VWs 20.000 Euro Stromer soll „ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“

VWs 20.000 Euro Stromer soll „ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“

Copyright Abbildung(en): VW AG

VW-Markenchef Ralf Brandstätter plauderte in einem Interview mit Auto Bild unter anderem einige neue Details zu dem günstigen Elektroauto aus, an welchem der Hersteller aktuell arbeitet. Es soll etwa ab Mitte des Jahrzehnts zu Preisen ab gut 20.000 Euro zu haben sein und der „Messe-Star“ von Volkswagen auf der IAA im Herbst sein – sofern das Corona-Infektionsgeschehen den mehrtägigen Branchentreff in München überhaupt zulässt. Der kleine Stromer soll „eine Vision für ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“ und Features an Bord haben, „die Sie in der Klasse nicht erwarten“.

Schon beim ID.3, dem ersten E-Auto auf VWs neuer Elektro-Plattform MEB, hat der Hersteller vermehrt auf digitale und vernetzte Dienste gesetzt. Allerdings mit mäßigem Erfolg: monatelang und schon weit vor seinem Marktstart im Herbst 2020 war von Softwareproblemen die Rede, welche erst jetzt langsam vollständig in Griff bekommen scheinen. „Wir wollten sehr viel auf einmal und mussten auch nachholen. Wir haben Neuland betreten“, räumt Brandstätter im Zuge dessen ein. VW habe „die neueste Generation Automobile auf einem weißen Blatt Papier grundlegend neu entwickelt“ und die steile Lernkurve unterschätzt, „insbesondere beim digitalen Kundenerlebnis“.

Die Probleme habe VW jetzt aber hinter sich. Die Systemumstellung auf die neue Softwarearchitektur, für welche der Hersteller „massiv Kompetenz aufbauen“ musste, sei nicht einfach gewesen. Für die Zukunft sei VW aber jetzt „gut aufgestellt“. Brandstätter sagt, dass „Digitalisierung und Vernetzung das Autofahren um Welten sicherer und komfortabler machen“ werden, und die Wolfsburger wollen hier „zu den Wegbereitern gehören“.

Ihm sei es wichtig, so der VW-Chef weiter, dass diese Zukunftstechnologien, wie etwa auch Augmented Reality, nicht Käufern hochpreisiger Fahrzeuge vorbehalten bleiben: Brandstätter wolle, dass sie „auch in Autos unter 30.000 Euro zu haben“ sind. Dabei werden auch regelmäßige Updates, bei Smartphones längt gang und gäbe, eine immer wichtigere Rolle spielen: „Softwareupdates werden jetzt also ganz selbstverständlich“, so der VW-Chef, Kunden bekommen so „regelmäßig neue Funktionen“ auf ihr Fahrzeug gespielt. „Und natürlich lassen sich so auch Probleme beheben“, fügt er hinzu.

Quelle: Auto Bild – VW-Chef kündigt kleines E-Auto bis 20.000 Euro an

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Schön, daß VW die Software Probleme zumindest schon einmal bei der Bildzeitung hinter sich gelassen hat – ohne Worte – !!!

Da bin ich aber mal wirklich gespannt. Das wird also ein Hightech-Einsteiger. Die Rentner, die heute schon im e-up das Handy nicht verbunden kriegen, werden sich freuen. Technisch ist der Plot verraten: MEB. Punkt. Da man also Platz für den Akku hat, könnte das Sparbrötchen LFP-Technik haben und im Bereich von 30k eine 77 kWh-Version angeboten werden. Akkus und MEB wird bis dahin so billig sein, dass sie dennoch reichlich Marge machen.

Ich weiß nicht, was ich von diesen Software-Updates halten soll. Klar, alles immer auf dem neuesten Stand, wie man es vom Smartphone kennt. Das hört sich erstmal super an. Doch machen wir uns mal nichts vor. Ein Smartphone ist ein Wegwerfprodukt, das nicht sicherheitskritisch ist. Man nutzt es in der Regel 2 Jahre, manchmal auch etwas länger. Aber spätestens nach 3 oder 4 Jahren wird der Updatesupport eingestellt. Man kann es zwar noch weiternutzen, aber es gibt keine Updates mehr.

Das durchschnittliche Auto in Deutschland ist 9,5 Jahre alt. Das heißt auch, dass ein großer Teil der Fahrzeuge deutlich älter ist. Wie lange werden die Autohersteller Updates liefern? 15 Jahre? Wer soll sich um die Pflege kümmern? Das bindet ja enorme Ressourcen. Entweder muss die Plattform so aufgebaut sein immer kompatibel zur alten bleibt, oder dass man mehrere Zweige pflegen muss. Aber irgendwann reicht auch der Speicher der alten Plattformen nicht mehr. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren kam das erste iPhone raus. Das hatte je nach Ausstattung 4-16GB Flash.

Wie macht das ein Hersteller wie Tesla eigentlich? Ist es das gleiche OS auf Modell S und 3? Gibt es immer noch Updates für das erste Modell S? Mit den gleichen Funktionen, wie in neueren Fahrzeugen? Die Hardware wird sich ja schon unterscheiden. Oder hat das Facelift nur einen schnelleren Prozessor mit mehr Speicher?

Farnsworth

Der neue ID 2 wird höchstwahrscheinlich ein City-Crossover von der Größe eines T-Cross werden, der auf dem verkürzten MEB aufbaut. Reichweite ca 300 km WLTP, was für die meisten Kurzstreckennutzer ausreichend sein dürfte. Da die einheitliche Software zukünftig in alle (Elektro)Autos eingebaut wird, wird der ID.2 updatefähig sein.
Aus meiner Sicht ist dies nicht zwingend notwendig. Wichtiger ist, dass der ID.2 möglichst bald kommt und nicht erst 2025, gut und wenig fährt, einen niedrigen Verbrauch hat (hier ist bei VW noch Luft nach oben) und mit annehmbarer Ausstattung so um die 20T Euro kostet.

Wir werden irgendwann ein Auto haben, das ursuper ist. Da werden wir Funktionen drin haben, von denen man heute noch gar nicht weiß, dass es sie geben kann. Aber das dauert natürlich. Bis dahinrafft bitte unsere Verbrenner!“
Lasst einfach das ganze unnötige Grafl weg und baut ein super Eauto um wenige Euros. Die Pläne dafür gibt es doch schon seit Jahren in der Schublade.

VW ist einfach super, ich bin ehrlich gesagt froh, dass die die Kuh vom Eis kriegen. Ich habe aber immer darauf gebaut, dass Unsere Ingenieure eben weltklasse sind. Ich hoffe das bleibt in Zukunft auch so!

SW updates … braucht es wenn das Produkt halbfertig ausgeliefert wird, dann gehen die Fensterheber erst ab Release 2028+X

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