Polestar-CEO: „Precept steht für unsere Zukunft, und nicht für einen unerfüllbaren Traum“

Polestar Precept - mehr Details

Copyright Abbildung(en): Polestar

Ende Februar 2020 durften wir erfahren, dass der Polestar Precept für die Vision der zukünftigen Ausrichtung der zeitgenössischen Elektro-Performance-Marke Polestar steht. Anfang April folgt ein weiteres Update zum E-Fahrzeug, welches uns aufzuzeigen vermag wohin Polestars Reise führen wird. Aus Sicht des Unternehmens ist das Fahrzeug nicht nur die Versinnbildlichung der eigenen Zukunft, sondern greift auch drei wichtige Kernpunkte der schwedischen Marke auf: Nachhaltigkeit, digitale Technologie und Design.

Nachhaltigkeit, digitale Technologie und Design im Fokus

Polestar CEO Thomas Ingenlath ließ in Göteborg, Schweden, einen detaillierten Blick auf den Precept – live und in Farbe – zu und gab Polestars Gedanken dahinter  zu verstehen. Das Video ist am Ende des Artikels eingebunden. Auf den Namen „Precept“ hat man sich verständigt, da er die Bedeutung des Autos in der Ausrichtung der zeitgenössischen Elektro-Performance-Marke zu unterstreichen vermag. „Precept“, zu Deutsch Grundsatz oder Vorgabe, ist ein Manifest der Zukunft; eine deutliche Absichtserklärung. Rein optisch fügt er sich nahtlos in die Werte der Marke ein und zeigt auf was Polestar unter “Pure, Progressive, Performance.” versteht.

„Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, ist, wie wird die Zukunft von Polestar aussehen? Aber natürlich können wir nicht zu viel über unsere zukünftigen Modelle verraten. Precept dagegen gibt einen Ausblick darauf, in welche Richtung wir uns bewegen: Unser einzigartiges Design, unsere Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit sowie das großartige digitale Nutzererlebnis, die in unseren zukünftigen Autos maßgeblich einfließen werden. Precept steht für unsere Zukunft, und nicht für einen unerfüllbaren Traum oder einen Teil eines Science-Fiction-Films. Es ist unsere Zukunft, die Realität wird.“ – Thomas Ingenlath, CEO von Polestar

Nachhaltigkeit und deren Bedeutung für Polestar

Mit dem Precept von Polestar zeigt die Marke auf, dass man einen nachhaltigen Ansatz verfolgt, welcher sich wie ein roter Faden durch das Fahrzeug zieht. “Um wirklich nachhaltig zu sein, müssen wir jedes Element in unseren Autos bewerten”, so Thomas Ingenlath, CEO von Polestar, in einer Mitte Februar veröffentlichten Pressemitteilung. Bereits damals gab Ingenlath einen Blick auf die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens frei.

Am Precept wird ersichtlich, dass man, gemeinsam mit Bcomp, an der Integration eines natürlichen, aus Flachs hergestellten Verbundwerkstoffs, der bereits in anderen Branchen als Ersatz für Neukunststoffe verwendet wird, arbeitet. Dieses soll zu einem dazu beitragen, dass das Gewicht im Bereich der Innenraumverkleidung stark reduziert wird. Zum anderem trägt es zu einem Ersparnis des Verschnitts von Kunststoffen um bis zu 80 % bei und ist daher ressourcenschonend.

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Die geschützte powerRibs™ Technologie von Bcomp ist Blattadern nachempfunden und bietet verlässliche Robustheit bei geringem Gewicht. Bei den Sitzen des Konzeptfahrzeugs setzt Polestar auf Materialien, welche aus recycelten PET-Flaschen mit einem einzigen Faden im 3D Verfahren gestrickt werden. Quasi, maßgefertigt, ohne unnötig überschüssiges Material zu vergeuden. Ein ähnliches Material kommt im Dachhimmel zum Einsatz. Die ECONYL®-Teppiche werden aus Nylon 6 gewebt, das aus recycelten Fischernetzen gewonnen wird. Nicht mehr verwertbare Produkte aus der Weinindustrie wie recycelter Kork werden in Korkvinyl für Sitzpolster und Kopfstützen verarbeitet.

Polestar Precept als Vorreiter bei Digitaler Technologie

Bekanntermaßen wartet der Polestar 2 mit dem mit Spannung erwarteten Infotainmentsystem powered by Android Automotive OS auf. Hierbei handelt es sich, um eine Premiere für jedes Fahrzeug. Diese Lösung bietet das beste digitale Erlebnis im Auto mit dem Google Assistant, Google Maps und dem Google Play Store2 und verspricht ein wirklich nahtloses digitales Erlebnis, so Polestar selbst über das System.

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Eine Weiterentwicklung des Android-basierten Infotainmentsystems, dass bereits im Polestar 2 eingesetzt wird, soll dann auch im Precept und somit künftigen E-Autos des Unternehmens zum Einsatz kommen. Highlights sind dabei, dass das 15-Zoll große Interface den Fahrer erkennt, sobald dieser sich nähert. Dabei werden Einstellungen und persönliche Inhalte dank des Polestar Digital Key automatisch übernommen.

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Wenn das Auto geparkt oder geladen wird, sind zukünftig Video-Streaming-Dienste verfügbar, um sich die Zeit zu vertreiben. Möchte man umschalten, oder etwas anderes angezeigt bekommen, profitiert man davon, dass Näherungssensoren die Anzeige auf dem Bildschirm anpassen, je nachdem, wo die Hand des Benutzers sich befindet. Die Display-Helligkeit und der Bildschirminhalt verändern sich je nach Bewegung und dem situativen Bedarf an Informationen. Das horizontale 9-Zoll-Fahrerdisplay zeigt wichtige Informationen an und wird durch die Eye-Tracking-Funktion abgerundet.

Schlicht und dennoch ausdrucksstarkes Design

Eine schlichte und doch ausdrucksstarke Oberflächengestaltung und aerodynamische Effizienz hierdurch zeichnet sich Polestar aus. Der Precept sei der Beweis dafür, wie avantgardistisches Design und perfekte Proportionen eine neue Ästhetik für das Elektrozeitalter schaffen können. Bei der Weiterentwicklung der eigenen Designsprache hat man darauf geachtet sich von bisherigen Referenzen der Automobilbranche zu lösen.

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Aerodynamik spielt für den Precept eine entscheidende Rolle. Auch, um die eigene Reichweite zu erhöhen. So verbessert beispielsweise der in die Motorhaube integrierte Frontflügel die Aerodynamik über die gesamte Karosserie durch Verringerung der Verwirbelung. Des Weiteren lassen die Luftkanäle hinter den Vorderrädern die Luft aus den Radkästen austreten und tragen so zu einer flächenförmigen Luftströmung an den Seiten des Fahrzeuges bei. Selbst die 22-Zoll großen Räder sind mit entsprechenden aerodynamischen Einsätzen versehen.

Beim Precept setzt Polestar auf die sogenannte SmartZone. Diese ersetzt den traditionellen Frontgrill durch Elemente, die für die Fahrerunterstützung erforderlich sind, wie z.B. Lang- und Mittelstreckenradar- Sensorik, Ultraschallsensoren und eine hochauflösende Weitwinkelkamera – eine ideale Platzierung dieser Technologie im digitalen Zeitalter. Zusätzliche SmartZones auf beiden Seiten des Fahrzeugs verfügen über weitere Fahrassistenzsensoren. Auf dem Glasdach ist zudem ein LIDAR-Pod montiert, welcher optimale Sicht zur Verbesserung der Fahrassistenzsysteme ermöglicht.

Bei den verwendeten Materialien wird schnell klar, der Precept von Polestar will sich von Stereotypen wie Chrom, Leder und Holz weiter entfernen. Stattdessen überzeugt das E-Auto durch ein auffälliges Spiel zwischen hochglänzenden und matten Oberflächen. Front-, Seiten- und Hecklinien greifen die natürlichen Bcomp Verbundsmaterialien in der Innenverkleidung auf. Besonderer Blickfang sind sicherlich die LED-Seitenmarkierungen an den C-Säulen, welche den Ladestatus anzeigen.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 07. April 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Schade dass Polestar nur Visionen hat aber keine realen Antworten auf meine Fragen als Polestar 2 Vorbesteller der ersten Stunde (März 2019).
Es ist doch legitim nach der Batterie – Gewährleistung, Leergewicht, Höchstgeschwindigkeit, Servicepartner, Serviceintervall, Wärmepumpe, Versicherungsklassen etc. vor einer festen Bestellung zu fragen oder nicht?
Es kommt seit zwei Wochen keine Antwort.
Meine finale Bestellung kommt somit auch nicht!

Wieso kann so ein Fahrzeug nicht von Audi, BMW oder Daimler kommen? Da gibt es nur altbackene Hässlichkeiten auf dem technischen Niveau von Vorgestern, die noch dazu unbezahlbar sind.

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