Allerdings halten Arbeitnehmervertreter die Hälfte der Sitze im VW-Aufsichtsrat, was ihnen ein starkes Mitspracherecht gibt.“

Das hat dort schon schon früher zu masiven Problemen geführt:

Die VW-Korruptionsaffäre ist eine im Juli 2005 bekannt gewordene Bestechungsaffäre. Aus der Firmenleitung des Volkswagen-Konzerns heraus sind Mitglieder des Betriebsrates mit finanziellen Zuwendungen, Luxusreisen und Dienstleistungen von Prostituierten bestochen und in ihre Entscheidungen korrumpiert worden.

Der frühere Personalvorstand Peter Hartz, der frühere Betriebsratsvorsitzende Klaus Volkert, sowie Helmuth Schuster, der ehemalige Personalvorstand der VW-Tochter Škoda, wurden rechtskräftig verurteilt.

(Quelle: Wikipedia.org „VW-Korruptionsaffäre“)

Seit Hr. Diess am Ruder sitzt gehts vorwärts mit VW.
Einen Betriebsrat braucht es und die Arbeitgeberinteressen zu vertreten, jedoch nicht um die Ausrichtung der Firma zu entscheiden.

Hätte es früher schon Betriebsräte gegeben bei den Pferdezüchtern, Kutschenbetreibern und Hufschmieden würden die heute noch mit Pferden und Kutschen fahren.

Der Betriebsrat vergisst zu oft dass es nur miteinander geht und wenn die Firma kein geld mehr verdient gibt es keine Arbeitsplätze mehr.

Ich wünsche Herrn Diess weiterhin gute gelingen.

es bleibt spannend

VW hat ja aktuell keine anderen Probleme. Da schafft man sich halt intern welche.

Wenn ich mir heute den Aktiensprung bei VW so anschaue, dann sollte das die Arbeitnehmer Vertreter für immer zum Schweigen bringen.

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