VW ID.3-Technikprobleme: Brandstätter folgt auf Diess und soll’s richten!

VW ID.3-Technikprobleme: Brandstätter folgt auf Diess und soll's richten!

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Seit Monaten kämpft Volkswagen bei seinem ersten Elektroauto, das auf der eigens entwickelten E-Plattform MEB aufbaut, mit Softwareproblemen. Genauso lange bekräftigt der Hersteller, am Marktstart des ID.3, der in die Fußstapfen von Käfer und Golf treten soll, im Sommer trotzdem festzuhalten. Für Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, schien dies eine Aufgabe zu sein, welche es nicht zu lösen gelang. Der VW Konzern zieht nun seine Schlüsse und ordnet die die Zuständigkeiten bei der Führung von Marke und Konzern neu.

Ab dem 01. Juli 2020 beginnend wird die Kernmarke VW PKW vom bisherigen COO der Marke, Ralf Brandstätter, geführt. Diess tritt somit von seiner Doppelfunktion als Konzernvorstand und CEO von VW Pkw zurück und wird sich auf seine Aufgaben als Konzernchef fokussieren. Somit behält er zumindest als Konzernvorstand weiterhin die Gesamtverantwortung für den Bereich Volkswagen Pkw sowie die Markengruppe Volumen.

“Ralf Brandstätter gehört zu den erfahrensten Managern des Unternehmens. Er hat bereits in den zurückliegenden zwei Jahren Volkswagen als COO erfolgreich geführt und die Transformation der Marke an entscheidender Stelle mitgestaltet”, so der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Dr. Herbert Diess zur Personalentwicklung im eigenen Haus. Nun gilt es zu zeigen, dass eine stärkere Fokussierung auf die jeweiligen Aufgaben an der Spitze von Konzern und Marke in der laufenden Transformationsphase der Automobilindustrie zum Erfolg führen kann.

“Für Volkswagen ist der Kurs in die Zukunft gesetzt. Auf Basis der Strategie Transform 2025+ entwickelt sich die Marke zu einem führenden Anbieter für CO2-neutrale Mobilität und ist auf dem Weg zu einem digitalen Tech-Unternehmen. Ich danke der gesamten Volkswagen-Mannschaft für ihren großen Einsatz. Gemeinsam werden wir unseren Weg entschlossen weiterverfolgen.” – Ralf Brandstätter, kommender CEO Volkswagen

Die großangelegte E-Offensive wird mit neuen Fahrzeugen nun auf der Straße sichtbar. Volkswagen macht sich damit auf den Weg zur emissionsfreien Mobilität für alle. Bis 2025 sollten mindestens 1,5 Mio. E-Autos verkauft werden. Neben der Elektrifizierung wird die Marke in den kommenden Jahren auch die Digitalisierung mit Nachdruck vorantreiben. Die Umstrukturierung, wie heute in einer außerordentlichen Sitzung in Wolfsburg beschlossen, soll dabei helfen.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 08. Juni 2020

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16 Antworten

  1. Ich halte VWs aktuellen Ansatz, Tesla nachzueifern, für grundverkehrt. Musk ist ein Softwaremensch, Tesla ein Softwareunternehmen. Die hatten einen völlig anderen Start, Zugriff auf viel geeignetere Programmierer und jetzt einen jahrelangen Vorsprung.
    Und VW meint ernsthaft die könnten diese Erfahrung in Software “mal eben so” nachbauen?
    Für mich zeigt das nur, dass der VW-Vorstand nicht den blassesten Schimmer von Software-Entwicklung hat und auch auf niemand gehört hat, der zumindest ein wenig Ahnung davon hat (sage ich mit knapp 40 Jahren Erfahrung als Programmierer).

    Stattdessen hätte VW viel besser daran getan, zunächst einfach erstmal ein richtig gutes Elektroauto zu bauen. Geringer Verbrauch, gute Reichweite, super Fahreigenschaften, bekanntes Design und Bedienkonzept – alles Dinge, die VW kann, gut kann.
    Aber nein, stattdessen besteht man darauf eine Spielekonsole mit Rädern zu bauen, ohne Erfahrung. Da muss ich ernsthaft drüber nachdenken, ob ich mehr Angst davor hätte ein Auto mit solch einer VW-Software zu fahren, oder davor so einem Auto im Straßenverkehr zu begegnen.

  2. Ob neue, alte Köpfe reichen? In den letzten Tagen wurde die PR Maschinerie um VW merklich leiser. Endlich. Das Gebrabbel in den letzten Monaten war ja nicht auszuhalten. Versprochen wurde vieles, gehalten nichts. Einziges Ziel, treue Kunden bei Stange zu halten. Prozesskosten, Image am Boden, Autohalden quellen über und die eKonkurrenz produziert tolle Autos. Es wird eng. Wachküssen hilft nicht. Ein Tritt in den Hintern schon eher.

  3. Da macht VW ein Pre Booking und der Kunde der 1000 EUR hinterlegt hat erfährt über Monate – NICHTS. Das ist so ein Armutszeugnis.

    Angeblich geht es am 17.6. los. Dazu kam eine schnöde Mail.

    Selten ein so schnarchnasiges Marketing erlebt.

    1. ich kann nur zustimmen: der Pre-Booking-Verlauf für den ID.3 1st war beschämend und chaotisch zugleich.
      Infos und techn. Details zum Auto und dessen Funktionsumfang sowie zu den finalen Preisen, fehlen gänzlich, so kurz vor Bestellstart.
      Es werden sehr viele Pre-Booker abspringen, jetzt wo bekannt wird, dass die Software-Probleme nicht beseitigt werden können, der ID.3 1st mit eingeschränktem Funktionsumfang an den Start geht, und das VW-Marketing völlig versagt. Von den schlecht informierten und überforderten Händlern will ich garnicht schreiben. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt.

  4. Die Tragweite der Wahrheit über VW ist Aussenstehenden nicht ansatzweise bekannt: Adolf hat Ferdinand beauftragt ein Volksauto zu entwickeln, hat ein riesiges Werk errichten lassen und mit dem Produkt Käfer diese Firma aus dem Stand in die konfortable Position katapultiert, nie selbst ein Fahrzeug entwickeln zu müssen. Ob Golf, Konzernplattformen wie Einheitsboden, etc., Sonderfahrzeuge für Polizei, etc. – aber auch rein garnichts wurde in Wolfsburg entwickelt. Ein neuer Manager wird da nichts drann ändern. Tesla entwickelt und baut selbst, was irgendwie möglich ist, und die alten, großen OEMs wälzen seit Lopez Entwicklung komplett und Fertigung nahezu vollständig an Systemlieferanten ab. Welcher Weg früher oder später unweigerlich ins Verderben führt, sollten selbst Aussenstehende langsam riechen. Auch Brandstätter bekommt in wenigen Jahren derart viel Schmerzensgeld, dass er über Geld nie mehr nachdenken muss, und nur darum gehts gegen Ende zu.

    1. Als Aussenstehender kann ich nur staunen: VW ist der grösste Autokonzern, hat aber bis heute nie ein Auto selbst entwickelt. Das hat sich alles aus einem Auftrag von Adolf ergeben. Wer war Adolf? Der muss mächtiger gewesen sein als Gott!

  5. Da schreibt irgendein Zeitungsvollkoffer von gravierenden Softwareproblemen und alle „ Experten“ legen los …
    Ja VW wird nach Auslieferung nachbessern müssen, wie es übrigens Tesla seit 10 Jahren macht ! Also glorreich ist anders, bzw. wird im Positiven ja auch permanent der Funktionsumfang erweitert.
    VW tut schon richtig mit immensen Aufwand den ganzen Schritt zu machen.
    Nur ein gutes E-Auto wie Kona, Ioniq, i3 … ist für nachhaltige Zukunft des Konzerns zuwenig.
    Aber sobald die Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, haut VW dank MEB und einheitlicher Softwarestruktur ein Modell nach dem anderen raus. So schnell können die anderen gar nicht schauen.
    Auch Tesla viel gelobt und angeblich Jahre voraus hat keinen modularen Baukasten wie VW.
    Ich bin auch Prebooker vom ID.3 und kenne alles an technischen Daten, Ausstattung außer dem finalen Preis auf wenige 100 EUR genau alles.
    Das Gezeter nix sei bekannt, kann ich schon nicht mehr hören.

    1. Ich hoffe Sie machen hier nicht einen auf Zweckoptimismus. VW ist ein zu gewichtiger Arbeitgeber und Autokonzern als das sie hier den Anschluss vermasseln dürfen. Lange genug hat man auf Betrügen und Schummeln gebaut. Aber die Gerüchte und Anzeichen sind schon alarmierend. Ich hoffe Sie behalten Recht und VW schafft den Wandel. So einfach wie viele sich das vorgestellt haben scheint es nicht zu sein.

  6. Jetzt soll also ein Neuer den “Brand“ löschen. Für diesen Posten sollte sich eigentlich unser hier bestens bekannte Egon Meier bewerben. Wenn der dort für Ruhe und Ordnung sorgen würde, mit der Vehemenz wie er den Wettbewerb für dumm hinstellt, wäre ihm dort Erfolg beschieden.

  7. schlimm, schlimmer, am schlimmsten, VW hat es noch immer nicht begriffen, wärend wir seit vielen Jahren tolle e-Autos zur besten Zufriedenheit (aus Asien,Korea) nutzen. Kutschen- Bauer konnten keine Autos bauen, Hufschmiede keine Traktoren und Spaltmaßexperten keine E-Autos, welch ein Verständnis für ein E-Auto kann ein Maschinebauer (die sind echte Genies auf ihren Gebiet!!) mitbringen, das ist das Hauptproblem das Kodak-Nokia-Syndrom in der gesamten Branche, diese “Experten” können immer nur die Trends vertreten, die sie zu “Experten” gemacht haben, das sind immer die Trends von gestern, wir benötigen Visionäre, die das scheinbar unmögliche möglich machen,.. da man für ein E-Auto völlig andere Konzepte/Visionen benötigt, die ein Elektrotechniker eher verstehen kann sind auch von diesen ev Lösungen zu erwarten. Tesla hat eben einen PC mit vier Rädern ausgestattet und damit immer diesen uneinholbaren Entwicklungsvorsprung, … das viele noch gar nicht, noch immer nicht begreifen,…es sind die Visionen die ihn vorantreiben, wie die ständigen Investitionen in Entwicklungen, während die ewig gestrigen nur sehen, wo sie ihre größten Gewinne einfahren,.. die Weiterentwicklung dabei immer zu kurz kommt,.. man braucht sich nur die erfolgreichsten, sich am schnellsten entwickelten Konzerne wie Amazon, Tesla … ansehen, die enormes Kapital in Forschung und Entwicklung stecken, und nicht auf den Gewinn vordergründig sehen,.. daran ist zu ermessen, welche Zukunftsaussichten die “Verbrennerlobby” überhaupt noch hat, an ihren Kommentaren, Handlungen ist zu erkennen, das sie noch immer nichts verstanden haben,…

    1. Vieles was Sie schreiben teile ich auch. Ergänzend sollte man vielleicht noch bedenken, dass der VW Konzern in erster Linie eine Geldmaschine und seinen Aktionären verpflichtet ist. Da bleibt eben nicht viel übrig um zu Experimentieren. Tesla hat hier nicht zu unterschätzende Vorteile. Seine Aktionäre wissen um den enormen Kapitalaufwand dieses Unternehmens, dass sich erst im Aufbau befindet. Und ganz entscheidend, sie glauben an die Zukunft des Unternehmens. Bei VW und den anderen etablierten Unternehmen der Automomobilindustrie sieht das teiweise ganz anders aus. Das ist Gift für börsennotierte Unternehmen

  8. Ein PC auf Rädern braucht es nicht sein. Ein ganz einfach gebautes E Auto das läuft, ohne Schnick- Schnack . Das wird heute von den Kunden gewünscht. Renault Zoe , die Verkaufszahlen bestätigen dies.

  9. Stimme voll und ganz mit deiner Einschätzung überein! Mein VW-Händler ist nachdem ich die Absichtserklärung für den Kauf des ID3 unterschrieben habe abgetaucht. Habe von ihm seit 30.9.2019 nichts mehr gehört. Ein Armutszeugnis von VW und seinen Händlern.
    gez.Volker Dirks

  10. Stimme Dir auch voll und ganz zu, ich habe meistens recht gehabt. Renault hat auch noch nie Autos in einem Wildsauenacker zwischenlagern müssen, um sie dann anschliessen, noch nicht mal komplett , aber trotzdem auslieferten.

  11. Jetzt haben sich die Herren schon X mal die Gehälter erhöht und der Karren fährt immer noch nicht!!! Hat doch bei Dieselgate auch funktioniert …

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