Türkischer Autohersteller TOGG: Große Pläne - 1 Millionen E-Autos bis 2030

Türkischer Autohersteller TOGG: Große Pläne – 1 Millionen E-Autos bis 2030

Copyright Abbildung(en): TOGG

Der türkische Automobilhersteller TOGG plant sein Angebot an E-Modellen weiter auszubauen. Bisher war nur bekannt, dass man einen Elektro-SUV auf die Straße bringen wolle, welcher im C-Segment unterwegs sei. Mittlerweile wurde bekannt, dass vier weitere Fahrzeuge folgen sollen. Unter anderem eine Elektro-Limousine, welche auf der CES 2022 zu sehen war. Jedoch verspätet sich die Markteinführung gegenüber erster Pläne.

Im ersten Quartal 2023 soll der E-SUV auf die Straße kommen. Dieser baut ebenso wie die folgenden Modelle auf einer eigens entwickelten Plattform auf. Neben dem E-SUV habe man eine Limousine und ein Fließheckmodell im C-Segment sowie ein B-SUV und ein Van geplant. Passt ganz gut zu der Aussage des Unternehmens, dass man sich als Schaffer einer „globalen Technologie-Marke, deren geistiges und gewerbliches Eigentum zu 100 % der Türkei gehört und die den Kern des türkischen Mobilitätsökosystems bilden wird“ sieht.

Bereits gegen Ende 2017 hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, das Land wolle bis zum Jahr 2021 eine neue Automarke zum Leben erwecken. TOGGs Pläne wurden im Juni 2018 konkreter und erfuhren im April 2019 bereits eine Schärfung, nachdem zuvor nur wage Informationen bekannt waren. Zuletzt standen äußerst leistungsstarke, günstige Hanf-Batterie zur Debatte, welche im Stromer zum Einsatz kommen sollenDoch es kommt anders und das E-Auto von TOGG bezieht seine Energie aus Batterien aus Deutschland. Besser gesagt aus chinesischen Batterien, welche in Deutschland gefertigt werden. Denn der chinesische Batteriehersteller Farasis, der derzeit Kunden für sein zukünftiges Werk in Bitterfeld-Wolfen sammelt, wird die Lithium-Ionen-Akkus für das türkische Elektroauto liefern. Allerdings ist Farasis nicht nur Zelllieferant von TOGG, sondern auch Partner für die Montage der Batterien. Nahe des TOGG-Werks errichtet Farasis derzeit die dafür notwendige Batteriemontage.

Ab 2022 soll das E-Auto offiziell in den Verkauf gehen. Nicht nur im eigenen Land, sondern auch in Deutschland. Nun wird es eben doch ein wenig später. Statt im vierten Quartal 2022 soll der TOGG E-SUV ab dem ersten Quartal 2023 auf der Straße zu sehen sein. Unternehmenschef Gürcan Karakas äußerte sich gegenüber der Automobilwoche, dass das Fahrzeug in zwei Designvarianten gefertigt werden soll. Die Rede ist hiervon von einer „westlichen“ und eine für den „eher orientalischen Geschmack“.

Ob ein ähnlicher Ansatz bei der E-Limousine gewählt wird, wird sich zeigen müssen. Grundsätzlich ging es bei der Premiere auf der CES hauptsächlich um das Design des Stromers. Gestaltet wurde dies vom italienischen Spezialisten Pininfarina. Muskulöses Heckdesign und eine Schulterlinie hervor, die sich von den Scheinwerfern bis zum Heck erstreckt, gelten als prägende Elemente der Studie. Zudem sind Kameras anstatt Rückspiegel verbaut – kennt man so spätestens seit dem Audi e-tron.

Neben den fünf Modellen gab Unternehmenschef Gürcan Karakaş zu verstehen, dass TOGG bis 2030 eine Million Fahrzeuge der fünf genannten Modelle produzieren wolle. Natürlich in der eigens dafür errichteten Fabrik im türkischen Gemlik. 175.000 Fahrzeugen pro Jahr sollen dort vom Band fahren.

Quelle: electrive.net – Togg präzisiert E-Roadmap und zeigt Limousinen-Studie

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Das liest sich alles extrem ambitioniert.
Solche Meldungen von diversen Unternehmen geistern seit langer Zeit durch die digitalen Medien und wenn man ein paar Monate zurück blickt sind es zumeist verzweifelte Luftballons ..

  • wir war das mit dem BEV-Projekt von Lada? schon wieder was davon gehört?
  • WinFast war auch so ein Burner – Produktion in Deutschland – bis die Preise rauskamen
  • Aiways verkauft weltweit fast nix und will hier auch bauen ..
  • Sion oder sono oder wie heißt das Ding?
  • kommt ZEEKR wirklich? und wann?
  • Akkutausch statt HPC? keine C02- sondern eine Geldsenke?
  • usw usw usw ..

Was wirklich kommt, das kommt von den OEM – Modell auf Modell – meist Brot und Butter aber es kommt und macht mächtig Stückzahlen.
Da ächzt es zwar an allen Ecken und Kanten aber letztlich kriegen die alten Konzene offenkundig die Kurve

Wenn die Lira weiter so an Wert verliert, dann wird das Ding, so es je produziert wird, ja vielleicht richtig günstig bei uns. Käuferschichten wären ja sicher genug vorhanden für ein dickes Auto aus der Türkei.

An die Protaltüren glaube ich erst, wenn das Modell vom Band läuft.

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