Kaufprämie für Plug-in-Hybride soll Ende 2022 auslaufen

Kaufprämie für Plug-in-Hybride soll Ende 2022 auslaufen

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Käufer:innen von Plug-in-Hybriden sollen ab 2023 keine Kaufprämie mehr erhalten: „Plug-In-Hybride sind unserer Meinung nach marktgängig und brauchen keine öffentliche Förderung mehr“, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) der Westfälischen Rundschau. Die Umweltbonus genannte Förderung soll sich stärker auf den Klimaschutz ausrichten, weshalb nur noch reine Elektroautos bezuschusst werden sollen.

Geplant sei zudem eine schrittweise Senkung der Fördersumme. Aktuell erhalten Käufer:innen von reinen Elektroautos bei einem Kaufpreis von weniger als 40.000 Euro einen Zuschuss von 9000 Euro, davon 6000 Euro vom Bund und 3000 Euro vom Hersteller. Nach Angaben des Ministeriums werde die entsprechende Förderrichtlinie nun abgeändert. Im Entwurf der neuen Richtlinie sei vorgesehen, dass der Bund ab 2023 nur noch 4000 Euro zusteuert, 2024 und 2025 soll der Förderbetrag abermals sinken, auf 3000 Euro.

Die Kaufprämie sei dennoch „immer noch auf hohem Niveau und damit für Verbraucherinnen und Verbraucher interessant, auch weil die Industrie noch einmal 50 Prozent drauflegt“, sagte Habeck. Nicht rütteln wolle man – trotz vielfacher Kritik mehrerer Hersteller und Verbände – an der Maßgabe, wonach der Zulassungszeitpunkt das relevante Datum für die Bewilligung der Förderung ist. „Wir haben das erörtert, müssen aber bei dabei bleiben, dass die Kraftfahrzeugzulassung der relevante Zeitpunkt bleiben muss“, sagte der Grünen-Politiker.

Würde der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zählen und nicht das Datum der Zulassung, sei die Anfälligkeit für Missbrauch zu hoch, begründet der Wirtschaftsminister diese Entscheidung. Habeck fügte hinzu, dass er es „hilfreich“ fände, würden die Automobilhersteller selbst die Differenz ausgleichen, welche durch die Teils sehr langen Lieferzeiten von Elektroautos entstehen kann. Zwischen Kaufvertrag und Zulassung liegen aktuell mehrere Monate bis zu mehr als einem Jahr.

Quelle: Westfälische Rundschau – Habeck will ab 2023 Plug-in-Hybride nicht mehr fördern

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Kaufprämie für Plug-in-Hybride soll Ende 2022 auslaufen

Und das ist gut so!!!

Das ist eine gute Entscheidung. Das Geld ist in der Förderung von BEV für Menschen mit kleinem Geldbeutel besser investiert. Auch gerne gebrauchte BEV, weil die auch in der Anschaffung gering Verdiener überfordern. Ein BEV pro Führerschein Inhaber*in sollte gefördert werden.

Sehr gute Neuigkeiten! Das alles finde ich sehr fair und vernünftig.

Sehr begrüßenswert, unser Habeck.
Es geht aber besser, indem die zulässigen Abgasquoten weiter gesenkt, so dass bei den Verbrenner kein Weg an den elektrifizierte Varianten vorbeiführt.
Mit Wegfall der Prämie fehlt der Anreiz und es ist ein Schritt zum reinen Verbrenner durch viele Käufer vorstellbar, welches nicht sein darf.
Der Druck zum schnellen Umstieg auf abgasfreie Fahrzeuge muss schnell erhöht werden, sonst werden in 10 Jahren immer noch Verbrenner verkauft.

An anderer Stelle wurde auch erwähnt, dass die Förderung von BEVs neu gestaltet werden soll.

Eine neue Preisobergrenze von 65.000€ soll sich nicht mehr auf den Netto-Basislistenpreis sondern den Brutto-Rechnungsbetrag beziehen.

Ein Schlag ins Gesicht aller die schon bestellt haben, aber noch auf Lieferung warten.

Ich bin durch Prius Plug-in sehr zufriedener PHEV-Fahrer. Als ich ihn vor 5 Jahren kaufte, war die Prämie geringer als heute. Falls sie, wie natürlich zu erwarten, wieder abgesenkt oder ganz gestrichen wird, werde ich dennoch weiter einen Prius Plug-in neu kaufen in etwa 2-3 Jahren und fahren. Passt scho.

Die meiner Meinung nach zu frühe Reduzierung der Förderung bei BEV
erinnert mich leider stark an die Vorgehensweise der früheren Regierungen bei Solar z.B. Zun Bedenken gebe ich auch z.B. dass sich wie bei meinem Bekanntenkreis der Wechselzyklus bei den Autos auch nicht an Leasingverträgen (3-4Jahre) orientiert, sondern am Zustand der Autos die man fährt, die aktuell auch nach 8 Jahren noch ansehnlich und fehlerfrei funktionieren.

Und was ist mit den Leichtkraftfahrzeugen L6e und L7e? Mobilitätswende geht nur, wenn die E-Autos auch endlich kleiner werden. Sollte nicht eine Regierung mit grüner Beteiligung diese endlich fördern? Ohne Förderung haben die hier kaum eine Chance gegen wesentlich größere – aber billigere (!) – Autos.

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