VW Power Day: Sechs Gigafabriken; eigene Batteriezelle & Schnellladeoffensive

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Bis 2025 investiert Volkswagen rund 16 Milliarden Euro in die Zukunftsthemen E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung. Bis 2030 soll der Anteil reiner E-Autos am Absatz in Europa auf mehr als 70 Prozent steigern – eine Verdoppelung gegenüber der bisherigen Planung von 35 Prozent. In den USA und China peile das Unternehmen im selben Zeitraum einen E-Anteil von mehr als 50 Prozent an. Damit dies erfolgreich umgesetzt werden kann muss der Batterie-Nachschub passen. Die Technologie-Roadmap dafür steht.

VW setzt auf sechs Gigafabriken mit einer Gesamtkapazität von 240 Gigawattstunden in Europa

Im Rahmen des Volkswagen Power Day gibt der Konzern seine seine Technologie-Roadmap für die Bereiche Batterie und Laden bis 2030 vor. Ziel der Roadmap ist, Komplexität und Kosten der Batterie signifikant zu senken, um das E-Auto für möglichst viele Menschen attraktiv und bezahlbar zu machen. Pro Jahr ging man bisher von einem Zellbedarf von 150 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr, alleine für Europa aus. Durch die angestrebte Absatzsteigerung wird sich auch der Bedarf entsprechend steigern. Von einem Bedarf zwischen 250 bis 300 GWh ist die Rede.

Allein in Europa sollen bis Ende des Jahrzehnts sechs Gigafabriken mit einer Gesamtkapazität 240 Gigawattstunden entstehen, um diesen Bedarf zu decken. „Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen und so Versorgungssicherheit garantieren“, erklärt Thomas Schmall, der als Vorstand für den Geschäftsbereich Technik der Volkswagen AG und Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components markenübergreifend verantwortlich für diese Technologie-Roadmap ist.

„E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden. Nun integrieren wir systematisch weitere Stufen in der Wertschöpfungskette. Wir sichern uns langfristig eine Pole-Position im Rennen um die beste Batterie und das beste Kundenerlebnis im Zeitalter der emissionslosen Mobilität.“ – Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns

VW spezifiziert die Pläne der Gigafabriken ein wenig. So gibt der Konzern zu verstehen, dass die beiden ersten Fabriken im schwedischen Skellefteå und in Salzgitter entstehen. Aufgrund des höheren Bedarfs hat Volkswagen entschieden, die bislang geplante Zellproduktion neu aufzustellen.  Hierzu haben man sich entschlossen, die Produktion von Volkswagen Premium-Zellen, in Zusammenarbeit mit Northvolt in der schwedischen Gigafabrik „Northvolt Ett“ in Skellefteå zu konzentrieren. Dort soll bereits 2023 die Produktion dieser Zellen starten und schrittweise auf bis zu 40 GWh Jahreskapazität ausgebaut werden.

In Salzgitter wird man dann ab 2025 die Einheitszelle für das Volumensegment produzieren und Innovationen in Prozess, Design und Chemie entwickeln. Ebenfalls sei für Salzgitter ein Ausbau auf bis zu 40 GWh pro Jahr geplant. Durch diese Neuaufstellung werden bessere Skaleneffekte erzielt und die Produktionskomplexität reduziert. Beide Gigafabriken sollen zudem mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Für die weiteren Fabriken werden derzeit mögliche Standorte und Partner geprüft.

VW setzt auf Kostenreduktion durch Eigenfertigung einer „Einheitszelle“

Ähnlich wie Tesla geht VW künftig beim eigenen Batteriesystem noch mehr ins Detail. Ziel sei es die Kosten und Komplexität der Batterie zu senken und gleichzeitig ihre Reichweite und Performance zu steigern, so Technik-Vorstand Thomas Schmall beim VW Power Day. „Damit wird die E-Mobilität endgültig erschwinglich und zur Hauptantriebstechnologie“, so Schmall weiter. Neben der geplanten Eigenfertigung wird vor allem die neue Einheitszelle erhebliche Kostenvorteile bringen. Sie wird ab 2023 eingeführt und im Jahr 2030 markenübergreifend in bis zu 80 Prozent aller E-Fahrzeuge des Konzerns verbaut werden.

Volkswagen AG

Des Weiteren erhoffe man sich durch Optimierung des Zelltyps, innovative Produktionsmethoden sowie das konsequente Recycling weitere Fortschritte. Ziel des VW Konzerns sei es hierbei die Kosten für Batterien im Einstiegssegment schrittweise um bis zu 50 Prozent und im Volumensegment um bis zu 30 Prozent reduzieren. „Auch bei der Batterie werden wir unsere Größenvorteile zugunsten der Kunden nutzen. Im Durchschnitt werden wir damit die Kosten für Batteriesysteme auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde senken. Damit wird die E-Mobilität endgültig erschwinglich und zur bestimmenden Antriebstechnologie“, so Thomas Schmall.

18.000 Schnellladepunkte bis 2025 in Europa

Thema sei zudem ein eigenes Schnellladenetz von VW. Unter der Federführung von Audi, Porsche und IONITY soll ein exklusives Schnellladenetzwerk entstehen, welches der anspruchsvollen Kundschaft gerecht wird. Feststeht bereits, der weltweite Ausbau des öffentlichen Schnellladenetzes wird durch Volkswagen energisch voran getrieben. In Europa hat das Unternehmen dazu Kooperationen mit den Energieunternehmen BP (Großbritannien), Iberdrola (Spanien) und Enel (Italien) vereinbart.

Bis 2025 will das Unternehmen im Verbund mit Partnern rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte in Europa betreiben. Das entspricht einer Verfünffachung des Schnellladenetzes gegenüber heute und rund einem Drittel des für 2025 prognostizierten Gesamtbedarfs auf dem Kontinent. Im Detail plane VW den Ausbau der Schnelllade-Offensive wie folgt: Gemeinsam mit BP will Volkswagen europaweit rund 8.000 Schnellladepunkte aufbauen. Die Schnelllader mit 150 kW Ladeleistung werden an insgesamt 4.000 Tankstellen von BP und ARAL entstehen, ein Großteil davon in Deutschland und Großbritannien.

Für Spanien sei man eine Kooperation mit Iberdrola eingegangen. Dort soll die Ladeinfrastruktur vor allem an den Hauptverkehrsachsen erschlossen werden. In Italien will Volkswagen mit Enel kooperieren, um das Schnellladenetz sowohl an Autobahnen als auch im städtischen Raum auszubauen. Für das Gesamtprogramm in Europa wird Volkswagen bis 2025 circa 400 Millionen Euro aufwenden. Weitere Umfänge werden von externen Partnern getragen.

Auch in den USA und China baut Volkswagen das öffentliche Schnellladenetz aus. Electrify America plant bis Ende des Jahres rund 3.500 Schnellladepunkte in Nordamerika. In China plant Volkswagen über das Joint-Venture CAMS mit insgesamt 17.000 Schnellladepunkten bis 2025. VWs E-Offensive scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Volkswagen macht das E-Auto zum Teil des Energiesystems

Zudem strebe VW die Integration des E-Autos in das private, geschäftliche und öffentliche Energiesysteme ein. Regenerativer Strom aus der Solaranlage kann dann im Fahrzeug gespeichert und bei Bedarf wieder in das Hausnetz zurückgespeist werden. Damit machen sich Kunden nicht nur unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz, sondern sparen auch Kosten und CO2. Bereits ab 2022 sollen Modell auf Basis des MEB Elektro-Baukastens diese Technologie unterstützen.

Volkswagen AG

Volkswagen wird außerdem ein Gesamtpaket mit allen Modulen und digitalen Diensten anbieten – von der bidirektionalen Wallbox bis zum Energiemanagement. Die Technologie soll zudem bald im größeren Maßstab zum Einsatz kommen – etwa in Wohnanlagen, Unternehmen oder im allgemeinen Stromnetz.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 15. März 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Convincing. Die Skaleneffekte muss der VW-Konzern gnadenlos ausspielen.

Du meinst den Batteriepreis von unter 100€ pro Kilowattstunde in 5 Jahren 😉
Ja, unbedingt!!!

Die Zellkosten im Einkauf bei VW waren schon Ende 2019 sub 100€/kWh, wie du ganz sicher weißt. Weil es in Teslafan-Kreisen wie eine Bombe eingeschlagen war. Daraufhin hatte Tesla das Project Roadrunner gestartet, das u.a. so tolle Sachen wie Laserschweißen statt drahtbonden bei den Tausenden von Zellen einführen will, um bis 2025 die $100/kWh zu erreichen. In der Produktion. Im Verkauf sind es dann ein Vielfaches. Du erkennst vielleicht den Unterschied?

VW wird im Entrylevel die Akkukosten um 50% senken. Goodbye, Tesla $25,000 Projekt! Und, im Volumensegement um 30%. Das bedeutet, auf Verkaufspreise umgerechnet die 45 kWh Einstiegsversion des ID.3 kostet statt 30.000€ nur noch 26.000€ und die 77 kWh 35.000€. Und das dann noch im Leasing privat oder als Firmenwagen in charmanter Rate. Goodbye, Tesla 3 und Y! Vor allem, wo bei VW heute schon der Unterschied zwischen 58 und 77 kWh ausstattungsbereinigt etwa 30% preiswerter ist als bei Tesla…

Ich habe da zwar andere Informationen – aber wenn das für Dich so ist – schön
Was soll dann der ganze Artikel?
Projekt Roadrunner ist leider auch nicht das, als was Du es hier zu verkaufen versuchst.
Dein Wort in Gottes Ohr – sonst wird das wohl so leider nichts.
Time will tell

Also ich sehe nur, das ein id.3 eine Klasse kleiner ist als das Model 3, viel schlechtere Werte beim Laden, Beschleunigen und der Höchstgeschwindigkeit hat und mit ähnlicher Ausstattung mindestens gleichviel kostet, dafür aber nicht auf so ein großartiges Ladenetz wie ein Tesla zurückgreifen kann… Und mit dem grossen Akku nur Platz für 4 Personen bietet.
Ob die Preise irgendwann mal gesenkt werden… schaun mer mal.

Also wenn diese tolle Pressemeldung vor 5 Jahren erschienen wäre, das wäre noch echte Perspektive und Zukunftsvision gewesen.
Aber im Jahre 2021?
Das habe ich doch alles so schon einmal irgendwo gehört – wo war das noch gleich?
Ach ja – Battery Day hieß das glaube ich, oder

Wer hat‘s erfunden?
Diesmal nicht Ricola 😉

Da Tesla bislang ja der einzige ist, der wirklich „eigene“ Akkus produziert, ist ja noch Platz für mehr Unternehmen. Obwohl, wenn ich mich recht erinnere baut Panasonic mehr oder weniger die Akkus für Tesla und die China Fahrzeuge bekommen ihre Akkus von CATL. Naja….

Das der Power Day in Adaption an Teslas Battery Day angelehnt ist, ist ja klar. Allerdings hat VW eines komplett versaut. Sie haben ihn nicht 5mal verschoben 😉

Klar Elon Musk hat es nicht so mit Time Lines – am Ende hat er bislang aber immer auch geliefert.
Ich bin ja auch froh, daß hier in Deutschland endlich mal was passiert 🙂

Ich auch. VW macht ernst. Und wenn alle meine Tesla macht alle Platt. Tesla wird und kann den Weltmarkt nicht alleine versorgen und alle anderen verdrängen. Das hat vorher auch kein Autobauer geschafft. Es wird immer einen Wettbewerb unterschiedlicher anbieter geben. Wäre ja auch kompletter Mist wenn alle mit demselben Auto rum fahren

Also den Akkupreis unter 100€ Senken könnte eventuell nicht reichen.
Tesla strebt mit der 4680 einen Preis von 60€ pro KWH bís 2025 an.
Dazu kommt am Anfang (3 Fabriken) 150-200GWH Produktion der Zelle bis Ende 2022 und wenn Tesla tatsächlich es schafft jede Gigafabrik auf 200GWH zu skalieren liegt die Produktion bis 2025 bei 800GWH (Wenn Indien dazu kommt).
Damit wäre Deutschland weit abgeschlagen…

„Tesla strebt … bis … an.“
Irgendwie déjà vu.
Ich strebe auch an jedem Neujahr viele Fortschritte an.

Ein Fortschritt wäre einmal ein einziger Kommentar, in dem Sie nicht gegen Tesla austeilen, sondern mal einen sinnvollen Beitrag zum laufenden Threat leisten

Naja die Zelltechnik kommt auf jeden fall ab nächstem Jahr… Panasonic baut die Zellfabrik auf einer Linie um und LG bietet sich auch gerade an.
Was bieten alle anderen an… bis jetzt habe ich noch nichts davon gehört das die anderen Hersteller irgendwas in Richtung neue Zellentechnik anbieten..
Tesla geht ein riesiges Risiko ein wenn Sie Zellen bauen die aus der Denkschmiede direkt in die Produktion gehen, wenn das ganze aber funktioniert sind sie allen anderen weit voraus.
Wenn es nicht aufgeht riesen Katastrophe…
Andere Hersteller werden ohne ein Risiko einzugehen 6-8 Jahre brauchen um Tesla wieder einzuholen…

„Tesla strebt … bis … an.“ Irgendwie déjà vu.

Ja – ging mir auch so, als ich im Artikel las:

„Ziel der Roadmap ist, Komplexität und Kosten der Batterie signifikant zu senken …“

Riesen-Unterschied! … [NOT!]

Also wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wollen sie Kosten reduzieren. Aber die Batterie-Zelle kam mir ehrlich gesagt sehr viel komplexer vor wie normal. Sie erhöhen die Komplexität der Einzelzelle und machen diese dafür größer um weniger verbauen zu müssen.

Ich finde es auch viel besser wenn VW eine Ankündigung nach der anderen raushaut statt Tesla. XD

Tesla strebt nicht an sondern hat das vollständig autonome Fahren für 2019 angekündigt.
Inzwischen haben wir 2021 und die kriegen nicht mal die Phantombremsungen bei leerer Straße am helllichten Tage in den Griff.

Also .. bleiben sie mir mal in ihrem Keller mit den Tesla-Ankündigungen

Wo genau steht VW noch gleich beim Thema autonomes Fahren – ah ja stimmt – noch in der Garage

hat VW da was angekündigt aber was das der E:M. mit der dicken Klappe?

Den Satzbau verstehe ichAuchmal wieder nicht

Also zunächst hatte VW bzw. Audi schon Prototypen die durch USA und Shanghai und sowas autonom gefahren sind.
Es gibt meine ich auch Ankündigungen aber für später. Bis 2030? Ich weiß es nicht mehr. Ich gehe mal davon aus, dass VW dann ein System bringt, wenn es fertig ist. Gerade bei sowas wie Autonomen fahren. Davon ab wird ein reines Kammer System nicht zuverlässig unter allen Bedingungen funktionieren. Das wird Tesla auch irgendwann einsehen. Wenn du nichts siehst, sieht die Kamera auch nichts. Zumindest nicht mir ausreichend kurzer Belichtungszeit. Das ist Fakt und das ist Physik. Signal muss größer als das Rauschen sein. Kennt jeder von seinem Handy. Das kann Elon auch nicht weg twittern. Langfristig wird das ohne Lidar nicht funktionieren! Such dort sind günstige System bis 2025/30 in Aussicht.

Um nochmal auf die GWh Produktion vom Anfang zurück zu kommen. 240GWh klingt im Vergleich zu Tesla vielleicht erstmal nicht nach so viel. Aber rechnen wir mal: sagen wir im Schnitt werden pro Auto 100kWh Akku eingebaut, was Stand heute sehr hoch angesetzt ist. Das wird bei Kleinwagen nicht passieren. Dann reichen 240GWh für mindestens 2,4 Millionen BEV pro Jahr. Untere Grenze. Das ist schon recht ordentlich.

Selbst wenn Tesla in 2025 800GWh bauen will, die kriegen keine 8 Millionen PKW im Jahr gebaut. Das wäre 16x so viel wie 2020 wo sie gerade eben 500.000 auf die Straße bekommen haben. Vielleicht brauchen sie die Kapazität auch für den Semi. Den gibt es ja wohl no h immer nicht weil (oh Wunder) der mächtig viel Akkus braucht und kei e Zellen da sind.

Last edited 6 Monate zuvor by KaiGo

Vielleicht sollte man die Strategie von Tesla nochmal erläutern, das eine Produktion die andere Finanziert.
Die neuen Zellen sollen ab spätestens nächstem Jahr an 3 Standorten gefertigt werden (Brandenburg,Texas,China) Panasonic mit einer Linie ist hier noch nicht mit drin, genauso wenig die Testlinie bei Tesla selbst die aktuell schon Produziert.
Tesla möchte ab Produktionsbeginn mit 50GWH pro Jahr Produzieren und auf bis zu 250GWH bis 2025 kommen, ich stapel also seehr tief mit meinen Informationen…
Es ist also abzusehen das Genügend Zellen zur Verfügung stehen werden.
Nun bedenke man das der Zellpreis 50%sinkt und bei Tesla dann bei 54$ landet.
Wenn das eintrifft kann Tesla alle Fahrzeuge mit diesen Zellen ausstatten.
Jetzt Fantasiere ich mal , wenn Tesla die Datenblätter vom Batteryday einhält würde ein Model 3 in 2-5 Jahren folgende Werte haben.
800-900km Reichweite (WLTP) , Gewicht 1500KG, 120KW Batterie, 250KW Ladeleistung, aufgrund der Zelltechnik Relativ unempfindlich bei Temperaturunterschieden, Preis: 34000€
Und damit ein Gewinn von 20-30%

solche Daten lesen sich toll, für ein E-Auto. Dann ist es für mich interessant.
Aber da Deutschland keine Rolle spielt auf dem Weltmarkt, glaube ich leider nicht, dass mal eine brauchbare Karosse gebaut wird. mit diesen merkwürdigen tiefergelegten Hochsitz-SUV-coupé-crossover-Limousinen im Handtaschenormat kann ich nichts anfangen. für mich bitte einmal E-klasse Kombi Format auf elektrisch ☝️

„Selbst wenn Tesla in 2025 800GWh bauen will, die kriegen keine 8 Millionen PKW im Jahr gebaut. Das wäre 16x so viel wie 2020 wo sie gerade eben 500.000 auf die Straße bekommen haben.“

Du kennst die 2er-Potenzen 2021–>25: 1–2–4–8–16 Mio? 🙂
Aber im Ernst, Du hast doch schon die Auflösung des Rätsels:

„Vielleicht brauchen sie die Kapazität auch für den Semi.“

Ja, mal ganz davon abgesehen, dass das schon „die Auflösung“ sein könnte, würden sich »Übermengen« von 4680ern doch sicher leicht weiterverkaufen lassen 😛

Last edited 6 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich denken, dass Tesla die Zellen problemlos verbrauchen kann. Der Semi soll etwa 500kWh bekommen. Dann ist da auch noch der Cybertruck, der bestimmt auch mehr als 100kWh Akku erhält. Das Model S mit den neuen Zellen soll einen WLTP über 800km haben, dass dürfte auch nicht mit 100kWh zu schaffen sein, trotz cw-Wert von knapp unter 0,21. Auch der Roadster 2.0 wartet nur auf die neuen Zellen und soll etwa 200kWh Kapazität erhalten.
Und wenn dann noch was übrig ist, kann das in die stationären Speicher eingebaut werden. Da ist zur Zeit der Bedarf auch grösser als das Angebot.

Joa, also so langsam kommt die Sache bei VW wohl in Fahrt. Auch wenn Tesla vielleicht noch etwas vorne ist, VW ist sicherlich der nächste Verfolger. Alle anderen sind mit ihren Plänen vermutlich noch nicht so weit. Hoffentlich kriegen sie auch alles so auf die Kette wie geplant. Das wird das Jahrzehnt der E-Mobilität.

Als verantwortungsbewusster E-Auto Fahrer einer amrikanischen Marke deren Name mit T beginnt, finde ich es doch einen sehr grossen Fortschritt wenn einer der grössten PKW-Hersteller der Welt offenbar kapiert hat was es geschlagen hat. Und wenn am Ende auch nur die Hälfte der VW – Ankündigungen von Heute realisiert werden, ist das doch schon mal mehr als gut. Also ein BRAVO an VW.

Stimmt genau

Heute kam auch die Nachricht, dass Audi keine neuen Verbrennungsmotoren mehr entwickelt. Die bestehenden werden nur noch angepasst und weiterentwickelt.
Ich habe auch von VW gehört, dass die aktuellen Motoren noch bis 2025 weiterentwickelt werden. Dann ist Ende. Die kommende Euro 7 Norm beerdigt die Verbrenner. Der Aufwand für die Abgasrenigung rechnet sich nicht mehr. Bei Kleinstwagen wie dem Citigo ist das schon heute der Fall.

Also ich habe mir gerade einmal die ersten 20 Minuten der Präsentation angesehen – und was soll ich sagen?
Ich wünsche VW von Herzen, dass die Batteriezellproduktion besser läuft als diese Präsentation.
Wenn man als deutsches Unternehmen meint, man müsse eine Präsentation in einer Fremdsprache halten, sollte man aber diese Sprache wenigstens „akzentarm sprechen können.
Wir scheinen aber nicht nur alles außer „Hochdeutsch“ nicht zu können – wir können auch alles außer Englisch!
Warum nicht deutlich deutsch sprechen – und einen Profi die englische Übersetzung machen lassen.
Ich dachte wir haben aus den englischen Sprechversuchen von Günter Öttinger gelernt – offensichtlich leider nicht.

Wenn ein deutscher Weltkonzern meint, seine Präsentationen in Englisch halten zu müssen ist es selbstverständlich, dass man merkt, dass es deutsche Muttersprachler sind, die den Fachvortrag machen.
Bevor sich das ändert dürfen Amis gerne mal die Grundzüge der deutschen Sprache lernen und in ihr bereitwillig kommunizieren – wenn sie sich zum Beispiel in Deutschland als Studenten, Austauschschüler, Dozenten, Touristen aufhalten.

Ich habe versucht mir den „Fachvortrag“ noch 10 weitere Minuten angesehen – mußte dann aber aus oben genannten Gründen leider abbrechen – ich warte dann lieber auf das „endgame“ die Solid State Battery.

Herr Meier, warum sollten die Amis genau deutsch lernen? Nur weil Sie immer noch glauben Deutschland ist der Nabel der Welt?
Dream on!

Schnellladeoffensive… mit 150 kW das ist doch schon heute zu langsam.

Habe gerade den iD4 Test von „Fully Charged“

  1. Der Autor spricht gutes Englisch
  2. er findet den iD4 gut
  3. Leider verliert der iD4 beim Vergleich zum Tesla Model Y in quasi allen Bereichen – aber seht selber.
  • Reichweite
  • Beschleunigung
  • Effizienz
  • Ladegeschwindigkeit
  • Höchstgeschwindigkeit
  • Kofferraumvolumen
  • Anhängelast
  • Ladenetzwerk
  • Ladezeit (10-80%)

Läuft doch gut für VW – Hauptsache elektrisch.

Du hast leider eine Kategorie übersehen: den Preis

Ein 58.000€ Auto ist besser als ein 36.000€ Auto? Was für eine Erkenntnis.
Vielleicht gibt es genug Leute, denen schon 36.000€ genug sind für ein Auto.

Ich habe für meinen nur 13k bezahlt. Ich hatte gerade andere Prioritäten, statt einen Haufen Geld für ein Stehzeug auszugeben. Ich könnte mir noch einen ID.4 kaufen und käme immer noch nicht auf den Kaufpreis vom Model Y. Und kleinerer Kofferraum? Das Model Y ist fast 20 cm länger.

Der Apfel ist besser als die Birne.

Farnsworth

Vergleiche doch bitte einfach mal Äpfel mit Äpfeln – Profitip: gleiche Ausstattung

Übrigens: auch im VW Konzern wollen viele gerne Audi können aber nur VW.
Man bekommt leider immer nur das, wofür man auch bezahlt.
So kostet ein Frunk beim iD4 sogar gar keinen Aufpreis 😉

Ich war übrigens gerade mal bei VW im Konfigutator – ist echt ein „tolles“ Kundenerlebnis.
Das liegt wahrscheinlich aber nur an der noch nicht ganz fertigen Software und wird in Kürze sicher über OTA angepasst 😉

Ein paar mühsame und komplizierte Klicks später, wenn man die Basicausstattung und die Stahlfelgen hinter sich gelassen hat werden dann aus den 36000€ irgendwie immer mehr als 47000€ ???

Komisch, aber so viel kostet ein schöner Apfel wohl 😉

Da bin ich wohl eher der Pragmatiker. Alufelgen sind mir sowas von schnuppe. Ich will damit nicht angeben, sondern von A nach B kommen. Beim Up habe ich die extra genommen, da es die schmalsten Reifen waren und somit die Stirnfläche verkleinern.

Der größere Akku: Überflüssig. Ich musste im letzten Jahr auf <1% meiner Fahrten mit dem E-Up unterwegs nachladen. Mit dem kleinsten ID.4 wahrscheinlich nie. Warum sollte ich für ein Feature, was ich fast nie benutze Geld ausgeben?
Wichtiger wäre mir die 100kW Schnelladefähigkeit, damit man im Fall der Fälle schneller nachladen kann. Der Aufpreis ist auch geringer. Ob sich die Wärmepumpe rechnet? Evtl. noch eine andere Farbe. Das war es dann auch. Und selbst wenn: Deine 47.000€ sind immer noch weniger als 58.000€.

Wie gesagt: es mag Leute geben, denen das reicht. Ich bin auch kein VW Fanboy. Ein Tesla werde ich auch als nächstes Auto in Betracht ziehen. Eigentlich dachte ich auch, dass ich statt des Ups ein Zoe oder Model 3 kaufe, aber Verschiebung von Prioritäten haben halt dazu geführt, dass ich mir einen E-Up gekauft habe. Lieber weniger Auto, aber dafür eher elektrisch fahren.

Ja, ein Tesla ist schon ein heißes Teil, aber früher sind ja auch nicht alle Porsche gefahren.

Farnsworth

Das erkennen die bei VW bestimmt auch bald – sagen wir so ab 2025 😉

Ich glaube es gab schon die ersten wagen Ankündigungen, dass die Ladeleistung erstmal sehr vorsichtig ausgelegt wurde und ggf. später noch mehr freigegeben wird. Ich bin gespannt wo es mit dem MEB hingeht. Ich bin eh immer einer von denen die sagt, dass man nicht der erste sein muss, der ein neues Fahrzeugmodell hat. Warten man 2-3 Jahre sind die ganzen Kinderkrankheiten weg und man hat mehr Freude. Ich denke davon ab auch immer noch, dass der MEB irgendwann auf 800V umgestellt wird. Vielleicht so um 2025 rum. Bis dahin hält unser Diesel-Kombi hoffentlich durch.

Davon ab: 150kW sind ja garnicht so verkehrt, wenn das Auto sie von 0-80% komplett durchziehen würde.

Spannendes Tesla versus VW bashing hier. Mir persönlich ist es völlig egal welche Marke in 5 Jahren besser ist. Ich entscheide beim Kaufzeitpunkt. Jetzt und heute wäre kein deutsches Produkt auf der Wunschliste – weil es schlicht nix gibt.
Ganz oben steht Tesla, nicht weil ich ein Tesla Fan bin, sondern weil Tesla der Massstab ist. Kaufen würde ich mir heute am liebsten einen Nio.

Ja das mit VW gegen Tesla geht immer los sobald Tesla oder VW in einem Artikel aufkommt.

Ich find die Ansage auch gut. Wenn VW, Tesla, China und Korea konkurrieren kann das für uns Kunden nur gut sein. Hauptsache die Preise fallen und die Innovation geht weiter.

Mich würde ja mal interessieren ob vor 2022 verkaufte Fahrzeuge der I.D. Serie auch an diesem Energiesystem teilnehmen können. Also werden Bestandsfahrzeuge per OTA dazu befähigt?

Ich tippe mal, die VW Enthusiasten werden das allwissend, wie sie sich immer gerne geben, mit „ja, klar doch!“ beantworten – oder Herr Meier und Herr Müller?

Habe ich je irgendwas zu einer technischen Fähigkeit irgend eines VW-Modells gesagt?
Ich bin auch kein VW-Enthusiast. Das ist nur Ihre Wahrnehmung, weil ich als Atheist und Skeptiker Ihren Glauben nicht teile. Ich habe in meinem Leben noch nie einen VW besessen.
Was ich immer wieder feststelle ist, dass die Tesla-Enthusiasten aufgrund ihrer Gläubigkeit die Realität völlig verzerrt wahrnehmen. Die deutschen Hersteller schlafen, haben nichts kapiert, und machen alles falsch. Dem gegenüber sehe ich dann jeweils die aktuellen Zahlen und Entwicklungen, z.B. jetzt gerade die von EV-Sales publizierten Zahlen zu den Elektromobil-Verkäufen Jan/Feb 21 in Deutschland. Da zähle ich die Nationalität der Hersteller zusammen und komme bei den ersten 20 der Rangliste zu folgenden Verkaufs-Zahlen:

  • 2’500 Koreaner
  • 2’600 Franzosen
  • 4’500 Amerikaner (wenn man Ford als Ami zählt)
  • 32’000 Deutsche (darunter die ersten 3 und weitere 5 aus dem VW-Konzern)

Wie geht das auf mit der vorgenannten Kritik? Aus meiner Wahrnehmung sind die grossen Hersteller richtigerweise einfach erst eingestiegen, als sich eine rentable Produktion innert einiger Jahre abzeichnete (bald sind wir soweit). Dann aber sehr überzeugend.
Das ist der Punkt, bei dem ich mit schwärmerischen Leuten wie Ihnen nicht einig bin und es wohl auch nie werde.

Last edited 6 Monate zuvor by Mark Müller

Schön beobachtet – im deutschen Markt.
Dazu sage ich mal durch meine Tesla Enthusiastenbrille folgendes:
Tesla hat 2020 500.000 Fahrzeuge verkauft:
Das sind pro Monat durchschnittlich 41.666
Wie Sie bei diesen Zahlen ihre 4500 Amerikanischen Verkäufe unterbringen bleibt Ihnen überlassen – und PS ich fahre einen VW – sehe aber auch durchaus aufmerksam über den deutschen Tellerrand hinaus.

VW verkauft pro Jahr etwa 10 Mio. oder so. Aber das war nicht die Frage.
Die Frage ist: Haben die deutschen Hersteller nun alles falsch gemacht in Sachen Elektro-Mobilität, wenn sie dieses Jahr im eigenen Land einen Anteil von etwa 70% (bei den BEV) haben und in Europa (einem der 2 wichtigsten Märkte für BEV) 2020 mit Abstand an der Spitze waren und ein Mehrfaches der Amerikaner verkauft haben? Bitte beantworten Sie diese Frage.

Was man weiß ist, dass VW die OTA Software fertig hat und die neuesten Fahrzeuge auch schon mit dieser ausgeliefert werden. Ab Sommer will VW alle 3 Monate ein Update liefern. Was der Elektro-Vorstand zum Beispiel im Interview mit Nextmove sagt war, dass die Ladekurve erstmal recht konservativ and auf Sicherheit ausgelegt wurde. Gleichzeitig wurde in Aussicht gestellt, dass vielleicht schon Ende 2021 mehr Ladeleistung möglich ist. Ob das für die bereits ausgelieferten Fahrzeuge auch freigeschaltet wird, hat er nicht gesagt.
Das ist das bekannte.

Ich denke wir können generel damit rechnen, dass die ID Modelle mit der Zeit günstiger werden und mit VW eigenen Akkus ausgeliefert werden. Letztlich müssen die Zellen ja nur in das Package passen und vorne 400V raus kommen.

Die recht konkrete Ankündigung nächstes Jahr das Vehicle to Grid zu starten halte ich für eines der bemerkenswertesten Themen dieses Vortrages. Das wird noch richtig spannend, da steckt die Disruption drin. Diese Zusatznutzung macht die E-mobilität überhaupt erst zu etwas wirklich fortschrittlichem.
Auf die Reaktion der Energiemonopolisten bin ich gespannt, sind ja jetzt keine grünen Ökospinner, die damit um die Ecke kommen.

wir sollten 2gleisig laden zum einen Schnelllader zum anderen Wechselakkus die langsam geladen werden können ,und das bringt zusätzliche arbeitsplätze

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