VW e-up! die erste Generation – so schlägt er sich wirklich.

VW e-up! Erste Generation - ein Erfahrungsbericht

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG | Symbolbild

Wolfgang hat Ende vergangener Woche die zweite Generation des Strömerchen VW e-up! unter die Lupe genommen, wie unser Autor das E-Auto getauft hat. Seine Eindrücke stammten hierbei aus ein paar Stunden mit dem e-up!. Daher ist es schön, dass uns Eindrücke aus dem Alltag mit der ersten Generation des VW e-up! erreicht haben, welche wir gerne mit euch teilen möchten. Denn diese zeigen wunderbar auf, wie sich der kleine Stromer von VW im Alltag integrieren kann.


Fahrten im Alltag und längere Reisen mit dem VW e-up!

Wir fahren eine VW e-up mit Jahrgang 2014, bei dem ist bis auf die Akkugrösse fast alles gleich zur zweiten Generation ist. Wir sind eine 4-köpfige Familie, und der e-up! ist unser Hauptauto. Bei 99% aller Fahrten benutzen wir diesen. Nur für Fahrten, bei denen wir eine Anhängerkupplung brauchen, nehmen wir unseren eben so kurzen Benziner, den wir mit dem Wechselschild des VW e-up! versichert haben. Wir wohnen in der Schweiz, da geht das. Hätte der up eine AHK, dann würden wir den alten Benziner verkaufen, und alles mit dem up machen.

Das Auto ist auch mit 130 km/h sehr angenehm zu fahren. Lautstärke und Komfort sind besser als bei vielen größeren Autos mit Verbrennungsmotor. Unsere längste Fahrt ist der jährliche Ausflug an den Europapark in Rust, Fahrtrecke 200 km. Das schaffen wir mit 2 x je 15 Minuten Zwischenladen. Über den Tag lädt er im Park wieder voll. Wegen des kleinen Akkus fahren wir nur 100 – 110 km/h, so brauchen wir mit Laden 2h 45Min. Mit dem Benziner waren es 2h 10Min für die gleiche Strecke. Ansonsten fahren wir noch ca. 7 Tage im Jahr Strecken über 120 km, alle anderen Tage müssen wir nur zu Hause über Nacht laden.

Der kleine Kofferraum stört uns nicht im Geringsten. Der Wocheneinkauf passt perfekt rein, und fällt dank der Enge nie um 🙂 Für Ferien und Ausflüge nehmen wir nur das nötigste mit, und das hat noch nie gestört. Das machen wir schon seit 2008 so, damals haben wir den Van gegen einen 3.6 Meter kurzen Benziner getauscht.

Vorklimatisierung, Akku und Ladetaktiken

Der VW e-up! lässt sich auch ohne Ladekabel Vorklimatisieren, man muss das nur einmalig im Menu zulassen, dann geht das. So steigen wir nie in ein heißes oder vereistes Auto ein. Welches große Verbrenner-Auto bietet das? Eben 🙂

Noch was zum Akku: Dieser hat Brutto wohl 18,7 kWh, und Netto 16 kWh. Beim neuen e-Up! ist das Verhältnis ähnlich. 100% Ladung sind wohl effektiv nur in etwa 95% bei unserem E-Auto. Von diesen Laden wir wiederum nur 90%, also effektiv um die 85%. Und wir machen pro Jahr maximal zehn Ladungen per CCS. Alle anderen Ladungen nur mit 3,7 kW. Dies scheint den Akku sehr zu schonen, denn trotz 75.000 km ist die Reichweite noch exakt gleich wie als er neu war. Vielleicht hat er Brutto bereits etwas verloren, und netto sind nach wie vor die 16 kWh freigegeben. So meine Vermutung.

Auf jeden Fall zeigt sich, dass auch ein kleiner Akku lange leben kann, wenn man intelligent lädt: Schnell nur wenn es wirklich nötig ist, und dann ist man froh, dass er es kann. Und da er mit 45 kW anfängt, und erst spät unter 30 kW fällt, ist er das am schnellste ladende E-Auto, das mir bekannt ist.

Wir haben mal von 10 auf 90% an einer normalen 50-kW Säule geladen, das dauerte gerade mal 21 Min. Ansonsten immer Akkuschonend mit 3,7 kW. Schneller muss so ein kleiner Akku nicht laden können, nach drei bis vier Stunden ist er immer auf 90%, da man ja kaum je mit 0% ansteckt.

Ein Fazit zum VW e-up! der ersten Generation

Wenn man will und beim Gepäck sparsam ist, dann taugt ein so kleines Auto als Familien-Auto. Angenehmer Nebeneffekt: Platz in jeder Parklücke, sehr günstiger Unterhalt und allgemein tiefe Kosten. Seit wir den e-up! fahren haben wir obendrein auch noch viel Komfort. Alle meine Kollegen sind total erstaunt, wie toll er sich fährt.

Natürlich gibt es leisere und komfortablere Autos, aber erstens bietet der VW e-up! wirklich genug Komfort (wir wohnen ja nicht im Auto), und zweitens muss man gerade bei Verbrennern sehr viel Geld ausgeben, wenn es leiser als der e-up sein soll. Da die neue Generation nun den doppelten Akku hat, ist das ein richtig gutes Auto. Sehr viele Menschen würden eigentlich nicht mehr brauchen.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wir fahren den kleinen e-up seit drei Jahren (ca. 10.000 km im Jahr) und haben dieselben Erfahrungen gemacht. Das non plus ultra wäre allerdings, wenn man nun quasi als update den größeren Akku der zweiten Generation zu einem vernünftigen Preis nachrüsten könnte. Das wäre nachhaltig und eine Belohnung für alle, die den Wechsel zur E-Mobilität frühzeitig „gewagt“ haben. Aber es wird wohl ein Wunsch bleiben.

Diese Möglichkeit suche ich auch und habe sie noch nirgends gefunden. Vielleicht weiss doch jemand etwas mehr?

Ich stand vor einem Jahr vor der Frage e UP, Zoe oder smart 4-4 eq. VW schied aus weil Beifahrerlehne nicht umklappbar ist (unfassbarer blödsinnige Prouktdesign für einen Kleinwagen). Das kann der Smart perfekt, auch wenn die Ablagemöglichkeiten (wohin mit der Sonnenbrille und dem Handy) und das Armaturenbrett auch dort voll am Nutzerbedarf vorbei designt wurden. Fahradtransport „dank“ fehlender AHK bei beiden Autos nicht möglich. Das sprach eigentlich für den ZOE, da geht das. Wegen der Wendigkeit im Stadtverkehr ist es dann der Smart geworden (Leasing). Durch Fahrradneukauf (I:SY N3.8 ZR XXLmit 20 Zoll Reifen) passt es zu 90 % in den Kofferraum bei umgelegter Rückbank und Gummispannband an Klappe und Stoßstange. Noch 3 Jahre Leasing, dann wird es sicherlich ein Twingo ZE, ist baugleich mit Smart aber nicht zu Tode designt und sicher für den halben Kaufpreis zu haben. Mein Zweitwagen steht jetzt nur noch herum und ich erwäge diesen abzugeben. Mit dem 22 KW Lader an Bord komme ich überall hin (mit etwas mehr Muße und Zeit).

Hallo Hilly

Ja, dass man die Beifahrerlehne nicht umklappen kann hat mich auch schon gestört. Allerdings gibt es nur wenige Autos die das können. Ebenso stört mich die sehr kleine Kofferraumöffnung, das ist beim Daihatsu Sirion M3 (unser zweiter mit AHK, der fast nur noch rumsteht) viel besser gelöst, aber auch bei dem kann man die Beifahrerlehne nicht nach vorne umlegen. Gäbe es den Daihatsu Sirion mit dem E-Antrieb des up, dem Akku des Peugeot 207e, der Geräuschdämmung des Passat, Abstandtempomat und Lenkradheizung (diese vermisse ich beim up), dann wäre das unser wohl beinahe perfektes Auto 😀 Erst wenn es so was ähnliches mit AHK und max. 3.7m Aussenlänge gibt, kommt für uns ein Wechsel in Frage. Bis dahin haben wir mit den beiden Autos einen guten Kompromiss, der dank Wechselschild kaum mehr kostet als nur 1 Auto.

Hallo,
: du fährst ja den UP jetzt mittlerweile 5 Jahre. Welche größeren Reparaturen hattest du bisher? Mich würde auch interessieren was die jährliche Inspektion kostet und was dort gemacht wird
vielen Dank für diene Rückinfo 😉

Hallo Egon

Wir hatten bis jetzt ausser dem Akku-Rückruf keine Reparaturen. Vor 3 Jahren haben wir den ersten Service machen lassen, das hat glaube ich ca. 160 Franken gekostet. Eigentlich wäre ja jährlich ein Service fällig, aber da ich selber Ahnung habe, überprüfe ich die Dinge mit gutem Gewissen selber. Die Garantie war dann eh vorbei, und die Akkugarantie betrifft das nicht. Letztes Jahr habe ich die Bremsflüssigkeit gewechselt und alle 2 Jahre ersetze ich den Innenraumfilter. Die VW-Garage hat beim Service nicht viel gemacht: Kühlmittelkontrolle (Kühlung des E-Motors), allg. Kontrolle, Akku auslesen, fertig. In ca. 2 Jahren wird die erste MFK-Prüfung fällig, da werde ich wohl die Bremsen vorne machen (das kostet nicht viel, und kann nach 7 Jahren nicht schaden, hinten mache ich nichts solange es kein Problem gibt) und ihn noch vor der Prüfung wieder mal bei VW überprüfen lassen.

Ich stand vor einem Jahr vor der Frage e UP, Zoe oder smart 4-4 eq. VW schied aus, weil die Beifahrerlehne nicht umklappbar ist (unfassbar blödsinniges Prouktdesign für einen Kleinwagen). Das kann der Smart perfekt, auch wenn die Ablagemöglichkeiten (wohin mit der Sonnenbrille und dem Handy) und das Armaturenbrett auch dort voll am Nutzerbedarf vorbei designt wurden. Fahrradtransport „dank“ fehlender AHK bei beiden Autos nicht möglich. Das sprach eigentlich für den ZOE, da geht das. Wegen der Wendigkeit im Stadtverkehr ist es dann der Smart geworden (Leasing). Durch Fahrradneukauf (I:SY N3.8 ZR XXLmit 20 Zoll Reifen) passt es zu 90 % in den Kofferraum bei umgelegter Rückbank und Gummispannband an Klappe und Stoßstange. Noch 3 Jahre Leasing, dann wird es sicherlich ein Renault Twingo ZE, ist nahezu baugleich mit dem Smart aber nicht zu Tode designt und sicher für den halben Kaufpreis zu haben. Mein Zweitwagen (Benzin-Verbrenner) steht jetzt nur noch herum und ich erwäge, diesen abzugeben. Mit dem 22 KW Lader an Bord komme ich überall hin (mit etwas mehr Muße und Zeit).

Auch wenn der neue e Up offenbar jetzt den doppelt so grossen Akku kriegt, sind es immer noch nur 32 KWh. Selbst der ZE 40 Zoe schafft ihre 200 Km Strecke auch im Winter ohne unterwegs aufladen zu müsse. Zoe mit 52 er Akku schafft 400 Km. Andernfalls steht aber der VW dem Renault bestimmt kaum in etwas nach. Dass Reichweite das Mass aller Dinge ist, wissen Tesla und Renault am besten. Vor allem wenn zu Hause aufgeladen wird. Sonst gibt s als Lockvogel zu den reinen EV s noch die PHEV s ,die man dann aber auswärts kaum auflädt und aber dafür überhaupt nie Reichweitenangst hat. Eine Lösung für Vertreter und Taxifahrer.

Hallo Strauss

Die VW Drillinge sind halt deutlich günstiger. Es kommt auch sehr auf das eigene Fahrprofil an, ob 32kwh viel oder wenig sind. Für die meisten Schweizer ist das sehr viel, und wir haben hier auch sehr viel Schnelllader, deutlich mehr als in DE. Für einen Deutschen der regelmässig weit fahren muss, sind 32kwh wenig.

Gestern ist ein Up GTI Fahrer mit meinem e-up gefahren, der hat die Welt nicht mehr verstanden. Bin dann auch den GTI gefahren und verstand dann ihn :D. Der e-up ist deutlich spritziger bis 80kmh, aber auch von 80-120 ist der GTI nicht viel zackiger. Dabei ist der e-up viel leiser (ist auch deutlich besser gedämmt) und viel komfortabler. Nur zum Kurven räubern ist der GTI besser. Der GTI Fahrer ist jetzt elektro infiziert und wird wahrscheinlich in 1-2 Jahren umsteigen. Bin schon gespannt was er dann kauft. Hab ihm unter Anderem auch den Honda-e gezeigt, und der scheint es ihm mächtig angetan zu haben 😀

Tja, wenn man alle 3 phasigen LADESÄULEN als Schnellader bezeichnet. Honda e liegt laut Angaben auch weit abgeschlagen betr. Reichweite was man auch für Kleinwagen künftig als Stand der Technik bezeichnen kann. Honda ist wie Toyota ein Hybrid-Spezialist und muss als reiner EV noch viel lernen von USA , Korea und Renault/Nissan.

Seit 3,5 Jahren fahre ich den e-Up! als Stadtflitzer und bin immer wieder begeistert. Dafür ist er ideal. Zum Reisen bevorzuge ich wiederum den Skoda Oktavia Kombilimousine mit 1.6l Dieselmotor, weil ich bei sparsamer Fahrt mit einer Tankfüllung rund 1.000 km weit komme. Auch hat er mir schon oft gedient als Transportmittel größerer Mengen oder Sachen, für die der e-Up! nicht taugt. Ebenfalls ist der Kombi ab und zu eine Zugmaschine.
Weil die Familie aber jetzt auf Mama und Papa geschrumpft ist und die Blagen jeweils eine eigene Karre haben, will ich meine beiden gegen ein Auto tauschen, das beides kann und größenmäßig dazwischen liegt. Also ein Kompaktwagen mit Hybridantrieb. Die Wahl fiel nach ausgiebigem Vergleich auf Mercedes A250e. Auf den warte ich noch.

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