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VW will bis 2023 knapp 44 Mrd. € in die Zukunft investieren – E-Mobilität spielt dabei eine entscheidende Rolle

VW ID. Nahaufnahme
Volkswagen AG
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In den kommenden fünf Jahren wird Volkswagen kräftig in die eigene Zukunft investieren. Die Rede ist von knapp 44 Milliarden Euro, die alleine in die Zukunftsthemen Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und in die Digitalisierung seiner Fahrzeuge und Werke fließen sollen. Setzt man diese Summe ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben im gleichen Planungszeitraum, sieht man, dass VW rund ein Drittel dieser Ausgaben für die eigene Zukunft investiert. Beschlossen wurde dies am gestrigen Freitag in der Konzern-Planungsrunde, die der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft gehalten hat.

„Der Volkswagen Konzern hat sich im Rahmen seiner Strategie zum Ziel gesetzt, das Innovationstempo zu erhöhen. Wir fokussieren uns mit unseren Investitionen auf die Zukunftsfelder der Mobilität und setzen unsere Strategie konsequent um.“ – Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen will Kosten senken und Effizienz steigern

Ein solches Investment in die Zukunft muss natürlich finanziell gestemmt werden. VW möchte dies aus eigener Kraft finanzieren, um dies zu erreichen wird der VW Konzern konsequent an der Ergebnisverbesserung in allen Marken und Gesellschaften arbeiten. Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden sieben Jahren, um fit zu sein für den Wandel hin zur Elektromobilität, den finanziellen Aufwand für seine Fabriken senken und gleichzeitig die Produktivität steigern. Diese neue Konzern-Produktionsstrategie 2025 soll bei fast allen Marken umgesetzt werden.

Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und IT, gibt zu verstehen: „Wir stehen mit Fokus und Disziplin zu unseren Investitions- und Kostenzielen und werden den eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen.“ Die markenübergreifende Bündelung von Montagevolumen und das Baukastensystem für verschiedene Modelle habe bei der neuen Strategie einen hohen Stellenwert, wie Gerd Walker, Leiter der Konzern-Produktion bei VW, erst kürzlich zu verstehen gab.

Sowohl die Sachinvestitions- als auch die Forschungs- und Entwicklungskostenquote im Konzernbereich Automobile sollen ab 2020 weiterhin auf das wettbewerbsfähige Niveau von jeweils sechs Prozent sinken. Das Ziel eines Netto Cash Flows von jährlich mindestens 10 Milliarden Euro bis 2020 bleibt bestehen. In den Planjahren 2019 und 2020 werden Volkswagen Liquiditätsabflüsse aus der Dieselkrise allerdings noch belasten. Für Volkswagen selbst hat sich Diess eine Umsatzrendite von 6 Prozent auferlegt. Diese soll 2020, spätestens ab 2021 erreicht werden.

China ist auf sich alleine gestellt

Nicht im Konsolidierungskreis und damit nicht in den genannten Planungen enthalten sind die Gemeinschaftsunternehmen in China. Diese Joint-Venture-Gesellschaften finanzieren die Investi-tionen in Werke und Produkte aus eigenen Mitteln. Heute produziert Volkswagen an 19 Standorten – darunter 9 Fahrzeug- und 10 Komponenten-Werke – im ganzen Land. Neben den neuen Werken von FAW-Volkswagen in Qingdao und Tianjin wird Foshan ein wichtiger Pfeiler der Elektrifizierungsstrategie Roadmap E in China sein.

Partner auf dem Weg in die Zukunft

In der neu verabschiedeten Vorgehensweise gelten Partnerschaften als wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunftsgestaltung. So hat sich der Aufsichtsrat über die Investitionsplanung hinaus mit weiteren wegweisenden Zukunftsprojekten befasst. Die bereits zu einem früheren Zeitpunkt angekündigten Gespräche mit Ford über eine industrielle Kooperation kommen gut voran. Im Kern geht es bei der angestrebten Zusammenarbeit um die gemeinsame Entwicklung und Produktion mehrerer Modelle im Segment leichte Nutzfahrzeuge.

Hierdurch besteht vor allem die Möglichkeit Kosten zu senken oder über Skalen die Performance zu verbessern. VW rechnet sich hier signifikante Synergieeffekte aus. Gleichwohl bleiben Ford und Volkswagen Wettbewerber. Die mögliche Kooperation umfasst in keiner Weise Geschäfts-, Marketing- oder Preisstrategien. Es wurden aber weitere Kooperationsfelder außerhalb des Segments leichte Nutzfahrzeuge mit Potenzial für eine erweiterte Zusammenarbeit identifiziert.

Aber auch innerhalb des Konzerns setzt man auf Partnerschaften. So ist schon länger bekannt, dass sich eine gemeinsame Architektur für Elektroautos von Porsche und Audi in Arbeit befindet. Und auch Bentley will auf PPE-Plattform von Audi/Porsche setzen, wie vor kurzem bekannt wurde.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 16. November 2018

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