Teslas geheimes Roadrunner-Projekt: Batterien zu unter 100 Dollar pro kWh

Teslas geheimes Roadrunner-Projekt: Batterien zu unter 100 Dollar pro kWh

Copyright Abbildung(en): jessica.kirsh / Shutterstock.com

Die Kollegen des US-E-Auto-Blogs Electrek haben einige neue Details über Teslas geheimes Batterie-Projekt „Roadrunner“ ausgegraben: Bereits seit einigen Monaten soll Tesla an der Herstellung eigener Batteriezellen für Elektroautos arbeiten, Gerüchte und News hierzu gab es immer wieder.

Die Geschichte begann mit der Übernahme von Maxwell, einem Hersteller von Superkondensatoren. Etwas später bestätigte Tesla auf seiner jährlichen Hauptversammlung beinahe, dass es bald seine eigenen Batteriezellen herstellen wird, und nicht mehr in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner Panasonic. Etwas später sickerte durch, dass Tesla in einigen Stellenangeboten für die Zellherstellung Batteriezellen als neue „Produktlinie“ für das Unternehmen bezeichnete.

Anfang dieses Monats gab es bereits Berichte über den Bau einer Pilotproduktionslinie für Batteriezellen in Fremont. Nun haben Insider Electrek mitgeteilt, dass das geheime Projekt „Roadrunner“ heißt und darauf abzielt, die Massenproduktion einer neuen Batteriezelle zu erreichen, die energiedichter und billiger sein soll als bisherige Technologien.

Diese Zellen sollen von den internen Teams von Tesla entwickelt worden sein und unter anderem Erkenntnisse aus dem von Jeff Dahn geleiteten Forschungslabor in Kanada beinhalten sowie neue Technologien, die kürzlich durch die Übernahme von Maxwell erworben wurden. Die Trockenelektrodentechnologie von Maxwell würde es Tesla ermöglichen, billigere Zellen mit höherer Energiedichte herzustellen. Damit wäre es trotz des Einsatzes von weniger Batterien möglich, die Reichweite eines Fahrzeugs zu erhöhen.

Tesla soll bereits Prototypzellen im Rahmen des geheimen Roadrunner-Projekts getestet haben. Es habe sich gezeigt, dass sich die Zellen in großen Mengen produzieren lassen und problemlos in Fahrzeugen sowie stationären Energiespeichern eingesetzt werden können, berichtet Electrek.

Einige Tesla-Ingenieure haben die neue Batteriezelle auch in Kommentaren auf LinkedIn bereits erwähnt. Matthieu Moors etwa, Forschungs- und Entwicklungsingenieur bei Tesla, bat dort sich tummelnde Ingenieure, sich dem Team anzuschließen, um die Zellherstellung neu zu erfinden: „Kommen Sie zu uns und erfinden Sie die Herstellungstechnologie für Li-Ionen-Batteriezellen neu!“, schrieb er auf der Karriereplattform.

Tesla-CEO Elon Musk soll darauf gedrängt haben, einen dieser neuen Akkus mit den neuen Tesla-Batteriezellen für den „Battery Investor Day“ im April in ein Model S oder Model X einzubauen. Es ist also gut möglich, dass Tesla auf dieser Veranstaltung weitere Informationen zum Projekt Roadrunner veröffentlicht.

Tesla scheint auf dem besten Weg zu sein, eine Zelle auf den Markt bringen, die zu geringen Kosten in Massenproduktion hergestellt werden kann. Die magische Grenze von 100 Dollar pro Kilowattstunde Kapazität soll der neue Akku locker unterbieten können. Damit wäre langsam etwas Entscheidendes für den Erfolg der Elektromobilität erreicht: Elektroautos könnten bei den Anschaffungskosten auch ohne Subventionen mit Benzinern und Dieseln gleichziehen.

Quelle: Electrek — Tesla’s secret Roadrunner project: new battery production at $100 per kWh on a massive scale

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Teslas geheimes Roadrunner-Projekt: Batterien zu unter 100 Dollar pro kWh“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
20 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Na da darf man gespannt sein. Wann es dann wirklich in Serie kommt ist vielleicht noch eine andere Frage, aber sicherlich wäre es sehr wünschenwert wenn vor allem Langstrecken taugliche Autos für Normalos erschwinglich werden (<40.000€).

Und vielleicht gibt es dann auch mal wieder kleinere Autos mit mehr Reichweite. Ich möchte kein SUV, eher einen Kleinwagen, der soll aber schon die Option bieten, damit auch mal 300 km + x am Tag fahren zu können und entscheidend bleibt weiterhin, die Ladeinfrastruktur und die Ladedauer.

Es gibt Dutzende von Firmen und Institutionen mit Tausenden von Forschern, die an neuen Batterien arbeiten. Oder andersherum gesagt, es gibt in der ganzen Branche eigentlich kaum jemanden, der nicht an neuen Batterien arbeitet. Bei Tesla gibt es diesbezüglich aber drei Besonderheiten: Erstens erzählen sie regelmässig irgend was, um Aufsehen zu erregen. Zweitens werden auch ‚offizielle‘ Ankündigungen eigentlich nie eingehalten. Schliesslich – und drittens – haben Sie aber eine eingeschworene Fan-Gemeinschaft, denen das alles überhaupt nichts ausmacht. Ähnlich einer Sekte, wo der Guru immer wieder den Weltuntergang ansagt aber auf irgend eine Art alle bei der Stange halten kann, obwohl seine Vorhersagen ganz offensichtlich nicht eintreffen. Realität, aber für primär rational denkende Menschen ein Rätsel.

Hat da mal wieder Jemand Watt/h mit KW/h verwechselt? und jeder glaubt dem Blödsinn

Ich glaube nicht, dass bei Tesla irgendetwas rauskommt, was geheim ist. Unter diesem Mäntelchen werden immer nur Botschaften versandt, die auch jeder hören soll. Die Autos sind zu teuer, zu schwer und man hat immer das Ladeproblem, wenn man nicht gerade eine Garage mit Ladekabel hat. Die Reichweite ist im Urlaub und auf Langstrecken ein Problem, vor allem im WInter. Die Firma selbst ist unrentabel. Erhöhen sie die Preise, gibt es weniger Kunden. Senken sie die Preise führt es in den Konkurs. Das Margengeschwafel und das Gerede von hoher Produktionseffizienz würde sich in den Zahlen bewahrheiten, wenn es so wäre. Ohne den Verkauf der ZEV-Credits wären keine Quartalsgewinne möglich gewesen. Wenn die Autoproduktion mal Gewinne abwirft, was ich für möglich halte, dann wird das in den Grenzen bleiben, die auch bei anderen Autobauern möglich sind. Das liegt einfach daran, dass es nicht machbar für ein Auto mehr zu bezahlen, als man sich leisten kann. Bei einem durch hohe Margen überteuerten Smartphone ist das anders. Das ist absolut kein so großer Betrag und die Kreditwirtschaft macht es den Kunden leicht.

Tesla M3 36.000 km seit Sommer ’19 , in Hamburg: an jeder Ecke Ladesäule und kostenlos Parken, auf Strecke: Berlin, Schleswig, Stralsund, Kolberg: SUC , Im Büro: AC 11 kW, auf Langstrecke: Airbus, welches Problem ?

Was ein Quark…
Tesla ist allen Herstellern voraus dazu kommt dass Tesla 12 Jahre Entwicklung finanziell einholen muss und 4 Fabriken der neusten Art bezahlen muss und diese aber der Substanz zu gute kommen, dann werden Milliarden Rücklagen aufgebaut um einem Kauf durch Investoren entgegen zu wirken und für schlechte Zeiten gerüstet zu sein.
Bei den jetzigen Rechnungen könnte man das Modell 3 für ca. 26000€ anbieten und würde immer noch Gewinn machen.
Wie Musk bereits sagte wird das zweite Quartal zeigen was Tesla bringt und ich bin dann gespannt auf die Kommentare.

Also , wenn ich bei den Autodoktoren sehe , wie die andauernd an verstopften AGR – Ventilen herumschrauben , ist mein M3 SR+ geradezu ein Traumauto !

Diese News könnten dich auch interessieren:

Renault: Mehr Effizienz bei E-Auto-Produktion im Werk Douai
VW arbeitet „intensiv“ an günstigen E-Autos wie ID.2 und ID.1
So nachhaltig ist der Mercedes EQE

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).