Geprüfte Nachhaltigkeit: Neuer Mercedes EQS hat Umweltaudit bestanden

Geprüfte Nachhaltigkeit: Neuer Mercedes EQS hat Umweltaudit bestanden

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Von der Herstellung der Rohstoffe über die Produktion und den Fahrbetrieb bis zum Recycling am Ende des Autolebens: Alle umweltrelevanten Aspekte eines Fahrzeugmodells untersucht Mercedes‑Benz mit einer Ökobilanz. Unabhängige Gutachter prüfen diese umfangreiche Dokumentation. Als erstes Modell, das auf der elektrischen Architektur für große Fahrzeuge basiert, habe jetzt der EQS 450+ nach eigenen Angaben das Validierungsaudit bestanden.

Der sogenannte 360-Grad-Umweltcheck biete ausführliche Informationen zu den Themen Verbrauch, Emissionen und Ökobilanz sowie zum Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und Rezyklaten. Hier lässt er sich als pdf-Datei herunterladen. Die Produktion der Hochvoltbatterie und die externen Ladevorgänge im Fahrbetrieb sind wichtige Faktoren, wenn es um die Ökobilanz eines Elektroautos geht. Bei seinen Modellrechnungen geht Mercedes-Benz dabei von zwei unterschiedlichen Voraussetzungen aus: Im Szenario EU-Strom-Mix sei der europäische Strom-Mix für das Laden der Hochvoltbatterie berücksichtigt. Im regenerativen Szenario hingegen komme bei der Fertigung der Batteriezellen und für die Ladevorgänge in der Nutzungsphase erneuerbar erzeugte Energie zum Einsatz. Beiden Szenarien liege beim EQS eine Laufleistung von 300.000 Kilometern zugrunde.

Mercedes möchte CO2-Rucksack bereits bei der Produktion verringern

Über 80 Kilogramm wiegen laut Mercedes-Benz die Bauteile des EQS, die anteilig aus ressourcenschonenden Materialien (Rezyklate und nachwachsende Rohstoffe) hergestellt sein sollen. Mit seinem cw-Wert ab 0,20 sei der EQS aktuell das aerodynamischste Serienautomobil der Welt. Gegenüber einem aerodynamisch guten Elektroauto (cW-Wert 0,23) bringe das einen Vorteil bei der Reichweite von vier (WLTP-Zyklus) bis fünf Prozent (Mercedes-Messung auf der Langstrecke). Und auch bei der Produktion achte Mercedes auf die Umweltfreundlkichkeit. So trage das Dach der Factory 56, Produktionsstätte des EQS, 12.000 Photovoltaik-Module. Diese haben eine maximale Leistung von rund 5.000 kWp und können damit im Jahresdurchschnitt rund 30 Prozent des Energiebedarfs der Fabrik decken. Insgesamt werde in der Factory 56 der benötigte Energiebedarf im Vergleich zu anderen Montagehallen von Mercedes-Benz um 25 Prozent verringert. Bei den Bodenbelägen wurde ein neues Garn aus regeneriertem Nylon verwendet. Eine Tonne dieses Garns (Markenname Econyl) spare über 6,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Neuware. Etwa 40 Prozent der Dachfläche der Factory 56 seien begrünt, im Kopfbau soll zudem erstmals Recycling-Beton zum Einsatz gekommen sein. Im Jahr 2022 werden insgesamt bereits acht Mercedes-EQ-Elektrofahrzeug-Baureihen an sieben Standorten auf drei Kontinenten produziert.

Nach der Nutzung im Auto ist für Batterien ein zweites Leben möglich: Zum Beispiel in einem Energiespeicher der Mercedes-Benz Energy. Gemeinsam mit seinen Partnern habe das Unternehmen schon drei Großspeicher mit insgesamt rund 50 MWh Energie aus automobilen Batteriesystemen an das deutsche Stromnetz gebracht. Der erste 2nd-Life-Batteriespeicher ging bereits im Oktober 2016 im westfälischen Lünen ans Netz, erklärt das Unternehmen.

Weiter geht es mit der Lieferkette: Ein Großteil der Lieferanten, die für rund 90 Prozent des jährlichen Einkaufsvolumens stehen, wollen künftig nur noch CO2-neutral produzierte Teile liefern. Die Bereitschaft dazu haben sie in einem sogenannten „Ambition Letter“ erklärt. Spätestens ab 2039 dürfen somit nur noch Produktionsmaterialien die Werkstore von Mercedes-Benz passieren, die in allen Wertschöpfungsstufen bilanziell CO2-neutral sind. Bereits 2018 habe Mercedes-Benz damit begonnen, Transparenz in den komplexen Kobalt-Lieferketten für die Batteriezellen zu schaffen. Dafür sollen über 183 Betriebe identifiziert und mehr als 60 Audits nach den Leitlinien der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development/Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) durchgeführt worden sein. Die Produktion der hochkomplexen Lithium-Ionen-Batterien im Werk Hedelfingen, Teil des Mercedes-Benz-Standorts Stuttgart-Untertürkheim, erfolge ab diesem Jahr CO2-neutral. Im Rahmen strategischer Partnerschaften habe Mercedes-Benz außerdem den Bezug von CO2-neutral gefertigten Batteriezellen vereinbart, beginnend mit dem EQS.

Außerdem: Seit 2005 veröffentlicht Mercedes-Benz 360-Grad-Umweltchecks als Ergebnis der systematischen Integration von Umweltaspekten in die Produktentwicklung nach ISO-Richtlinie TR 14062. Damit habe das Modell EQS eine besonders günstige Umweltbilanz, bereits ab Werk, so das Unternehmen.

Quellen: Mercedes-Benz – Pressemitteilung

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Protip für Mercedes:

Wie viel CO2 würde man wohl einsparen, wenn man einfach nur die optionale Lederausstattung aller produzieren Fahrzeuge streicht?

Wie viele 100.000 Tonnen CO2 würde es wohl einsparen, wenn Mercedes auch nur ein Jahr früher ganz aus der Produktion von Verbrennergahrzeugen aussteigt?

Greenwashing rettet unser Klima jedenfalls nicht schnell genug ;-)

Wenn ein Hersteller und seine Zulieferer CO2-neutral werden wollen, dann wird meistens nur der Strommix von den Bürger in Richtung dieser Firmen verschoben, unterm Strich nicht viel gewonnen.

Das einzig Positive daran dürften wohl die PV-Anlagen auf den Dächern sein, der Rest ist Marketing.

Neuer Name für Dax-Konzern

Daimler heißt ab jetzt Mercedes-Benz

Nach der Abspaltung der Truck-Sparte konzentriert sich Daimler voll auf das Geschäft mit Pkw und Vans – und bekommt einen neuen Namen. Aus Daimler wird Mercedes-Benz – eine Umbenennung zu einem historisch bedeutsamen Zeitpunkt.

(Quelle: manager-magazin.de – 29.01.2022)

Mercedes-Benz und die anderen Autohersteller sollten sich lieber schneller von den Verbrennern und PHEVs verabschieden, das würde der Umwelt und dem Klima mehr bringen als das CO2-Zertifikate-Geschachere.

„Etwa 40 Prozent der Dachfläche der Factory 56 seien begrünt,“ warum keine PV Module statt schnödem Gras/Kräutern?
„Gemeinsam mit seinen Partnern habe das Unternehmen schon drei Großspeicher mit insgesamt rund 50 MWh Energie aus automobilen Batteriesystemen“
Haben sie schon so viele Batterien verschliessen, ist die Ausbeute so gering oder woher kommen diese Akkus?
ISt Mercedes Benz jest gut, weil sie ein paar E-Autos bauen? Oder sollte man die Gesamtumweltverseuchung mit den Verbrennern betrachten?

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