BDEW: Zahl der öffentlichen Ladepunkte steigt auf knapp 40.000 in Deutschland

BDEW: Zahl der öffentlichen Ladepunkte steigt auf knapp 40.000 in Deutschland

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Ende Februar 2021 verzeichnet Deutschland 39.538 öffentliche Ladepunkte, welche im Ladesäulenregister des BDEW gemeldet sind. Jede siebte davon sei ein DC-Schnelllader. Somit lässt sich festhalten, dass seit der letzten „Bestandsaufnahme“ rund 3.800 neue Ladepunkte hinzugekommen sind. Trotz Einschränkungen durch Covid-19 Lockdown. Der Ausbau der öffentlichen Ladepunkte geht ungebremst somit weiter.

Zudem konnten wir bereits vergangene Woche aufzeigen, dass beim Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu beobachten ist. Ende Februar 2021 (Stand 25.02.2021) wurden bereits Förderungen für über 300.000 Ladepunkte beantragt. Dies entspricht einem Fördervolumen von 270 Millionen Euro. Pro Tag gehen somit im Schnitt rund 2.500 Anträge ein. Daher habe man sich entschlossen die Förderung privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden um weitere 100 Millionen Euro aufzustocken. Dieser Erfolg ist umso erfreulicher, als 9 von 10 Ladevorgängen bisher zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden.

„Die Energiewirtschaft ist der Wegbereiter der Elektromobilität und sorgt mit Ladesäulen, Netzen und zunehmend grünem Strom für das Gelingen der Verkehrswende. Wir glauben an den Erfolg der Elektromobilität und wollen kräftig in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur investieren.“ – Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung

Wie die BDEW mitteilt seien Automobilbranche, Ladesäulenbetreiber und Kommunen in der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) zu dem Schluss gekommen, dass ein starrer Schlüssel von 1:10 Ladepunkte pro E-Fahrzeuge, wie von der EU-Kommission empfohlen, bei steigendem Marktanteil von E-Fahrzeugen zu kurz greift und der Hochlauf vielmehr als “moving target“ zu verstehen ist. Damit es funktioniert muss es als dynamisches Ziel verstanden werden. „Es ist mehr als fraglich, ob wir bis 2030 eine Million Ladepunkte brauchen, denn das wäre ein Szenario, das von mittlerweile überholten Voraussetzungen ausgeht: 900.000 Normalladepunkten á 11 kW. Die Forderung nach einer Million öffentlicher Ladepunkte berücksichtigt keinerlei Entwicklung: Immer mehr Fahrzeuge können ja heute schon schneller laden. Diese Dynamik müssen wir beim Ausbau der Ladeinfrastruktur berücksichtigen“, so Andreae.

Aus Sicht der BDEW sei es notwendig, dass die Ladeinfrastruktur den tatsächlichen Bedarf abdeckt und sichergestellt ist, dass immer ausreichend Möglichkeiten zum Laden gegeben sind. Daher sei ein dynamischer Hochlauf von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur wichtig. Fragestellungen die hierbei zu beachten sind können lauten: „Welche Fahrzeuge kommen auf dem Markt: Wie viele vollelektrische Fahrzeuge, die die öffentlichen Ladesäulen wirklich brauchen, und wie viele Plug-in-Hybride, die nur selten öffentlich Strom tanken? Wie viele private Ladestationen werden parallel gebaut?“ – es gilt also die Ladetechnologien der Fahrzeuge und das Ladeverhalten der E-Mobilisten im Blick zu behalten, um die passende Ladelösungen platzieren zu können.

Wie die BDEW einordnet werde der Erfolg der Elektromobilität vor allem im privaten Bereich entschieden. Daher brauchen man vor allem dort entsprechende Fortschritte. Diese sind derzeit gegeben und werden durch das Förderprogramm der Bundesregierung für private Ladestationen entsprechend gestützt. „Auch der Zubau öffentlicher Ladesäulen muss weitergehen. Den Löwenanteil aller heute schon bestehenden Ladesäulen hat im Übrigen die Energiewirtschaft aufgebaut“, so Andreae weiter.

Entscheidend für eine klimafreundliche Mobilität ist auch ausreichend grüner Strom. Um den steigenden Bedarf zu bedienen, brauchen wir dringend einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien. „80 Prozent der Ladepunkte werden von Unternehmen der Energiewirtschaft bereitgestellt. Sie treiben nicht nur den Ausbau der Ladeinfrastruktur kontinuierlich voran, sondern stellen auch leistungsfähige Netze, zunehmend erneuerbaren Strom und umfangreiche Serviceleistungen bereit. Damit ist klar: Die Energiewirtschaft ist ein zentraler Akteur, damit die Verkehrswende gelingt“, so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung abschließend.

Quelle: BDEW – Pressemitteilung vom 03. März 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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