Seat arbeitet an Elektroauto-Modellen – ab 2012 erste Testflotten

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Die spanische VW-Tochter Seat arbeitet derzeit intensiv an Fahrzeugen mit (teil-)elektrischem Antrieb und will ab 2012 zwei Fahrzeuge mit unterschiedlichen Technologie-Konzepten testen. Läuft alles rund, sind die ersten Fahrzeuge 2015 auf dem Markt.

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Die Seat Ecomotive-Modelle Altea XL Electric und Leon TwinDrive, Foto: Seat

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um den Seat Leon TwinDrive Ecomotive als Plug-in-Hybrid und den Seat Altea XL Electric Ecomotive als reines Elektroauto. In einem ersten Flottenversuch sollen ab 2012 erste Erfahrungen und Daten für die Entwicklung gesammelt werden. “Die Elektromobilität ist ein entscheidender Teil der Seat-Unternehmensstrategie: Damit setzen wir unseren erfolgreichen Weg der stetig verbesserten Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung fort”, sagt Seat-Chef James Muir.

Plug-in-Hybrid: Leon TwinDrive Ecomotive

Der Leon TwinDrive Ecomotive als intelligenter Plug-in-Hybrid soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 52 Kilometer besitzen. In Verbindung mit dem 1,4 Liter Verbrennungsmotor (85 kW / 115 PS) soll eine maximale Reichweite von bis zu 900 Kilometer möglich sein. Im Hybridbetrieb erreicht der Leon TwinDrive Ecomotive laut Herstellerangabe eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h, im rein elektrischen Betrieb sind es 120 km/h. Im Normzyklus (ECE-R101) wird der Verbrauch voraussichtlich bei 1,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer liegen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von gerade mal 39 g / km. Das System, das Seat für den Leon TwinDrive Ecomotive gewählt hat, stellt den Elektromotor in den Mittelpunkt, erklärt der Hersteller.

Elektroauto: Seat Altea XL Electric Ecomotive

Neben dem Leon TwinDrive Ecomotive als Plug-in-Hybrid kommt der 100% elektrisch angetriebene Altea XL Electric Ecomotive. Dieser soll eine Gesamtstrecke von bis zu 135 Kilometern rein elektrisch zurücklegen können. “Für die erste Flotte haben wir bewusst den Altea XL gewählt, weil wir damit ein breites Einsatzspektrum erproben können – auch urbane Mobilität kennt eine Vielzahl von Facetten”, sagt Vize-Präsident Matthias Rabe. Mit großem Innenraum und Gepäckvolumen bietet sich der Altea XL Electric Ecomotive für die Raum- und Nutzungsansprüche einer Familie oder für den gewerblichen Einsatz als Taxi oder Kleintransporter an. Um das Verstauen des 26,5 kWh-Batteriepacks im Mini-Van hat man bei Seat keine Sorge. Dieser wird sich unter den Rücksitzen und dem Laderaumboden befinden. Die Antriebstechnik und die Leistungselektronik sind unter der Fronthaube zu finden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 km/h begrenzt.

Seat arbeitet mit Partnern an Infrastruktur

Die insgesamt zwölf Fahrzeuge werden bei der Verwaltung Kataloniens oder bei der Stadtverwaltung in Madrid eingesetzt. Auch der Energieversorger Endesa erhält einen Teil der Elektrofahrzeuge. Seat arbeitet zudem mit Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft und der öffentlichen Verwaltung am Ausbau der spanischen Infrastruktur. Der Altea XL Electric soll 2016 in Serie gehen, ein Jahr früher läuft der Leon TwinDrive vom Band. (AG)

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