BMW Brilliance feiert Baubeginn eines neuen Werks in Tiexi

Copyright Abbildung(en): BMW AG

BMW Brilliance, das deutsch-chinesische Joint Venture zwischen der BMW Group und Brilliance China Automotive Holdings, hat Anfang April mit der Erweiterung seines Werkes in Tiexi begonnen. In Tiexi wird nun ein neues Werksteil auf dem bestehenden Gelände gebaut, um die Kapazität des Standorts zu verdoppeln. Umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen zielen auch auf das benachbarte Werk in Dadong ab.

Auf einer Fläche von 3,2 Quadratkilometern soll das Erweiterungsprojekt Tiexi mit flexiblen Fertigungsstraßen ausgestattet werden. In Sachen Elektrifizierung geht auch das Joint Venture wie von BMW gewohnt vor: In dem Werk laufen reine Elektroautos, Plug-in-Hybride und herkömmlich angetriebene Fahrzeuge in Mischproduktion vom selben Band.

Das neue Tiexi-Werk wird mit speziellen Werkstätten zum Stanzen, dem Karosseriebau, zum Lackieren und Montieren ausgestattet und schaffe Tausende von Arbeitsplätzen in der Region Shenyang im Nordosten Chinas. Der neue Bau wird zusammen mit dem bereits bestehenden Tiexi-Werk, dem Dadong-Werk, einem Antriebsstrangwerk sowie einem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tiexi Teil des weltweit größten Produktionsstandorts von BMW sein.

Im Oktober 2018 kündigten BMW und Brilliance Automotive an, ihr Joint Venture mindestens bis 2040 fortführen zu wollen. BMW teilte damals mit, drei Milliarden Euro in das Projekt zu investieren und seine Produktionsstätten in China weiter auszubauen. Die jährliche Produktionskapazität soll nun auf gut 650.000 Fahrzeuge gesteigert werden.

Aktuell fertigt BMW an seinem ersten China-Standort sechs Modelle: Die 1er Limousine, den 2er Active Tourer, die 3er Limousine (inklusive Langversion) und den X1 (inklusive PHEV-Version) in Tiexi. Im Werk Dadong werden die 5er Limousine (inklusive PHEV-Version) und der SUV X3 produziert, sowie demnächst dessen Elektro-Bruder iX3. Der erste Elektro-SUV von BMW wird exklusiv in China gefertigt und von dort aus in die Welt exportiert. Ab 2022 soll der iX3 in Tiexi gefertigt werden.

BMW stoppt seine Investitions- oder Produktionsvorhaben in China aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht und konnte zuletzt sogar einen kleinen Meilenstein feiern: Ende Februar rollte das Joint Venture im Werk Dadong seinen dreimillionsten in China gebauten BMW vom Band.

Quelle: Gasgoo — BMW Brilliance begins construction of new Tiexi plant // Electrive — BMW Brilliance startet Bau neuer Produktionsstätte

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Eine Antwort

  1. BMW auf dem Holzweg oder auf der Straße des Erfolges?
    China genießt in der Welt nicht besten Ruf, weil nicht nur die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, sondern auch das immer ein chinesischer Partner dabei sein muss, wenn eine Niederlassung gegründet wird.
    Dadurch fließt nicht nur Know-how ab sondern auch Das Kapital. Somit werden oft geplante Ersparnisse gleich wieder zunichte gemacht.
    Das sollte Man als Hersteller bedenken, Denn die Chinesen denken erst an sich, und Ihren Erfolg. Denn der ist nicht nur finanziell sondern auch durch die Einflussnahme auf Unternehmer und anderen Staaten bestimmt.

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