Ford E-Transit: Transporter der „Mustang Mach-E zu Gewinn verhilft“ vorgestellt

Ford E-Transit: Transporter der "Mustang Mach-E zu Gewinn verhilft" vorgestellt

Copyright Abbildung(en): Ford

Bereits wenige Wochen nach der Enthüllung des Elektroauto Mustang Mach-E wurde bekannt, dass dieser „ab dem ersten Fahrzeug Gewinne erzielen“ werde, so Ford-Chef Jim Hackett in einem Interview mit Bloomberg. Ausschlaggebend sei hierbei die gemeinsame Nutzung der Batteriezellen im Mach-E, als auch im Ford E-Transit. Denn dies führt zur Batteriezellenproduktion mit maximaler Kapazität und somit zu geringsten Herstellungskosten. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine weiteren Infos zum Elektro-Transporter. Diese wurden im Rahmen der dieswöchigen Premiere nachgeliefert.

Beim E-Transit von Ford handle es sich um die voll-elektrische Variante des europaweit meistverkauften Transporters im 2-Tonnen-Segment. Der Automobilhersteller gab bei der Premiere zu verstehen, dass der Stromer auf einer kompletten Ford-Eigenentwicklung, mit einer neu konstruierten Hinterachse und einer Heavy-Duty-Einzelradaufhängung, beruhe. Wie man es von E-Autos und -Nutzfahrzeugen gewohnt ist befindet sich der Akku im Unterboden des Fahrzeugs. Im Fall des E-Transit handelt es sich hierbei um einen flüssigkeitsgekühlten 400-Volt-Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 67 Kilowattstunden (kWh). Damit erzielt der E-Transit nach WLTP-Norm eine kombinierte Reichweite von voraussichtlich bis zu 350 Kilometern.

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Der neue E-Transit soll in Europa im Frühjahr 2022 auf den Markt kommen. Für europäische Kunden wird dieser im Ford Otosan-Werk Kocaeli (Türkei) auf einer eigenen Linie gebaut. Im gleichen Werk läuft auch der  Ford Transit Custom Plug-In-Hybrid (PHEV) vom Band. Für nordamerikanische Kunden wird der neue E-Transit in der Assembly Plant in Claycomo in Kansas City (Missouri) gefertigt.

„Ford ist in Nordamerika und in Europa Marktführer im Nutzfahrzeugbereich. Daher ist der Übergang zu Nutzfahrzeugen mit Null-Emissionen, besonders im rasant wachsenden innerstädtischen Lieferverkehr, entscheidend, um unser Ziel zu erreichen, bis zum Jahre 2050 CO2-neutral zu sein. Ford ist bereit, diesen Wandel zu führen, den wir mit dem preisgekrönten Transit Custom Plug-in-Hybrid und dem Transit EcoBlue Hybrid bereits eingeleitet haben. Das ist gut für den Planeten und ein großer Vorteil für Kunden, die sich niedrige Betriebskosten und vernetzte Technologien für ihr Unternehmen wünschen.“ – Jim Farley, Präsident und CEO der Ford Motor Company

In diesem Zusammenhang erinnern wir uns, dass Farley anlässlich seiner offiziellen Ernennung zum neuen CEO des US-Autokonzerns Ford im Oktober 2020 mitteilte, dass insbesondere E-Nutzfahrzeuge künftig eine entscheidende Rolle für Ford spielen. Geht es nach dem CEO von Ford befindet man sich gerade einmal im „ersten Inning der Elektrifizierung, und es wird ein langes Spiel sein, das sich über viele Jahre hinziehen wird.“ Verkauft wird der E-Transit weltweit über, dass mehr als 1.800 starke Ford Nutzfahrzeug-Händler, darunter ein starkes Netzwerk von rund 1.000 europäischen Ford Transit Kompetenz-Zentren.

Noch ein paar Worte zu den technischen Details des Elektro-Nutzfahrzeugs. Dieser mobilisiert eine Leistung von 198 kW (269 PS) und kommt mit einem Drehmoment von 430 Nm daher. Die Kraft wird über die Hinterräder auf die Straße gebracht. Die Batterie-Kapazität von 67 kWh (400 Volt) verhilft dem E-Transit zu einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 350 Kilometern (kombiniert) gemäß WLTP-Fahrzyklus.

Betrieben werden kann der E-Transit von Ford in drei Fahrmodi, diese sind auf seinen elektrischen Antriebsstrang zugeschnitten. So kann man den „Eco“-Mode als Standard setzen und damit entsprechend das Ansprechverhalten und die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs beeinflussen. Daraus ergibt sich dann nicht nur ein Gewinn an Sicherheit, sondern auch eine Energie-Einsparung von acht bis zehn Prozent, was sich zudem vorteilhaft auf die maximale Reichweite auswirkt.

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Als weiteres Feature lässt sich der E-Transit vor Fahrtantritt vortemperieren – also noch während des Ladevorgangs im Stand an der Steckdose heizen oder kühlen. Der Fahrer startet somit mit der vorgewählten Temperatur und mit voller Batterie – eine sinnvolle Funktion zur Maximierung der Reichweite. Der Stromer verfügt sowohl über eine Wechselstrom- als auch über eine Gleichstrom-Ladefunktion. Der Fahrzeug-Onboard-Charger unterstützt 3-phasiges Wechselstromladen (AC) mit bis zu 11,3 kW und kann die Batterie innerhalb von 8,2 Stunden vollständig aufladen. Besonders leistungsfähig ist die Gleichstrom-Schnell-Ladefunktion (DC), deren Ladeleistung von bis zu 115 kW ein Aufladen des Batterie-Packs in rund 34 Minuten von 15 auf 80 Prozent ermöglicht.

Der E-Transit kann aber nicht nur Energie aufnehmen, sondern auch abgeben. Hierzu ist das Elektro-Nutzfahrzeug mit einem On-Board-Generator ausgestattet, der auf die Batterie zugreift und maximal 2,3 kW leistet. Dieses „Pro Power Onboard“ genannte System kann zum Beispiel für die Kühlung der Fracht genutzt werden oder auf der Baustelle für den Betrieb von Geräten und Werkzeugen, für die sonst ein eigenes Strom-Aggregat erforderlich wäre.

„Immer mehr Unternehmen, die Nutzfahrzeuge im Bau- und Servicebereich oder auch Einsatzfahrzeuge wie zum Beispiel Krankenwagen benötigen, entscheiden sich für Ford. Wir möchten unsere Kunden beim Übergang zu emissionsfreien Antrieben unterstützen. Der E-Transit ist eine vernetzte Plattform, mit der unsere Kunden eine höhere Produktivität erzielen können. Der Wert für unsere gewerblichen Kunden wächst mit der Zeit, wenn immer mehr vernetzte Fahrzeuge sich dem Daten-Netzwerk anschließen.“ – Hau Thai-Tang, Chief Product Platform Operations Officer, Ford Motor Company

Die leistungsstarke Batterie des E-Transit befindet sich unter dem Laderaum, so dass sich ein Laderaum-Volumen von bis zu 15,1 Kubikmetern realisieren ließ – dies entspricht dem maximalen Wert des aktuellen Ford Transit Kastenwagen mit Heckantrieb. Beim neuen E-Transit haben die europäischen Kunden die Auswahl aus insgesamt 25 Konfigurations-Möglichkeiten, basierend auf drei Radständen und zwei Dachhöhen – je nach Bedarf als Kastenwagen, als Kastenwagen mit Doppelkabine für bis zu sechs Personen, oder als Fahrgestell (Basisfahrzeug) für maßgeschneiderte Aufbauten.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 12. November 2020

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Die E-Auto-Verhinderer von damals – „Batteriekartell“ – sollte erstmal längerfristig liefern, eher sie Lob verdienen.

„… gründeten „The Big Three“, die drei großen amerikanischen Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler, anfangs der 1990er Jahre das US Auto Battery Consortium (USABC). …, um die Entwicklung der Elektrofahrzeug-Technologie zu verhindern und die Öffentlichkeit gegen die CARB-Gesetzgebung zu beeinflussen.“ (Quelle: Wikipedia)

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