Seat und VW erhöhen auf zehn Milliarden Euro für die Elektrifizierung Spaniens

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Der Volkswagen Konzern und die SEAT S.A. werden im Falle eines positiven Beschlusses über den PERTE-Antrag gemeinsam mit ihren Partnern im Rahmen des „Future: Fast Forward“-Programms zehn Milliarden Euro investieren – und damit drei Milliarden Euro mehr, als bislang geplant. Dies kündigte VW-Konzernchef Herbert Diess bei einem gemeinsamen Besuch der Anlagen des Parc Sagunt II an. Begleitet wurde der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG dabei unter anderem vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, vom Ministerpräsidenten der Region Valencia, Ximo Puig und vom Präsidenten und CEO der SEAT S.A., Wayne Griffiths.

Diese Investition in Höhe von zehn Milliarden Euro wird Spanien elektrifizieren, das zweitgrößte Automobilherstellerland Europas. Mit dem Bau der Batterie-Gigafabrik in Sagunto können in den Werken Martorell und Pamplona Elektrofahrzeuge hergestellt und ein umfassendes Zulieferer-Ökosystem aufgebaut werden. Es handelt sich um die größte Industrie-Investition in der Geschichte Spaniens“, erklärte Diess.

Der Besuch fand im Parc Sagunt II in Valencia statt, wo der Volkswagen Konzern die erste Gigafabrik des Landes ansiedeln will. Der Bau der Batteriefabrik stelle eine der Säulen des „Future: Fast Forward“-Programms dar. Insgesamt bewarben sich 62 führende nationale und internationale Unternehmen aus verschiedenen Bereichen beim PERTE-Förderprogramm der spanischen Regierung, dem strategischen Projekt zur wirtschaftlichen Erholung und Transformation.

Der Volkswagen Konzern, die SEAT S.A. und die spanische Regierung haben eine gemeinsame Vision: Spanien soll zu einem europäischen Hub für Elektromobilität werden. Wir sind bereit, diese Transformation anzustoßen. Das PERTE-Programm dient als Modell für ganz Spanien, wie traditionelle Industriestrukturen transformiert werden können“, fügte Diess hinzu.

Die Gigafabrik werde eine jährliche Produktionskapazität von 40 GWh haben und den gesamten Batteriebedarf der Werke in Martorell und Pamplona decken. Sie soll bis 2030 neue Arbeitsplätze für mehr als 3000 Menschen schaffen und eine Fläche von 200 Hektar einnehmen. Der Bau der Gigafabrik soll im ersten Quartal 2023 beginnen, der Produktionsbeginn ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

Der erste Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel ist die positive Bewertung des PERTE-Antrags und die Erteilung der endgültigen Genehmigungen: „Wir werden drei Milliarden Euro in den Bau der Batterie-Gigafabrik investieren, aber die PERTE-Gelder sind unerlässlich, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, Spanien zu einem europäischen Hub für Elektrofahrzeuge zu machen“, sagte Thomas Schmall, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Technik, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Group Components sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats der SEAT S.A..

Die Batteriefabrik in Sagunto wird die dritte der sechs Gigafabriken sein, die der Konzern in ganz Europa bauen will. Nachhaltigkeit und ein geschlossener Wertschöpfungskreislauf sind der Schlüssel für unsere Batteriestrategie in Spanien und Europa. Um nur einige Aspekte zu nennen: Der Strom für die Gigafabrik stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien aus der Region. Außerdem steht die Wiederverwendung von Rohstoffen im Mittelpunkt unserer neuen Fabrik in Valencia. Dadurch wird sie zu einem Musterbeispiel für Kreislaufwirtschaft“, so Schmall weiter.

Abkommen mit Iberdrola über den Bau einer Photovoltaikanlage

Im Rahmen der Veranstaltung haben der Volkswagen Konzern und das spanische Stromerzeugungs- und -vertriebsunternehmen Iberdrola ein Strategieabkommen unterzeichnet, das den Bau einer Photovoltaikanlage in Sagunto zur Versorgung der Gigafabrik mit grüner Energie vorsieht.

Die Photovoltaikanlage werde 250 Hektar groß sein und weniger als zehn Kilometer von der Batteriefabrik entfernt liegen. In der ersten Phase soll sie 20 Prozent des Energiebedarfs der Gigafabrik decken.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 05.05.2022

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