Verkehrsministerium: 500 Millionen Euro Förderung für private Ladesäulen

Verkehrsministerium: 500 Millionen Euro Förderung für private Ladesäulen

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Das Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde beschlossen, deutlich höhere Prämien für E-Autos, als auch Plug-In-Hybride stehen im Raum. Eine endgültige Verabschiedung steht noch aus. Aber eins ist klar, Alternative Antriebe rücken in den Fokus. Dies wird ersichtlich, da nicht nur die Fahrzeuge an sich gefördert werden, sondern auch die Ladeinfrastruktur. Hierbei wird insbesondere den privaten Ladesäulen ein hoher Wert beigemessen.

Dies spielt Mieter und Wohnungseigentümer in die Karten, welche seit Mitte März einen Rechtsanspruch auf den Einbau einer Ladestation für Elektroautos bekommen sollen.  Am Montag, den 23. März 2020, wurde ein entsprechender Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium beschlossen. Mit den vorgesehenen Änderungen im Mietrecht und im Wohnungseigentumsgesetz soll jeder Mieter einen Anspruch darauf haben, dass an seinem Pkw-Stellplatz auf eigene Kosten eine Ladestation eingebaut wird. Mieter sollen solche Änderungen von ihrem Vermieter verlangen können. Diese müssen durch die Förderung von privaten Ladestationen nicht mehr alle Kosten selbst schultern.

„Das Verkehrsministerium will die privaten Ladesäulen mit einer halben Milliarde Euro fördern“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums gegenüber Reuters. Das Wirtschaftsministerium unterstütze dies. Widerstand aus anderen Ressorts werde ebenfalls nicht erwartet, hieß es laut der Nachrichtenagentur aus Regierungskreisen. Der Aufbau von Ladesäulen für E-Autos kommt bislang langsamer voran als geplant. Bis 2030 soll es eine Million Ladepunkte geben, bislang sind es erst gut 27.730. Erfasst wurden die 27.730 öffentlich zugängliche Ladepunkte im BDEW-Ladesäulenregister. Rund 14 Prozent der aufgeführten Ladepunkte seien hierbei so genannte Schnelllader.

Die rund 27.700 öffentlichen Ladepunkte reichen für etwa 440.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge. Aktuell sind in Deutschland rund 280.000 E-Autos und Plug-in-Hybride gemeldet. Ziel der Bundesregierung ist es, für den Klimaschutz bis 2030 rund zehn Millionen E-Autos auf die Straße zu bringen. Dementsprechend sei ein Ausbau der Ladeinfrastruktur notwendig. Aktuell erhalten öffentliche Säulen einen Investitionszuschuss von 40 bis 50 Prozent. Künftig wird es auch für Private Ladestationen mehr Fördermittel geben. 500 Millionen Euro sollen zur Verfügung stehen, zuvor waren dies laut Reuters “nur”50 Millionen Euro.

Quelle: Bundesfinanzministerium – Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken – Ergebnis Koalitionsausschuss 3. Juni 2020 // Reuters – Bund gibt 500 Millionen Euro für private E-Ladesäulen

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10 Antworten

  1. Herr Scheuer: AC lädt man zuhause, oder am Arbeitsplatz – da reicht eine Schukodose und das jedem Fz beiliegende Ladegerät. Ihre Subventionen für öffentliche AC-Lader wurden von Grundversorgern natürlich gern angenommen – vom Steuerzahler finanziert, wurden kleine Werbesäulen in den Innenstädten mit überteuerten Strompreisen aufgestellt. Wenn ein E-Fz dort anschließt, dann ausschließlich nur, um den günstig gelegenen, freien Parkplatz zu nutzen. Mit Ihrer Ladesäulenverordung haben Sie den einzig sinnvollen Ausbau von öffentlichen Ladesäulen: Schnelllader kpl. auf Eis gelegt. Discounter hätten mehr und mehr Solarstrom von ihren Dächern an ihre Kunden verschenkt, wie das im Ausland geschiet. Discounter bekommen keine Förderung, da Säule nicht 24/7 zugänglich, unerliegen aber der schwachsinnigen Ladesäulenverordnung. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Kalkül, oder grenzenlose Dummheit !

    1. Da in dem Falle beide Antworten eher negativ behaftet sind, würde ich sagen von beiden die Hälfte, es darf ja nicht sein das jemand mal was verschenkt, und die Bande aus Berlin da nicht von profitiert, aber Strom verschenken und noch Geld dazu geben, das funktioniert

  2. Noch eine Frage: dürfen Discounter nur eichrechtkonforme und dadurch um ein Vielfaches teurere Schnelllader errichten, obwohl sie Strom ausschließlich verschenken ?

  3. Es fehlt an Kita-Personal, es fehlt an Lehrern, es fehlt an Pflegekräften – bei den miesen Arbeitsbedingungen will kaum einer diesen Job machen. Aber für die, die genug Geld in der Tasche haben, hat der Staat Geld wie Heu. Aber was will man von Dinosauriern erwarten, die keine Zukunft außer ihrer eigenen Versorgung, evtl. bestückt mit Heißluft-Beraterposten (bei den steuergesponsorten Zombiefirmen) kennen?

  4. Oh Whataboutism vom Feinsten… Singles ohne Kinder aber mit E-Auto könnten somit genauso argumentieren “Es fehlt an Ladesäulen, aber Eltern mit Kindern bekommen jetzt 300 Euro pro Kind… der Staat hat ja Geld wie heu…”

    1. …jaaaa, wenn Autos förderungswürdiger und pflegeberechtigter sind als Kinder und alte Menschen…. Verstehe: Die Würde des Autos ist unantastbar. Ok und istjagut.

    2. Stimmt schon, dass es “what about..” ist. Allerdings berechtigt. Die privaten Ladesäule gefördert zu bekommen ist schon eine Luxusthematik. Zielt überwiegend auf Gutverdiener, die es sich leisten können. Auch ich hätte mich gefreut, wenn ich die Wallbox auch noch von der Allgemeinheit bzw. Staat mitfinanziert bekomme. Wichtiger ist aber allemal die gesetzliche Grundlage für Miet/ und Eigentumswohnungen zu schaffen. Und abschließend: volkswirtschaftlich (und für mich auch ethisch) betrachtet ist es sinnvoller in Kinder und Pflege zu investieren 🙂

  5. Eine Förderung finde ich dann sinnvoll wenn es unkompliziert ist diese zu beantragen, als Privatperson aber auch für Firmen. Ich glaube wenn es einen fairen Wettbewerb geben kann durch klare Gesetze wird es ein Gewinn sein für die Endverbraucher.

    Es kann ja nicht sein dass es einfacher ist Zigarettenautomaten aufzustellen wie Stromtankstellen.

    Ich weiß es ist nicht überall die Netzkapazität vorhanden aber dann muss man halt vorübergehend mit einem Generator aushelfen meine Meinungen.

    A. BRAUN

  6. Sorry, aber die Diskussion geht an der Sache vorbei. Alle mal die Vorurteile gegen Regierende, Efz-Besitzer, Kinderlose etc. einstellen.
    1. Eichrechtskonforme DC-Ladesäulen gibt es bisher nur von der Fa. Compleo aus Dortmund. Das SAM Modul kostet pro Ladepunkt € 400,00. Das ist im Verhältnis zu den Kosten der Gesamtsäule von ca. € 30.000,00 plus Installation nicht ein Vielfaches sondern ein sehr geringer Anteil
    2. 80% aller Ladevorgänge werden zuhause durchgeführt. Davon die meisten an der 230 V Haushaltssteckdose. Was diese, weil nur einphasig, dauerhaft nicht gut verkraftet. Es lässt auch niemand gerne seinen Heizlüfter 20 Stunden im Dauerbetrieb.
    3. Für Wohnungsmieter in Städten ist es fast unmöglich sein Efz in der Tiefgarage zu laden. Nicht einmal an der 230V Steckdose, da diese nicht nur in 4% aller Tiefgaragen vorhanden. Da die Stromabgabe einerseits gemessen und bezahlt werden soll und gleichzeitig das Hausstromnetz nicht kollabieren soll, müssen entsprechend intelligente Wallboxen verbaut werden. Macht aber kein Mieter auf eigene Kosten. Daher macht hier Subvention Sinn. Wenn man eMobility fördern möchte.

    Werner Ruthmann

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