EnBW wirbt mit „AutoCharge“ für sein HyperNetz

EnBW wirbt mit "AutoCharge" für sein HyperNetz

Copyright Abbildung(en): EnBW / Fotograf: Andre Dulic

Vollelektrisch von Niebüll bei Sylt bis Oberstdorf an der österreichischen Grenze fahren – und auf dem Weg ultraschnell laden, ganz ohne App oder Ladekarte: Damit wirbt der Energieversorger EnBW, der nach eigenen Angaben die Funktion „AutoCharge“ eingeführt hat. Anders als beim klassischen Ladevorgang entfalle das Starten über App oder Ladekarte, heißt es. Das Fahrzeug werde einfach an die Ladesäule angeschlossen, das Laden starte automatisch – im gewählten EnBW-Ladetarif und ohne Zusatzkosten. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, besteht diese Möglichkeit seit November 2021 an bundesweit über 1400 EnBW Schnellladepunkten im EnBW HyperNetz.

Damit biete EnBW Autofahrer*innen das größte AutoCharge-fähige Ladenetz Deutschlands, heißt es weiter. Um AutoCharge zu nutzen, müssten Kund*innen die Funktion lediglich einmalig in der EnBW mobility+ App aktivieren. AutoCharge sei für alle E-Autos verfügbar mit Ausnahme von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Skoda und Seat, bei denen die Funktion aktuell herstellerseitig nicht freigeschaltet sei.

Die Frage, ob Tanken oder Laden einfacher ist, ist spätestens jetzt vom Tisch“, sagt Timo Sillober, der bei EnBW den Bereich E-Mobilität verantwortet: „Laden ist jetzt so einfach wie nie: Ich fahre zum Einkaufen und stelle mein Auto an einem Ladepunkt ab. Alles was ich dann noch machen muss, ist das Ladekabel anschließen. Fertig.“ Das Auto lade während des Einkaufs. Auch mit solchen Angeboten habe EnBW zum dritten Mal in Folge den „connect“- Test als beste Elektromobilitätsanbieterin Deutschlands für ihr EnBW mobility+ Angebot gewinnen können. Mit Funktionen wie AutoCharge verbessere das Unternehmen das Laden im EnBW HyperNetz stetig weiter.

Nach Unternehmensangaben zeigt die EnBW mobility+ App bei der Standortsuche direkt an, ob ein Ladepunkt mit AutoCharge kompatibel ist. Für den Überblick, welche Standorte die Funktion anbieten, gebe es in der App zudem einen Filter. Beendet würden AutoCharge-Ladevorgänge wie bisher auch via App, an der Ladesäule oder im Fahrzeug. Die Ladevorgänge werden dabei wie gewohnt live in der EnBW mobility+ App angezeigt, heißt es. Die Abrechnung erhalten Kund*innen ebenfalls wie gehabt über ihre App.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 24. November 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Tja, und das ist exakt das, was man nicht braucht. Denn die bevorzugte Industrielösung ist Plug&Charge. Und das ist etwas anderes.

die Funktion „AutoCharge“ ist doch Plug & Charge, genau wie bei Tesla. Oder hab ich da was falsch verstanden. Ist doch schön, wenn es so geht. aber der Strom ist mir da zu teuer.

Plug & Charge ist in ISO 15118 definiert.
EnBW (und auch Tesla?) nutzen hier nicht diese Implementierung, sondern identifizieren das Fahrzeug am übertragenen Identifier.

Vielen Dank. Hauptsache Stecker rein und losladen.

welche ISO Zertifizierung mich davor bewahrt an einer Ladesäule unnötig im Regen herumzustehen ist mir letztlich ziemlich egal.
Und wenn ich neben den perfekt funktionierenden Superchargern von Tesla künftig auch zunehmend mehr EnBW Hypercharger nutzen kann ……. Um so besser – DANKE EnBW

Falsch
ich nutze das bereits seit Monaten bei Fastnet und es ist ein super comfort Gewinn – einfach nur top!

Funktioniert nur mit bestimmten Automarken (VW z.B. nicht) und ausschließlich an EnBW-Säulen und auch dort nur mit DC-Stecker und nicht an den Säulen der Roaming-Partner. So bei Carmaniac gerade gelernt. Wenn es so bleibt, ist die Sache einfach nur enttäuschend. Schade, das ist kein sinnvoller Fortschritt.

Für mich schon, denn bei meinem Fahrzeug funktioniert es und bei sehr vielen andern auch.

Sie haben es offenbar nicht verstanden. Genau das moniere ich doch gerade, dass es nämlich bei sehr vielen Autos funktioniert und bei sehr vielen anderen Autos eben nicht. Wenn sie meinen, dass uns so etwas weiterbringt, dann können wir ja genauso gut alles so belassen wie es ist.

ja, auch ich finde es schade, dass das noch nicht der große Wurf ist

aber das heißt ja nicht, dass EnBW abwarten und nichts tun sollte

Natürlich soll EnBW etwas tun, so wie alle anderen auch, aber doch bitte das Richtige. Alles, was diesbezüglich nicht auf einen einheitlichen Standard hinausläuft, läuft ins Leere. Soll heißen, wenn jetzt wieder jeder sein eigenes Ding versucht durchzuziehen, kommen wir in genau dem gleichen Durcheinander an, wie wir es schon kennen und erleben, dann hätten wir wirklich nichts gelernt (Corona lässt grüßen).
Wenn wirklich jede Ladesäule mir jedem E-Auto bidirektional kommunizieren kann, so muss es auch einen einheitlichen Standard geben können. Für die Softwareseite ist dann natürlich jeder einzelne Hersteller verantwortlich. Die Informatiker dort müssen dann aber auch wissen, auf welchen Standard sie die von Ihnen zu entwickelnde Software ausrichten. Dass die involvierten Firmen sich dazu absprechen müssen, ist ja klar – oder die EU gibt das vor. Meinetwegen.

Das es nicht bei Roaming-Partner funktiniert ist doch nicht die Schuld von EnBw, sondern
die des Säulenbetreibers. EnBw ist Roamingpartner bei Fastned und diese bieten AutoCharge
an. Somit ist eine Abrechnung bei FastNed über EnBw möglich, es muss nur die EnBw Karte als
Zahlungsmittel in der FastNed-App hinterlegt werden.

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