VW & Northvolt: 16 Gigawattstunden-Batteriefabrik in Salzgitter wird Realität

VW und Nortvolt gründen Joint-Venture

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Volkswagen und Northvolt haben die Gründung ihres 50/50 Joint Venture vollzogen, um eine Fabrik zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Salzgitter, Niedersachsen aufzubauen. Ab 2020 wird mit dem Aufbau gestartet, 2023/2024 ist Start der Serienproduktion mit 16 Gigawattstunden Jahresleistung geplant.

Zunächst steht Ende September die Eröffnung des Center of Excellence in Salzgitter an, welche auf dem Weg zur Industrialisierung der Batteriezellfertigung eine wichtige Rolle spielen wird. Dort sollen weiteren Informationen zur Batteriestrategie des Volkswagen Konzerns als auch der End-to-End Verantwortung für die Batterie von der Zelle bis zum Recycling bekannt gemacht werden.

VW und Northvolt zielen auf eine leistungsfähige Zellfertigung in Europa ab

Ganz nach VWs Plan aus dem Mai 2019 ist man in ein Joint-Venture mit Northvolt eingetreten. Aufgrund der Kapitalintensität bei der Investition in Zellfertigung sollen als nächstes so genannte Gigafactories mit Partnern aufgebaut werden, dabei richtet sich der Fokus auch auf mögliche Standorte in Deutschland.

In der folgenden Phase plant der Konzern den Aufbau einer Zellfertigung für Lithium-Ionen und einer Zellfertigung für Feststoffbatterien – beides in Europa. Die Partnerschaft mit dem US- amerikanischen Unternehmen QuantumScape ist integraler Bestandteil der Konzern- Batteriestrategie insbesondere vor dem Hintergrund einer Zellfertigung für Feststoffbatterien.

“Die Batteriezelle ist eine Schlüsselkomponente für die E-Mobilität. Deshalb treiben Volkswagen und Northvolt den Aufbau einer leistungsfähigen Zellfertigung in Europa voran und stärken damit die gemeinsamen Batterieaktivitäten. Mit der Gründung des Joint Ventures und dem geplanten Bau einer Batteriezellfabrik in Salzgitter tragen wir entscheidend dazu bei, die Kerntechnologie Batteriezelle auch in Deutschland zu etablieren.” – Dr. Stefan Sommer, Beschaffungsvorstand von Volkswagen und Mitglied im Aufsichtsrat von Northvolt

Mit der Gründung des Joint Ventures erfüllen beide Partner die im Juni geschlossene Vereinbarung zu gemeinsamen Batterieaktivitäten. Ein Teil der von Volkswagen investierten rund 900 Millionen Euro fließt nun in das Joint Venture. Ein weiterer Teil ging direkt an Northvolt AB. Im Gegenzug hatte Volkswagen rund 20 Prozent der Anteile an dem schwedischen Batteriehersteller erhalten und einen Sitz im Aufsichtsrat.

“Die gemeinsam mit Volkswagen geplante Gigafactory in Deutschland erlaubt Northvolt, die Produktionskapazität für nachhaltig gefertigte Batteriezellen weiter zu steigern. Das wird weitreichenden Einfluss auf die Elektrifizierung in Europa haben”, so die Meinung von Fredrik Hedlund, Vorstandsvorsitzender des neuen Joint Ventures und ehemaliger Chief Strategy Officer von Northvolt AB.

Der Volkswagen Konzern hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie alleine in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 – und in Asien ebenfalls in gleicher Höhe.

Erst im März 2019 hatte der Konzern mitgeteilt, die Forschung zu Batteriezellen gemeinsam mit Northvolt im Rahmen eines Konsortiums voranbringen zu wollen. Gemeinsam möchte sich das Konsortium auf die gesamte Wertschöpfungskette der Batterie konzentrieren – von Rohstoffen über die Zelltechnologie bis hin zum Recycling. Dabei sei das vorrangig erklärte Ziel ein deutlich umfassenderer Kompetenzaufbau bei der Batteriezellfertigung. Diesen geht man nun mit dem gemeinsamen Joint-Venture konsequent an.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 06. September 2019

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5 Antworten

  1. Sind Sie sich da WIRKLICH sicher, dass jeder weiss, was ein Akku ist und den Unterschied erklaeren kann ?
    Ich waere erstaunt, wenn es mehr als 5% waeren.
    Wir sprechen doch auch von BEV = Battery Electric Vehicle und nicht von AEV ?

  2. Also, bevor man irgendetwas behauptet, vor allem im Internet, sollte man sich schon sicher sein, dass es auch richtig ist.
    Denn der Begriff Batterie schließt keinesfalls Akkumulatoren aus. Man könnte hier also immer von Akkus sprechen, kann aber genau so gut Batterien sagen. Denn das sollte ja wirklich jedem klar sein, dass es sich hier immer um wiederaufladbare Batterien, also Sekundärbatterien (Akkumulatoren) handelt.
    Bei Bedarf gerne mal recherchieren aber auch nicht immer auf Wikipedia verlassen.

  3. Interessant, dass VW eine 16 GW-Fabrik bauen will und 150 GW AKKU-Kapazitätsbedarf hat.
    Woher sollen die restlichen AKKU’s mit 134 GW kommen? Der Markt dürfte leer gekauft sein, da alle Hersteller Riesenmengen an AKKU’s brauchen. Der Takt der Fertigung wird vermutlich von der Verfügbarkeit von AKKU’s bestimmt werden – d.h. die Fertigungsanlagen werden viel Leerlauf haben.
    Trotzdem gut, dass VW dieses Schlüsselproblem angeht. Auch bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen und vielen anderen Anwendungen werden die AKKU’s gebraucht. Diese Investition ist auf jeden Fall lohnend und die AKKU-Preise werden der Nachfrage entsprechend hoch sein.

    Ich finde, man sollte/muss diese “Dinger” in Fachartikeln sprachlich präzise AKKU’s entsprechend ihrer Wirkungsweise nennen. Ich finde es aber bedauerlich, wenn die Diskussion zum Artikel nur um diese Belanglosigkeit geführt wird und das eigentliche Thema dann gar nicht bespricht …

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