VW will E-Autos demokratisieren und E-Mobilität für den größten Teil der Menschen erschwinglich machen

VW will E-Autos demokratisieren und E-Mobilität nach vorne bringen
Volkswagen AG

Thomas Steg, einst Regierungssprecher unter Gerhard Schröder und Angela Merkel, heute Volkswagens Cheflobbyist, erklärte in einem Interview mit dem Tagesspiegel, dass man “die mutigste und entschlossenste Strategie zur Elektromobilität weltweit“ verfolge, dies sagt Steg selbstbewusst über seinen Arbeitgeber: „Wir wollen eine neue Welt erschließen, investieren in den nächsten Jahren rund 30 Milliarden Euro.“ Allerdings müssen sich für einen elektromobilen Massenmarkt die Rahmenbedingungen ändern, so der Manager.

In einem aktuellen Artikel der Welt wird das Thema erneut aufgegriffen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) strebt ein Verbot von Verbrennungsmotoren in Deutschland ab 2025 an; eine Forderung welche VW bestimmt zurückgewiesen hat. Es sei “utopisch und politisch sicher nicht mehrheitsfähig. Es muss einen geordneten und damit planbaren Ausstieg aus der Technologie mit Verbrennungsmotoren geben, wenn wir die Klimaziele von Paris ernst nehmen”, wie Steg zu verstehen gab. Volkswagen fordert mehr Zeit für den kompletten Umstieg.

Realistisch halte Steg den “weitgehenden Umstieg erst um 2040 herum”; dabei bemüht er den doppelten Ausstieg in der Energiepolitik als Beispiel. Angesichts dessen halte er es für ein Risiko, gleichzeitig die Benziner und die Diesel durch Elektroautos ersetzen zu wollen. Bis 2025 die 122 Fabriken von Volkswagen weltweit auf E-Autos umzustellen, sei „völlig unrealistisch“.

Er ließ allerdings auch verlauten, dass es sich VW zum Ziel gesetzt hat, sich an die Spitze der Branche bei der Umstellung auf saubere Autos zu setzen. Man werde Schrittmacher sein. In diesem Zusammenhang gab Steg das Versprechen ab, dass man die Elektromobilität gewissermaßen demokratisieren werden. Hierzu werde Volkswagen Elektroautos für unter 30.000 Euro und weniger anbieten. „Damit wird Elektromobilität für den größten Teil der Menschen erschwinglich”, so Steg.

Quelle: Welt.de – Volkswagen verspricht, Elektroautos zu „demokratisieren“

5 Kommentare

  1. 46 000t Weltlithiumproduktiom (2017) reicht nur für 4,6 Mio. Tesla S bisher nur 65 000 E-Autos in BRD/Jahr 655 000 Autos von VW gesamt ca. 3,3 Mio. Zulassungen/Jahr BRD.

    Weltlithiumreserven nur 16 Mio. t besser einzusparen alle hochgefahren schnell aus.

    700bar CNG aus Elektrolyse H2 + Luft CO2 !

  2. Was mich am allermeisten aufregt, ist die Aussage das ein Auto um 30 000 Eure für die meisten Menschen erschwinglich ist. Geht es noch? Ein Auto bis 15 000 Euro sehe ich als realistisch leistbar!!!

    1. Was mich am allermeisten aufregt ist das Gezackere hin und her was die Klimabilanz der E-Autos angeht. Auch die Umweltverbände tun so als hätten sie die Welt neu erfunden. Ich finde es von VW sehr mutig, dass sie vorangehen im Umstieg. Was die Preise für E-Autos angeht, da wird es schon der Markt richten. Wichtig ist das man in unserer Republik in die Gänge kommt, dabei aber nicht den dritten Schritt vor dem ersten macht. Um die Akzeptanz der E-Mobilität zu erreichen ist es nicht nur nötig günstiger Autos zu bauen sondern auch die alltäglichen Probleme zu lösen, was das Laden angeht. Hier gibt es nämlich noch sehr viele bürokratische Hürden, was die Realisierbarkeit von privaten Anschlüssen angeht, sei es vor dem eigenen Reihenhaus oder in Wohnanlagen (z. B. auch Lösungen des Problems der Stolperfallen über Kabelkanäle oder über induktives Laden. Hierfür müssten sowohl Autos als auch Parkplatz nachgerüstet werden). Letztlich darf das Laden und Betreiben des Elektroautos nicht künstlich teurer werden als ein Verbrenner, d.h. die Leute müssen es sich auch noch leisten können das Auto zu fahren. Ein künstlicher Abstand über die Einführung einer CO2 Steuer würde ja dann wohl auch Plugin-Hybride treffen, was meiner Meinung nach eine Technologie ist die schneller im Markt durchsetzbar wäre, weil Sie die Bedürfnisse von vielleicht 70 – 80 Prozent aller Autofahrer für rein elektrisches Fahren im Alltagsbetrieb abdecken würde. Die längere Urlaubsfahrt darf dann über CO2 Steuer nicht unerschwinglich werden. D. h. letztendlich eine Subventionierung des öffentlichen Ladenetzes muß her um auch eine wirtschaftliches Laden unterwegs möglich zu machen. Dies ließe sich erreichen über die individuelle Steuererklärung, bei der man ein Teil der bezahlten Strom-Kosten zurückerstattet bekommt, unabhängig davon ob man Steuern zahlt oder nicht (Nachweis über separaten Zähler daheim bzw. Bezahlquittungen bei öffentlichen Ladesäulen). Die Ladesäulenbetreiber müssten aber ebenfalls einen Anreiz erhalten, wenn sie das Ladenetz erweitern und dabei bei den Ladegebühren im Rahmen bleiben (anfänglich müsste dieser Rahmen regulatorisch geregelt sein, langfristig über die Marktkräfte). Ziel sollte es sein den Leuten den Umstieg auf Elektro schmackhaft zu machen. Und ja, ein Ausstieg aus dem Verbrenner bis 2025 ist total unrealistisch. Alle Leute die sich jetzt gerade neue Autos gekauft haben , werden diese wohl kaum auf den Schrott fahren und zum zweiten bleiben die Lieferfristen für E-Autos auf absehbare Zeit so dass ein Rollover 15 – 20 Jahre in Anspruch nimmt, bevor jeder seinen heutigen Verbrenner ersetzt hat. Es wäre auch unfair diejenigen zu bestrafen die sich aus welchen Gründen auch immer in den nächsten 10 Jahren kein E-Auto werden leisten können. Carsharing ist auch nicht für jeden und überall eine Lösung, wie es auch nicht überall möglich ist öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Der lässt sich auch nicht beliebig hochskalierten. Und man möge auch an die Menschen denken die aufgrund von Alter, Gebrechen oder Behinderungen auf einen eigenen PKW in der Familie angewiesen sind. Allzu oft wird in den Diskussion mit dem groben Kamm gekehrt und letztere Gruppe vergessen. Gerade diese Gruppe (geburtenstarke Jahrgänge) wird die nächsten 15 – 20 Jahre ihre Autos noch intensiv nutzen und nicht den Elektrotretroller oder zu Fuß gehen. Und das sind alles auch Wähler. So sieht jedenfalls mein Alltag, wie auch vieler meiner Bekannten aus.

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