Mercedes EQS will Reichweite von Tesla übertrumpfen

Mercedes EQS will Reichweite von Tesla übertrumpfen

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Ende April teilte Mercedes-Produktionschef Jörg Burzer mit, dass der Marktstart für das Elektroauto EQS, ein reiner Stromer der S-Klasse, trotz Corona wie geplant für das kommende Jahr angepeilt ist. Wie der Automobilhersteller nun verraten hat, soll der EQS die Reichweite die des Marktführers übertrumpfen. 700 km rein elektrisch, nach WLTP, wären mit dem EQS zu schaffen. Mit einer Akku-Ladung wohlgemerkt. Teslas Model S „Maximale Reichweite“ wirft derzeit 610 km in die Waagschale.

„Die EQS werden den Maßstab setzen“, sagte Daimler-CEO Ola Kallenius vor den Aktionären des Unternehmens Anfang dieses Monats. „Wenn es um Luxus, Komfort und Sicherheit geht, spielen die EQS in der gleichen Liga wie die S-Klasse.“ Erstmalig gab Mercedes-Benz auf der IAA 2019 einen Ausblick auf ein Konzept eines vollelektrischen Fahrzeugs der Luxusklasse: den Mercedes-Benz EQS frei. Erste Fotos und Skizzen, welche wir vorab veröffentlichen konnten, gaben weitere Einblicke auf das Konzeptauto der EQ-Reihe frei. Ein Vergleich zwischen EQS-Elektrolimousine Concept und Vorserien-EQS konnten wir 2020 bereits präsentieren.

Mit den angestrebten 700 km Reichweite nach WLTP-Zyklus wird der EQS das E-Auto mit der größten Reichweite im Daimler-Konzern. Der bereits erhältliche Mercedes EQC bringt es derzeit „nur“ auf 471 km Reichweite. Wohlgemerkt nach NEFZ-Zyklus, der bekanntermaßen schlechter ausfällt als der WLTP-Zyklus in der Realität. Geladen wird, bei einer angenommenen Ladeleistung von 350 kW, auf 80 Prozent in deutlich weniger als 20 Minuten. Ob dies dann tatsächlich auch so in Serie kommt, steht noch aus.

Aufgebaut wird das E-Fahrzeug auf Basis der skalierbaren Elektrofahrzeugarchitektur (EVA) von Daimler. Als erstes Modell auf Basis der neuen Skateboard-Plattform kann sich das E-Auto die Flexibilität dieser Plattform zu nutze machen. So seien unterschiedliche Varianten eines E-Autos möglich – unter anderem sei eine AMG-Variante in Planung.

Quelle: AutomotiveNewsEurope – Mercedes promises EQS will have Tesla-topping range

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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„Geladen wird, bei einer angenommenen Ladeleistung von 350 kW, auf 80 Prozent in deutlich weniger als 20 Minuten. Ob dies dann tatsächlich auch so in Serie kommt, steht noch aus.“

Dazu gibt es nur die Pressemeldung zur Vision EQS oder ?

Wenn ich mein Tesla Model 3 auf 100% lade ( sehr seltene Ausnahme ) dann fahre ich mit 500km loss. Durch vorausschauendes Fahren und richtiges Regenerated Breaking erreiche ich regelmässig bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 110-120 km/h eine Reichweite von 550km+.
Dann bin ich aber sicher schon so lange gefahren, dass ich eine Mittagspause von 1h mache ( Sicherheit und Gesundheit ). Das würde ich übrigen auch mit jedem anderen Auto machen. In dieser Zeit lade ich an einem SuC zu 100%, habe gut gegessen und bin ausgeruht für die nächsten 500km.
Eine Ladeleistung von 350kW und mehr ist überhaupt nicht nötig. Das wird hoffentlich denjenigen der dort lädt deutlich mehr kosten als an einem 125-250kW SuC. Spass soll auch seinen Preis haben.

Tesla hat ausserdem fast flächendeckend in ganz West und Osteuropa ein SuC Netzwerk. Das ist mir sehr viel wichtiger als auf ein paar wenigen Hauptachsen in Deutschland hyperschnelle Ladestationen.

Trotzdem ist Mercedes zu danken, dass sie endlich mal etwas für das Klima tun mit Autos und Ladeinfrastruktur. Thumps-Up.

Die Zielgruppe (60+) braucht so viel Reichweite, weil sie nur dann beim wöchentlichen Wagenwaschen den Wagen nachladen müssen. Ist halt alte Gewohnheit. *ironie aus*

Soll der Mercedes für den Massenmarkt sein, oder nur für die wenigen Betuchten? Interessant wäre der Preis, der würde alles weitere erklären.

Leider wie gewohnt alles nichts als Ankündigungen. Reichweitenangaben nach NEFZ sind sowieso überholt und gehören ins Reich der reinen Phantasie. Der EQS enttäuscht, schon lange bevor er auf die Strasse kommt. Es braucht nicht noch ein superteures Luxus BEV mehr auf dem Markt. MB würde sich besser tun einen echten Konkurrenten zum VW ID.3 oder Tesla Model 3 zu bringen.

Ich glaube, die Reichweitendiskussion läuft manchmal an der Realität vorbei:
– Auf langen Urlaubsfahrten machen wir nicht an Autobahnraststätten oder Autohöfen Essenspause, sondern an netten, kleinen Landgasthöfen ein paar Kilometer abseits der Autobahn.
– Teile der Strecke fahren wir gar nicht Autobahn, sondern genießen die Landschaft jenseits der Betontrassen.
– Wir machen Pausen, wenn wir es für sinnvoll halten, nicht wenn der Hinweis im Display kommt „Brauchen Sie eine Kaffeepause?“ oder eine Batterie ihren Durst anmeldet.
Mit unserem Prius PHV geht das alles hervorragend. Am Ziel und bei Übernachtung zwischendurch kommt er an die Steckdose. Die Tagesausflüge und Besichtigungen vom Zielort aus dann größtenteils sowieso elektrisch absolviert.

Neben der Reichweite sollte auch die Technologie und Wertstoffen der Batterie berücksichtigt werden. Vor allem der Verbrauch. Einfach nur einen Akku mit großer Kapazität zu nehmen und nicht auf die Details zu schauen ist zu einseitig.
Frage an die Autofahrer mit 50.000 km/a: gibt es dafür tatsächlich keine Alternative als den Diesel? Ich kenne Menschen die viele Kilometer im Jahr zurücklegen, dafür aber kein Auto mit Diesel oder Bezin benötigen. Was machen diese falsch?
Ist Ihnen klar welchen Schaden Sie anrichten?

Der EQC wurde mit 19,7 kWh/100 km mit seinem Akku mit 80 kWh angekündigt. Bis zu bis zu 471 Kilometer Reichweite nach NEFZ wurden angekündigt. Die Reichweite im ADAC Test: 335 Kilometer. Von den versprochenen 471 Kilometer Reichweite, die Mercedes angibt, bleibt im Alltag allerdings nicht so viel übrig. 335 Kilometer Fahrstrecke mit einer Akkuladung sind durchschnittlich möglich, wurde von den Ingenieuren im ADAC Ecotest ermittelt. Der Energieverbrauch inklusive der Ladeverluste beträgt hohe 27,6 kWh pro 100 Kilometer. Der Verbrauch inklusive Ladeverluste liegt innerorts bei etwa 23, außerorts bei knapp 29 und auf der Autobahn bei über 30 kWh pro 100 Kilometer. Fazit der Tester: Der Mercedes EQC gehört damit zu den wenig effizienten Elektroautos.
Nun … wenn 700 km drin sein sollen, dann nehmen wir doch mal zu Gunsten des EQS 20 kWh/100 km als Realverbrauch an. Nach Adam Riese und Eva Zwerg wäre dann mit einem 140 kWh Akku zu rechnen. Wäre es weniger, dann entsprechend kleiner. Wäre es mehr … na ja. Irgendeine Aussage wird dann wohl spätestens in der Praxis revidiert werden müssen. Good luck!

Sich mit Tesla zu vergleichen bez. der Reichweite…heißt Äpfel mit Pflaumen zu vergleichen. Die genannte Leistung des Model S wird seit vielen Jahren geliefert…als Tesla Model S auf den Markt brachte, hat Mercedes (E-Mobilität) noch im tiefen Steinzeitalter gelebt. Nun ein „Reichweitenrekord“ aufzustellen, zu signalisieren, frei nach dem Motto
“ Hurra, wir sind besser als Tesla“,
ist einfach nur oberflächlich. Den massiven Rückstand von Mercedes im Bereich der E- Mobilität jedenfalls kann die neue Reichweite, wenn Sie überhaupt so hoch ist, nicht leugen.
Für mich ist klar wer in dem Vergleich der Marken der Apfel und wer die Pflaume ist.

Ja, ja, wäre Mercedes damals besser komplett bei Tesla eingestiegen, die haben während der Bankenkrise einen zweistelligen Millionenbetrag an Tesla überwiesen um den Smart zu elektrifizieren. Zu der Zeit lag Tesla fast am Boden. Bei einer Kooperation hätte jetzt Mercedes einen riesigen Vorsprung, und Tesla hätte weniger Qualitätsprobleme davon bin ich überzeugt. Wer sich ein Model S anschaut, erkennt viele verbaute Teile von Mercedes. Und nochmal an die, die 1200km am Stück fahren wollen, es wird in ein paar Jahren auch elektrisch möglich sein. Ich darf mich hier nochmal wiederholen: Es hat keiner damit gerechnet, dass die LED (Leuchtdiode) einmal alles aus.- bzw. beleuchtet, ich will damit sagen der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, hohe Reichweiten, kürzere Ladezeiten, niedrigere Preise… werden kommen.
Der E-Techniker (E-Smart für die Stadt, Tesla Model S für die Strecke)

Was Mercedes hier vergisst ist, bis sie ihr Auto auf der Straße haben, kommt Tesla zu 100% mit einem neuen Model S und X daher.
Glauben Sie das die sich ausruhen und abwarten bis Mercedes mal in die Gänge kommt.

Wo führt denn der Reichweiten-Hype noch hin??? Wer ein solches Auto kauft, der stellt es in eine Garage (beheizt, gefliest und mit Champagner-Bar) und nicht auf einen Parkplatz an der Strasse. Da hat er aber keinen Schnelllader mit 350 kW oder ähnliches. Diese übergroße Batterie kann er in einer vernünftigen Zeit in der Garage nie volladen. Also muss er so wie früher zur (E)-Tankstelle. Aber wo ist die? Wieviel Zeit und Kilometer muss er dann vergeuden? Ich glaube nicht, dass es in absehbarer Zeit an jeder Ecke bzw. Tankstelle Schnelllader geben wird. Das ist doch alles Quatsch! Die Autoindustrie muss endlich ein Downsizing der Autoentwicklung beginnen. Das muss ja nicht heißen, dass alle E-Autofahrer mit Kleinstwagen herum gurken. E-Autos müssen bezahlbar, alltagstauglich mit Reichweiten von etwa 400km sein. Jeder Schnickschnack, der nur Gewicht und Geld kostet, sollte vermieden werden.

Wow , da gabs interessante Erfahrungsberichte. Stellt die Ladeverluste nicht so gross und wichtig raus. Die machen in der Regel nicht mehr als 2 % aus, vor allem durch den Wärmeverlust bedingt.. Kann jeder messen zu Hause ,Zwischenstecker zwischen der Steckdose. Einen Akku soll man möglichst voll laden sonst hat man die Reichweite nicht. Aber Gift ist den immer wieder nachzuladen bei Kurzstrecken. Leerfahren und dann laden, damit spart man Ladezyklen. Tja, Markus wenn das bei allen so einfach wäre zum Laden, wie bei Tesla. Dass die gesamte Ladeinfrastruktur für EV s immer noch ein Flickteppich ist und zwar überall, sogar in Norwegen, muss hier auch gesagt sein. Auf die Verbesserungen wird hier verzichtet. Den Beweis liefern hier die zufriedenen PHEV Fahrer. Die laden zu Hause am günstigsten. Sie geben auch die möglichen, unverfälschten Verbräuche ehrlich an.

Wemagst, sag das aber besser keinem Verbrennerfahrer, sonst steigt der nie um. Wir brauchen auswärts Schnellader mit Gleichstrom. Auch wenn man deine frommen Wünsche beim Laden einhalten würde, ewig hält die Batterie doch nicht. Dies war schon bei den herkömmlichen 12 Volt s so. Wenn sie künftig über 200 T machen und mind. 8 Jahre halten sind wir da wo wir hin wollen. Herstellergarantie vorausgesetzt.

Typisch
ein Deutscher hat für jede Lösung ein Problem.
Kein Wunder dass wir bei rückwärtsgerichteten Nörglern wie Euch immer weiter zurückfallen.

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