Tesla ruft 475.000 E-Autos wegen Sicherheitsproblemen zurück

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Tesla ruft mehr als 475.000 seiner Tesla Model 3 und Model S zurück, um Probleme mit der Rückfahrkamera und dem Trunk zu beheben, die das Unfallrisiko erhöhen, so die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde.

Im Detail zeigt sich, dass der amerikanische Automobilhersteller 356.309 Fahrzeuge des Typs Model 3 aus den Jahren 2017 bis 2020 zurückrufen muss. Bei diesen Modellen treten Probleme mit der Rückfahrkamera auf. Des Weiteren seien 119.009 Tesla Model S wegen Problemen mit der vorderen Motorhaube zurückgerufen worden, so die National Highway Traffic Safety Administration. Die Gesamtzahl der zurückgerufenen Fahrzeuge liegt nahe an der halben Million Fahrzeuge, die Tesla letztes Jahr ausgeliefert hat. Tesla konnte bisher für eine Stellungnahme nicht erreicht werden, wie diverse Medien berichten.

Bei der Limousine Model 3 kann der Kabelbaum der Rückfahrkamera durch das Öffnen und Schließen des Kofferraumdeckels beschädigt werden, so dass das Bild der Rückfahrkamera nicht mehr angezeigt wird. Um Abhilfe zu schaffen sollen die Tesla Service Center einen Führungsschutz und einen neuen Kabelbaum, falls erforderlich, kostenlos einbauen. Sollte man eines der betroffenen Modelle fahren, wird man nach dem 18. Februar 2022 einen Brief mit Anweisungen zum weiteren Vorgehen erhalten. Alternativ kann man sich auch aktiv an den Tesla-Kundendienst wenden, um weitere Informationen zu erhalten. Tesla verwendet die Datensatznummer SB-21-17-008 für diesen speziellen Rückruf.

Das Model S hingegen ist dem Risiko ausgesetzt, dass es Probleme mit der Verriegelung der vorderen Motorhaube gibt. Dies kann dazu führen, dass sich der Kofferraum „ohne Vorwarnung öffnet und die Sicht des Fahrers behindert, was das Risiko eines Unfalls erhöht“, so Tesla gegenüber der Behörde. Der Tesla-Kundendienst wird das Problem durch eine kostenlose Inspektion und Neupositionierung des Verschlusssystems beheben, allerdings nur, wenn dies erforderlich ist. Tesla verwendet für den Rückruf des Model S die Aktennummer SB-21-11-003. Die Briefe an die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge werden gleichzeitig mit den Rückrufschreiben für das Model 3 verschickt.

Bisher seien dem Hersteller keine Unfälle, Verletzungen oder Todesfälle bekannt, die mit den Problemen beim Model 3 und Model S in Verbindung stehen, so die NHTSA. Zudem steht Tesla derzeit unter Beobachtung der NHTSA wegen anderer Probleme. Die NHTSA hatte eine Untersuchung von 580.000 Tesla-Fahrzeugen eingeleitet, weil der Autohersteller es erlaubt, während der Fahrt Spiele auf den Bildschirmen der Fahrzeuge zu spielen. Tesla hat sich daraufhin bereit erklärt, das Abspielen von Videospielen auf den Bildschirmen seiner Fahrzeuge während der Fahrt nicht mehr zuzulassen.

Quelle: AutomotiveNewsEurope – Tesla will recall 475,000 vehicles over safety issues // InsideEVs.com – Tesla Will Recall 356K Model 3 And 119K Model S

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Rückruf wegen Rückfahrkamera? Ist das nicht etwas übertrieben?

Ein Tesla-Qualitätsthema und das zu Sylvester?

Ich pack schon mal das Popcorn aus und lese gemütlich die Fanboy und Haterposts :-)

Wenn wir noch den Unterschied zwischen Trunk und Frunk verinnerlichen würden….
Trunk: das Kofferdingsbums hinten
Frunk: das Kofferchendingsbums vorne

(Wiederhole meinen Kommentar, den ich kurz vorher bei einem Artikel vom 28.12.2021 gepostet habe.)

Tesla ist da nicht die einzige Firma mit Rückrufen, siehe

In den USA wurden die Rückrufe zwischen 2011 und 2020 ausgewertet. Das traurige Gesamtergebnis: 330 Millionen mussten wieder zurück zum Hersteller.

Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor und Gründer des Forschungsinstituts Center of Automotive Management (CAM), hat in einer vor wenigen Tagen veröffentlichen Studie Zahlen zum US-Automarkt vorgelegt und die lassen alles andere als eine Trendwende erkennen: fast 49 Millionen Rückrufe im Jahr 2020 und ersten Halbjahr 2021 – das ist eine Rückrufquote von 208 bzw. 227 Prozent gemessen an den Neuzulassungen.

(Quelle: efahrer.chip.de – 25.12.2021)

Tesla ist jetzt ein großer (E-Auto-) Autohersteller, da sind größere Rückrufe kaum zu vermeiden.

Das Problem beim Model 3 ist nicht als Sicherheitsproblem einzustufen, da ein Ausfall der Rückkamera keine relevante Abstriche tut.
Weiters sind, lt. Bericht, geschätzt nur 1% davon betroffen.

Eine öffnende Frontklappe ist da schon was anderes und betrifft auch etwa 14% (wenn ichs richtig im Kopf habe).

Schade, dass dies hier nicht genauer beleuchtet wurde, sondern nur die reisserischen Presse als Vorlage genommen wurde.

Hat die Motorhaube bei Tesla keinen Fanghaken, der das Aufklappen verhindert???
Das erstaunt mich doch sehr!

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