Mercedes EQS will Reichweite von Tesla übertrumpfen

Mercedes EQS will Reichweite von Tesla übertrumpfen

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Ende April teilte Mercedes-Produktionschef Jörg Burzer mit, dass der Marktstart für das Elektroauto EQS, ein reiner Stromer der S-Klasse, trotz Corona wie geplant für das kommende Jahr angepeilt ist. Wie der Automobilhersteller nun verraten hat, soll der EQS die Reichweite die des Marktführers übertrumpfen. 700 km rein elektrisch, nach WLTP, wären mit dem EQS zu schaffen. Mit einer Akku-Ladung wohlgemerkt. Teslas Model S „Maximale Reichweite“ wirft derzeit 610 km in die Waagschale.

„Die EQS werden den Maßstab setzen“, sagte Daimler-CEO Ola Kallenius vor den Aktionären des Unternehmens Anfang dieses Monats. „Wenn es um Luxus, Komfort und Sicherheit geht, spielen die EQS in der gleichen Liga wie die S-Klasse.“ Erstmalig gab Mercedes-Benz auf der IAA 2019 einen Ausblick auf ein Konzept eines vollelektrischen Fahrzeugs der Luxusklasse: den Mercedes-Benz EQS frei. Erste Fotos und Skizzen, welche wir vorab veröffentlichen konnten, gaben weitere Einblicke auf das Konzeptauto der EQ-Reihe frei. Ein Vergleich zwischen EQS-Elektrolimousine Concept und Vorserien-EQS konnten wir 2020 bereits präsentieren.

Mit den angestrebten 700 km Reichweite nach WLTP-Zyklus wird der EQS das E-Auto mit der größten Reichweite im Daimler-Konzern. Der bereits erhältliche Mercedes EQC bringt es derzeit „nur“ auf 471 km Reichweite. Wohlgemerkt nach NEFZ-Zyklus, der bekanntermaßen schlechter ausfällt als der WLTP-Zyklus in der Realität. Geladen wird, bei einer angenommenen Ladeleistung von 350 kW, auf 80 Prozent in deutlich weniger als 20 Minuten. Ob dies dann tatsächlich auch so in Serie kommt, steht noch aus.

Aufgebaut wird das E-Fahrzeug auf Basis der skalierbaren Elektrofahrzeugarchitektur (EVA) von Daimler. Als erstes Modell auf Basis der neuen Skateboard-Plattform kann sich das E-Auto die Flexibilität dieser Plattform zu nutze machen. So seien unterschiedliche Varianten eines E-Autos möglich – unter anderem sei eine AMG-Variante in Planung.

Quelle: AutomotiveNewsEurope – Mercedes promises EQS will have Tesla-topping range

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30 Antworten

  1. „Geladen wird, bei einer angenommenen Ladeleistung von 350 kW, auf 80 Prozent in deutlich weniger als 20 Minuten. Ob dies dann tatsächlich auch so in Serie kommt, steht noch aus.“

    Dazu gibt es nur die Pressemeldung zur Vision EQS oder ?

  2. Wenn ich mein Tesla Model 3 auf 100% lade ( sehr seltene Ausnahme ) dann fahre ich mit 500km loss. Durch vorausschauendes Fahren und richtiges Regenerated Breaking erreiche ich regelmässig bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 110-120 km/h eine Reichweite von 550km+.
    Dann bin ich aber sicher schon so lange gefahren, dass ich eine Mittagspause von 1h mache ( Sicherheit und Gesundheit ). Das würde ich übrigen auch mit jedem anderen Auto machen. In dieser Zeit lade ich an einem SuC zu 100%, habe gut gegessen und bin ausgeruht für die nächsten 500km.
    Eine Ladeleistung von 350kW und mehr ist überhaupt nicht nötig. Das wird hoffentlich denjenigen der dort lädt deutlich mehr kosten als an einem 125-250kW SuC. Spass soll auch seinen Preis haben.

    Tesla hat ausserdem fast flächendeckend in ganz West und Osteuropa ein SuC Netzwerk. Das ist mir sehr viel wichtiger als auf ein paar wenigen Hauptachsen in Deutschland hyperschnelle Ladestationen.

    Trotzdem ist Mercedes zu danken, dass sie endlich mal etwas für das Klima tun mit Autos und Ladeinfrastruktur. Thumps-Up.

    1. Ich handhabe das ähnlich, habe zwar nur einen Ioniq, mache aber auf langen Strecken alle 175 km eine Pause von ca. 25 Minuten.
      Dennoch finde ich dass eine hohe Ladeleistung wichtig wird um Ladestationen verfügbar zu halten.
      Wenn man an einer Tankstelle wie gewohnt ran fährt und nach 5 Minuten weiter ist ist das ein großer Vorteil zur Umsetzung der E-Mobilität.
      Natürlich nicht für jeden Ladepunkt solche Leistungen, zu Hause reicht ja das bisherige.
      Ich denke die Masse kann eben nicht zu Hause Laden und muss das unterwegs tun da eben doch zu Viele das Fhz geschäftlich brauchen.

      Ich könnte mir auch vorstellen dass es in jeder Stadt ein Fahrverbot für Privatwagen gibt und am Ortseingang in jeder Himmelsrichtung ein P&R Parkplatz ist an dem alle 2 Minuten ein Autonom fahrendes Vehikel eintrifft und die Menschen in die Stadt bringt…..

      es bleibt spannend…

      1. Muss ich Ihnen recht geben. Besonders mit dem P&R Parkplätzen.
        Die Millenial Generation wird Forderungen nach Autofreien Städten stellen. Auch autonom. fahren wird da im Verbund möglich sein.
        So wie heute, wird es die kommenden 10 Jahre nicht mehr überall bleiben und das ist auch gut so.
        Die richtige Mobilität effizient zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen wird eine zentrale Aufgabe sein, die Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung schaft. Ein pragmatischer nicht hochkomplexer Weg wäre dabei wünschenswert.

    2. Wenn wir unseren Kona auf 10% Akku runterfahren würden, wären das gut 400 km Strecke. Und selbst wenn man dann einen Durchschnitt von 100 km/h hin bekommt (was selbst in Deutschland eher sportlich ist angesichts der häufigen Baustellen), dann ist nach 4 Stunden Fahrzeit mit einem Fahrerwechsel sowie eine Pause angezeigt. So lernt man das jedenfalls in der Fahrschule. Inzwischen ist der limitierende Faktor nicht mehr die Technik, sondern der Mensch. Und eine Pause tut nicht nur einem selbst gut, sondern dient auch der Verkehrssicherheit. Also lieber reisen statt rasen. By the way: Der Kona hat WLTP 449 km. Bei mir in der Praxis incl. Winter durchschnittlich 479 km Reichweite. Im Sommer generell 500 km+. Bisher 13.2 kWh / 100 km nach 15’000 km.

  3. Die Zielgruppe (60+) braucht so viel Reichweite, weil sie nur dann beim wöchentlichen Wagenwaschen den Wagen nachladen müssen. Ist halt alte Gewohnheit. *ironie aus*

    1. Nein, nicht nur die (auch wenn das den Horizont mancher Menschen übersteigt).

      Es gibt Leute wie mich, die beruflich an die 50.000 km im Jahr fahren. Meist Strecken von mehreren 100 Kilometern ohne Möglichkeit am Zielort vernünftig zu laden. Tesla S würde das theoretisch schaffen, ist aber viel zu teuer und ich müsste mit 120 herum gurken.

      Auch wenn ich gern ein E-Auto hätte, ich muss beim Diesel bleiben bis die E-Autos deutlich über 500 km Reichweite bei Autobahngeschwindigkeit bieten und die Hälfte der Modell S Long Range kosten. Mit dem Diesel fahr ich gut 1.200 km bis zum nächsten Tankstopp, bei Geschwindigkeiten die zwischen 130-180+ pendeln.

      1. Das glaube ich ihnen gerne, aber solche Jobs sind in der Minderzahl. Ich bin früher auch über 60.000 km im Jahr gefahren, und wenn das heute notwendig wäre, könnte man sich auch einen Diesel leihen für weite Strecken.
        Bahn, Homeoffice, Taxi…das wären Alternativen, welche aber die meisten oftmals schon berenteten Benz-Käufer nicht oder nur selten brauchen.

  4. Soll der Mercedes für den Massenmarkt sein, oder nur für die wenigen Betuchten? Interessant wäre der Preis, der würde alles weitere erklären.

  5. Leider wie gewohnt alles nichts als Ankündigungen. Reichweitenangaben nach NEFZ sind sowieso überholt und gehören ins Reich der reinen Phantasie. Der EQS enttäuscht, schon lange bevor er auf die Strasse kommt. Es braucht nicht noch ein superteures Luxus BEV mehr auf dem Markt. MB würde sich besser tun einen echten Konkurrenten zum VW ID.3 oder Tesla Model 3 zu bringen.

  6. Ich glaube, die Reichweitendiskussion läuft manchmal an der Realität vorbei:
    – Auf langen Urlaubsfahrten machen wir nicht an Autobahnraststätten oder Autohöfen Essenspause, sondern an netten, kleinen Landgasthöfen ein paar Kilometer abseits der Autobahn.
    – Teile der Strecke fahren wir gar nicht Autobahn, sondern genießen die Landschaft jenseits der Betontrassen.
    – Wir machen Pausen, wenn wir es für sinnvoll halten, nicht wenn der Hinweis im Display kommt „Brauchen Sie eine Kaffeepause?“ oder eine Batterie ihren Durst anmeldet.
    Mit unserem Prius PHV geht das alles hervorragend. Am Ziel und bei Übernachtung zwischendurch kommt er an die Steckdose. Die Tagesausflüge und Besichtigungen vom Zielort aus dann größtenteils sowieso elektrisch absolviert.

    1. Ist bei uns sehr ähnlich.
      Meine Frau und ich sind ebenfalls überzeugte PHEV-Fahrer und werden es auch bleiben. Denn wir wollen uns keine Ladestopps alle 400 o. 500 Kilometer „diktieren“ lassen und diese Pausenstopps schon gar nicht an der Autobahn oder anderen Schnellladestationen zubringen.
      Mit einer Mischung aus viel (elektrischem) Kurzstreckenverkehr, aber auch durchaus vielen Langstrecken, kommt unser Prius Plug-in auf 2,9 Liter auf 100 km, dies als Durchschnitt über bisher 50.000 km Fahrstrecke.
      Wir freuen uns auf die künftigen Plug-in-Hybriden mit 80-100 km elektrischer Reichweite.

    2. „Auf langen Urlaubsfahrten machen wir nicht an Autobahnraststätten oder Autohöfen Essenspause …“: müssen Sie auch nicht oder immer weniger. Denn jeder Landgasthof hat ebenfalls Strom und es gibt eine wachsende Anzahl in ganz Europa auf http://www.chargehotels.com/ ( aktuell=5703 hotels/restaurants ) und erst noch gratis, denn Sie wollen ja etwas konsmieren.
      z.B. das Bierhäusle bei Freiburg im Breisgau oder Hotel / Restaurant La Fauceille in Perpignan (F) oder Hotel/Restaurant Bernerhof in Gstaad (CH) oder … .
      Das geniale ist noch, sie können diese Lokation sogar über diese Website buchen 🙂

      „Teile der Strecke fahren wir gar nicht Autobahn, sondern …“: mache ich oft auch genauso, da meine Ferien auch schon mit der Hinfahrt beginnen.

      „Wir machen Pausen, wenn wir es für sinnvoll halten, nicht wenn der Hinweis im Display…“: mache ich ebenfalls genauso. Mein Model 3 zeigt mir nur die SuC, DeC in der Umgebung an und diejenigen, die auf meiner Route liegen. Das geniale ist noch, all diese Lokationen beherzigen von sich aus schon eine grössere Nachhaltigkeit als andere. Und das wollen wir doch genau, da wir ja auch nachhaltiger mobil sein wollen.

      Falls ich doch einmal eine Lokation, so abseits finden sollte, die noch nicht mit Ladestationen ( wohlverstanden AC und nicht fastcharging ) ausgerüstet ist, lade ich den Restaurantbesitzer oder Hotelier gerne zu einer Probefahrt ein und / oder erkläre ihm, dass seine Lokation massgeblich an Attraktion gewinnen würde, wenn er eine Investition machen würde. Manchmal klappt das auch ganz gut.

      Sehen Sie, Elektromobilität ist nicht einfach nur ein Selbstläufer, bei dem irgend jemand irgend wann einmal da ist, den Schalter anknippst und dann wurde es Licht. Jeder von uns kann sehr viel mehr tun und vor Allem jede Steckdose, die bei einem Hotel/Restaurant entsteht bleibt auch dort und ist für alle gleichdenkenden schon vorhanden. Also ein Nachhaltigkeitsgedanke.

      Ich fahre seit 9 Jahren Elektroauto und zwar genau so wie Sie Ihre Ferien auch geniessen, leider nur mit einem PHEV halt mit einem BEV. Obwohl scheinbar zufrieden, vielleicht ist Ihr nächstes Auto dann doch ein 100% Elektro ? Ein Versuch ist es doch wert.

  7. Neben der Reichweite sollte auch die Technologie und Wertstoffen der Batterie berücksichtigt werden. Vor allem der Verbrauch. Einfach nur einen Akku mit großer Kapazität zu nehmen und nicht auf die Details zu schauen ist zu einseitig.
    Frage an die Autofahrer mit 50.000 km/a: gibt es dafür tatsächlich keine Alternative als den Diesel? Ich kenne Menschen die viele Kilometer im Jahr zurücklegen, dafür aber kein Auto mit Diesel oder Bezin benötigen. Was machen diese falsch?
    Ist Ihnen klar welchen Schaden Sie anrichten?

  8. Der EQC wurde mit 19,7 kWh/100 km mit seinem Akku mit 80 kWh angekündigt. Bis zu bis zu 471 Kilometer Reichweite nach NEFZ wurden angekündigt. Die Reichweite im ADAC Test: 335 Kilometer. Von den versprochenen 471 Kilometer Reichweite, die Mercedes angibt, bleibt im Alltag allerdings nicht so viel übrig. 335 Kilometer Fahrstrecke mit einer Akkuladung sind durchschnittlich möglich, wurde von den Ingenieuren im ADAC Ecotest ermittelt. Der Energieverbrauch inklusive der Ladeverluste beträgt hohe 27,6 kWh pro 100 Kilometer. Der Verbrauch inklusive Ladeverluste liegt innerorts bei etwa 23, außerorts bei knapp 29 und auf der Autobahn bei über 30 kWh pro 100 Kilometer. Fazit der Tester: Der Mercedes EQC gehört damit zu den wenig effizienten Elektroautos.
    Nun … wenn 700 km drin sein sollen, dann nehmen wir doch mal zu Gunsten des EQS 20 kWh/100 km als Realverbrauch an. Nach Adam Riese und Eva Zwerg wäre dann mit einem 140 kWh Akku zu rechnen. Wäre es weniger, dann entsprechend kleiner. Wäre es mehr … na ja. Irgendeine Aussage wird dann wohl spätestens in der Praxis revidiert werden müssen. Good luck!

  9. Sich mit Tesla zu vergleichen bez. der Reichweite…heißt Äpfel mit Pflaumen zu vergleichen. Die genannte Leistung des Model S wird seit vielen Jahren geliefert…als Tesla Model S auf den Markt brachte, hat Mercedes (E-Mobilität) noch im tiefen Steinzeitalter gelebt. Nun ein „Reichweitenrekord“ aufzustellen, zu signalisieren, frei nach dem Motto
    “ Hurra, wir sind besser als Tesla“,
    ist einfach nur oberflächlich. Den massiven Rückstand von Mercedes im Bereich der E- Mobilität jedenfalls kann die neue Reichweite, wenn Sie überhaupt so hoch ist, nicht leugen.
    Für mich ist klar wer in dem Vergleich der Marken der Apfel und wer die Pflaume ist.

  10. Ja, ja, wäre Mercedes damals besser komplett bei Tesla eingestiegen, die haben während der Bankenkrise einen zweistelligen Millionenbetrag an Tesla überwiesen um den Smart zu elektrifizieren. Zu der Zeit lag Tesla fast am Boden. Bei einer Kooperation hätte jetzt Mercedes einen riesigen Vorsprung, und Tesla hätte weniger Qualitätsprobleme davon bin ich überzeugt. Wer sich ein Model S anschaut, erkennt viele verbaute Teile von Mercedes. Und nochmal an die, die 1200km am Stück fahren wollen, es wird in ein paar Jahren auch elektrisch möglich sein. Ich darf mich hier nochmal wiederholen: Es hat keiner damit gerechnet, dass die LED (Leuchtdiode) einmal alles aus.- bzw. beleuchtet, ich will damit sagen der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, hohe Reichweiten, kürzere Ladezeiten, niedrigere Preise… werden kommen.
    Der E-Techniker (E-Smart für die Stadt, Tesla Model S für die Strecke)

  11. Was Mercedes hier vergisst ist, bis sie ihr Auto auf der Straße haben, kommt Tesla zu 100% mit einem neuen Model S und X daher.
    Glauben Sie das die sich ausruhen und abwarten bis Mercedes mal in die Gänge kommt.

  12. Wo führt denn der Reichweiten-Hype noch hin??? Wer ein solches Auto kauft, der stellt es in eine Garage (beheizt, gefliest und mit Champagner-Bar) und nicht auf einen Parkplatz an der Strasse. Da hat er aber keinen Schnelllader mit 350 kW oder ähnliches. Diese übergroße Batterie kann er in einer vernünftigen Zeit in der Garage nie volladen. Also muss er so wie früher zur (E)-Tankstelle. Aber wo ist die? Wieviel Zeit und Kilometer muss er dann vergeuden? Ich glaube nicht, dass es in absehbarer Zeit an jeder Ecke bzw. Tankstelle Schnelllader geben wird. Das ist doch alles Quatsch! Die Autoindustrie muss endlich ein Downsizing der Autoentwicklung beginnen. Das muss ja nicht heißen, dass alle E-Autofahrer mit Kleinstwagen herum gurken. E-Autos müssen bezahlbar, alltagstauglich mit Reichweiten von etwa 400km sein. Jeder Schnickschnack, der nur Gewicht und Geld kostet, sollte vermieden werden.

    1. „Jeder Schnickschnack, der nur Gewicht und Geld kostet, sollte vermieden werden.“ Bin ich ganz bei Ihnen. Tesla Model 3 hat z.B. eine vegane Innenaustattung.

      „Diese übergroße Batterie kann er in einer vernünftigen Zeit in der Garage nie volladen“: Wer sagt, dass ein Elektroauto voll geladen werden muss ? Ich lade stets ( wenige Aussnahmen gibt es sicher auch ) von 10% höchstens auf 80% ! also bei mir also ca. 52kWh = < 5h an 11kW über Nacht oder im Office, Hotel etc. Wo ist das Problem. Vollladungen sind ein Überbleibsel aus der Verbrennerzeit und dem 20 Jahrhundert.

      "Also muss er so wie früher zur (E)-Tankstelle. Aber wo ist die?": ich habe noch keine "(E)-Tankstelle" gesehen, höchstens Ladestationen. Bei mir zu Hause, im Office, beim Restaurant/Hotel, beim Einkaufszentrum, in der Parkgarage usw. usf. Das sind für mich 10 Sekunden Ladungen. Hinfahren, 5sek. einstecken, arbeiten oder das Leben geniessen, 5 sek. ausstecken, wegfahren.

  13. Wow , da gabs interessante Erfahrungsberichte. Stellt die Ladeverluste nicht so gross und wichtig raus. Die machen in der Regel nicht mehr als 2 % aus, vor allem durch den Wärmeverlust bedingt.. Kann jeder messen zu Hause ,Zwischenstecker zwischen der Steckdose. Einen Akku soll man möglichst voll laden sonst hat man die Reichweite nicht. Aber Gift ist den immer wieder nachzuladen bei Kurzstrecken. Leerfahren und dann laden, damit spart man Ladezyklen. Tja, Markus wenn das bei allen so einfach wäre zum Laden, wie bei Tesla. Dass die gesamte Ladeinfrastruktur für EV s immer noch ein Flickteppich ist und zwar überall, sogar in Norwegen, muss hier auch gesagt sein. Auf die Verbesserungen wird hier verzichtet. Den Beweis liefern hier die zufriedenen PHEV Fahrer. Die laden zu Hause am günstigsten. Sie geben auch die möglichen, unverfälschten Verbräuche ehrlich an.

    1. Genau das Gegenteil ist der Fall. Für Lithium-Ionen Zellen sind drei Sachen besonders schädlich:
      1. Hohe Ströme (= schnelle Ladung/Entladung)
      2. Ladezustände nahe bei 0% oder 100%, vor allem wenn diese über eine längere Zeit bestehen
      3. Betrieb bei extremen Temperaturen (zu tief oder zu hoch)
      Wenn man seinen Akku zerstören möchte, kann man die drei Punkte auch noch kombinieren.

      Was den Zellen am wenigsten ausmacht sind kleine Ladehübe um 50% SoC herum. Den Akku fünfmal von 40% auf 60% laden schadet ihm deutlich weniger als einmal von 0% auf 100%. Wer lange Freude an seinem EV haben möchte, lädt immer so langsam wie es geht und bleibt am besten im Bereich 20-80%. Auf 100% sollte man (wenn überhaupt) nur kurz vor einer langen Fahrt laden, damit der Akku nur möglicht kurz bei 100% ist.

    2. Ja klar, ich wünschte mir auch, dass es keinen Flickenteppich gäbe , der übrigens weltweit vorhanden ist und möglicherweise uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben wird.

      Ich war 2016, in 80 Tagen um die Welt, selber ein gebranntes Kind, als ich wohlverstanden mit einem Tesla Roadster, in Amerika und auch anderswo auf der Welt feststellen musste, dass mein Roadster nicht an jeder von Tesla hergestellten Wallbox mit meinem Spezialadapter laden konnte. Bis mir eben 60 Tage später in der Schweiz ein Hotelier erklärte, dass es bei Tesla 2 Konfigurationen für exakt dieselbe Box gibt, eine für Tesla Model S/X/3/Y und eine für alle restlichen E-Fahrzeuge. Mit anderen Worten, mein von Tesla produzierter Roadster wurde gar nie als Tesla erkannt. Ausserdem habe ich für USA/Kanada einen NEMA14-50 Adapter bauen müssen und den dann erst noch mit einem Spezialkabel versehen, so dass ich in den Caravan Parks ebenfalls mit ca. 45A/220V laden konnte.

      Anderer Fälle: CHAdeMO war und ist auch heute noch DER weltweite Standart für DC Fastcharging. China, Europa und Nordamerika fahren schon wieder ihren eigenen Zug mit GB/T, CCS/Type2, CCS/Type1. Bis heute konnten Europäer und sich Amerikaner nicht zu einen gemeinsamen Querschnitt bei den Glasfaserkabeln einigen, welche die beiden Koninente verbinden. Bis heute fahren Länder die zum Britischen Commonwealth gehören auf der linken Strassenseite und es gibt sogar innerhalb Europas noch Unterschiede in den Spurbreiten des Schienennetzes.

      Wir werden leider leider noch sehr sehr lange an diesem Flickenteppich zu knabbern haben. Dass das für die Elektromobilität nicht hilfreich ist, ist offensichtlich.

      1. Ehrlich gesagt, macht uns manchmal schon das normale Tanken im Ausland „zu schaffen“, da wollen wir uns erst recht nicht mit Elektroladeproblemen auseinandersetzen.
        Beispiele:
        In Italien gibt es viele Tankstellen ohne Personal, also reines Automatentanken. Mal funktioniert dies „ungewohnt“, mal akzeptiert es ausländische Kreditkarten nicht, mal ist „Säule tot“ – alles schon erlebt.
        Oder: Automatentanksäule gibt kein Wechselgeld oder gibt wegen leerer Papierrolle keine Quittung (öfters der Fall).
        Oder: In Alaska plötzlich Schild „cash only“ an der einsamen Tankstelle mit Tankwart.
        Usw. usf.
        Da loben wir unseren Audi A6 TDI aus 2005 mit 90-Liter-Tank (damals gegen kleinen Aufpreis), der z. B. Italienreise hin und zurück mit einmal Vor-Ort-Tanken ermöglicht.

  14. Wemagst, sag das aber besser keinem Verbrennerfahrer, sonst steigt der nie um. Wir brauchen auswärts Schnellader mit Gleichstrom. Auch wenn man deine frommen Wünsche beim Laden einhalten würde, ewig hält die Batterie doch nicht. Dies war schon bei den herkömmlichen 12 Volt s so. Wenn sie künftig über 200 T machen und mind. 8 Jahre halten sind wir da wo wir hin wollen. Herstellergarantie vorausgesetzt.

  15. Typisch
    ein Deutscher hat für jede Lösung ein Problem.
    Kein Wunder dass wir bei rückwärtsgerichteten Nörglern wie Euch immer weiter zurückfallen.

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