VW: Over-the-Air Updates für alle ID. Modelle

VW: Over-the-Air Updates für alle ID. Modelle

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Der Autohersteller Volkswagen will bei der Transformation zum softwareorientierten Mobilitätsanbieter schneller vorankommen. Mit seiner Strategie Accelerate will sich das Unternehmen frühzeitig und konsequent auf die tiefgreifenden Veränderungen der Automobilindustrie einstellen. Software spielt dabei eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass ab sofort alle ID. Modelle regelmäßige Software-Aktualisierungen per Mobilfunk erhalten.

Zuvor beschränkte VW dieses Angebot nur auf Kunden des sogenannten „ID. First Movers Club“. Nach dortiger Testphase bringt man das eigene Angebot in die Masse. Mit der Vernetzung der gesamten ID. Flotte schafft Volkswagen die Grundlage für neue kundenorientierte Geschäftsmodelle, wie das Unternehmen mitteilt. Volkswagen ist der bisher einzige Volumenhersteller, der diese Technologie für seine Kunden zur Verfügung stellt.

„Mit der vollflächigen Verfügbarkeit unserer Over-the-Air Updates unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Volkswagen, sondern schaffen jetzt auch die Grundlage für ein völlig neues, digitales Kundenerlebnis. Gleichzeitig legen wir damit das Fundament für neue digitale Geschäftsmodelle und erreichen so einen wichtigen Meilenstein unserer ACCELERATE Strategie.“ – Ralf Brandstätter, CEO von Volkswagen

Mit datenbasierten Geschäftsmodellen will Volkswagen neue Kundengruppen ansprechen und zusätzliche Erlösquellen erschließen. Zudem will Volkswagen das autonome Fahren noch in dieser Dekade für viele Menschen verfügbar machen. Künftig wolle man die eigenen Kunden alle zwölf Wochen mit kostenloser Software versorgen, um die Fahrzeuge stets auf dem neusten Stand zu halten und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Zu den dazu buchbaren Angeboten äußert sich wie VW wie folgt: So könne man perspektivisch, etwa für Langstrecken den Travel Assist oder bessere Batterie-Performance und zu einem späteren Zeitpunkt auch das hochautomatisierte Fahren erwerben. Mit diesen digitalen Zusatzdiensten will Volkswagen in den nächsten Jahren zusätzliche dreistellige Millionenumsätze erlösen. Volkswagen möchte auch nach dem Kauf oder Leasing des Autos mit seinen Kunden im Austausch bleiben, um digitale Services anzubieten. „Fahrzeuge, die stets die aktuellste Software an Bord haben und damit für ein exzellentes digitales Kundenerlebnis sorgen, haben größte Bedeutung für unseren künftigen Erfolg“, sagt Thomas Ulbrich, Volkswagen Entwicklungsvorstand. „Dank regelmäßiger Updates bleibt das Auto nicht nur up-to-date – es wird sogar immer besser.“

Die Updates werden auf verschiedenen Ebenen des Fahrzeugs Einzug halten. So betreffen beispielsweise einige der neuen Funktionen das ID. Light, das Lichtband unter der Windschutzscheibe. Es liefert dem Fahrer jetzt Hinweise, die ihn beispielsweise beim energiesparenden Fahren und beim Fahren mit der automatischen Distanzregelung „Active Cruise Control“ (ACC) intuitiv unterstützen. Verbessert wird auch die Bildverarbeitung der Multifunktionskamera, sie erkennt Motorräder und andere Verkehrsteilnehmer noch schneller. Das Gleiche gilt bei Dunkelheit: Hier regelt die dynamische Fernlichtregulierung – falls an Bord – das eigene Licht noch präziser.

Zudem reagiert VW auf die Wünsche der Nutzer und gestaltet die Grafik des zentralen Infotainment-Displays ruhiger und klarer und macht die Bedienung intuitiver. Das digitale Kundenerlebnis wird zum Fixpunkt für alle Entwicklungsschritte von Produkten und Services über den gesamten Fahrzeug-Lebenszyklus. Volkswagen erwartet eine schrittweise Verschiebung der Umsatz- und Profit-Pools: Zunächst von Autos mit Verbrennungsmotor (ICE) hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und später stärker in Richtung Software und Dienstleistungen. Dieser Trend wird durch das autonome Fahren beschleunigt.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung

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Wie peinlich ist das denn?
Bereits zu Beginn des ID3 sprach man von Software Update „over the Air“ nach kaum zwei Jahre „over the cable for 8 hours at the dealer“ tut man so als ob man das OTA selbst erfunden hat.
Was mich aber viel mehr interessieren würde ist, wie VW via OTA die „Autonomen Fahrfunktionen“ auf der Langstrecke zur Verfügung stellen will.

Ich würde mal behaupten, daß es da nicht nur an der Software hapert, sondern insbesondre an der Hardware.

Aber alles kein Problem, dann kauft man in Zukunft einfach einen neuen VW – dann klappt das auch mit den zukünftigen Verkaufszahlen
😉

Volkswagen ist der bisher einzige Volumenhersteller, der diese Technologie für seine Kunden zur Verfügung stellt. Tesla ist sozusagen kein Volumenhersteller, oder ??

Peinlich, VW, peinlich, peinlich.
OTA ist keine Erfindung der Massenverbreitung durch VW, da schreiben die Geschichtsbücher was anderes.
VW, hast du es nötig, dich nach all deinen Abgasskandalen jetzt ausgerechnet mit falschen Aussagen als Innovationskünstler zu präsentieren.
VW, du kriegst es nicht einmal fertig mehr als eine bagatellgrosse Anzahl an BEVs an Kunden bringen, und fertigst immer noch mehr als 90 Prozent Verbrenner, schädigst nachhaltig damit Umwelt für die nächsten Jahrzehnte.
Deine Softwarekünste haben bis heute deine Abgasschleudern kein bisschen verbessert, willst aber nun deine Schnarchlader aufpreispflichtig verbessern.
Baut lieber Autos die Up-to-date sind, mit Schnellladern und anständigen Batterien. Vor allem auch genug Ladestationen, welche nicht nur durch eure Schnarchlader massenhaft blockiert werden, sonst müssen wir auf die Chinesen warten, welche bald mit 1000 km Reichweite auf den Straßen aufschlagen werden.

Während VW langsam in der Gegenwart ankommt, arbeiten andere an der Zukunft. Leider kann man auch bei VW mit PR nicht alles vertuschen.

Ja wer alles in China produzieren lässt, damit die Vorstandsboni und Dividenden am höchsten sind muss sich nicht wundern.
Es hat ganz schön lange gedauert, dass VW diesen Schritt verkündet.
Aber das ist bei diesem Konzern halt immer so. Solange es genügend ….. gibt, die diese Produkte kaufen, lassen wir es laufen.
In Einzelteilen aus China importiert, in Deutschland von Osteuropäischen Zeitarbeitern zusammengebaut, die nur 30% der ordentlichen Beiträge zu Kranken- und Rentenkasse zahlen, dazu ein Konzern der ein Betrugs-Image hat, wer kauft so etwas noch?
Mit dem Kauf unterstützt man die:

  • Demontage einer sicheren Rente und
  • bezahlbaren Krankenkassenbeiträgen.

Ich bin den ID.3 mehrmals gefahren und mein Fazit:

  • billiges Plastik
  • kein Air-Update
  • ständige Fehlermeldungen
  • Fahren ist dadurch nur im Sicherheitsmodus möglich
  • Alles „Made in China“ mit dem Hintergrund der Unterstützung der Unterdrückung der Uiguren sogenannten in Ausbildungslagern

So jetzt will VW die Software selber entwickeln 😉
Wie lange das wohl dauert? 10 Jahre? Oder noch länger? Wo sollen denn die Fachkräfte herkommen.
Und am Ende kostet das Auto in der Herstellung dann nicht mehr 8.000 € sondern 16.000 €.
Wer kann sich den dann noch leisten wenn die Vorstandsboni und Dividenden nicht sinken dürfen?

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