Verkehrsminister Wissing: „Müssen technologieoffen bleiben“

Wissing: „Markthochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge hat begonnen“

Copyright Abbildung(en): Dr. Volker Wissing

Dass die E-Mobilität durchstartet, bezweifelt Wissing indes nicht: „Jetzt beginnt der Hochlauf der Elektromobilität. Wir werden einen exponentiellen Anstieg erleben“, so der FDP-Politiker zuletzt über steigenden Absatz im Pkw-Bereich. Auch bei schweren emissionsfreien Nutzfahrzeugen zeigt er sich positiv: „Der Markthochlauf emissionsfreier schwerer Nutzfahrzeuge hat begonnen und er wird sich sehr dynamisch entwickeln. Das Interesse an alternativen Antrieben bei Logistikern und Speditionen ist groß.“

Bundesminister Dr. Volker Wissing hat in den vergangenen Tagen den „Fortschrittsbericht zum Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ vorgestellt. Die dort angezeigten Daten zeigen auf, dass die prognostizierten Absatzzahlen schwerer Nutzfahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzelle in den kommenden Jahren sehr stark ansteigen werden. Im Jahr 2030 sollen demnach bereits drei Viertel der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge der Gewichtsklasse ab 12 Tonnen emissionsfrei sein.

Dies nimmt man als Anlass, um ein initiales Lade- und Wasserstofftankstellennetz für die Null-Emissions-Logistik aufzubauen. „Die Hersteller erwarten, dass die Absatzzahlen von Lkw mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb in den kommenden Jahren stark steigen werden. Wir wollen und müssen deshalb die Infrastruktur für klimafreundliche Nutzfahrzeuge entschieden voranbringen. Unser Masterplan Ladeinfrastruktur sieht daher die Ausschreibung eines Ladenetzes speziell für Lkw vor, die im kommenden Jahr starten soll. Zudem unterstützen wir den Aufbau eines Grundnetzes öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge“, so Wissing weiter.

Bereits in 2023 wird das BMDV eine erste Ausschreibung zur Errichtung eines initialen Ladenetzes veröffentlichen, von dem ausgehend das weitere Netz aufgebaut wird. Darüber hinaus soll mit dem Aufbau eines Grundnetzes an Tankstellen für Wasserstofffahrzeuge begonnen werden, damit die Infrastruktur vorbereitet ist, wenn entsprechend der Prognosen der Hersteller in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre Brennstoffzellen-Lkw auf den Markt kommen.

Durch die Investitionen in Wasserstofffahrzeuge sowie die dafür notwendige Infrastruktur unterstreicht der Bundesverkehrsminister seine Aussage: „Wir wollen alle Technologiebereiche offenhalten“. Bereits im September 2022 führte er dazu weiter aus, dass man eine Vielfalt brauche, im Zusammenhang zu unterschiedlichen Nutzungsformen, Reichweiten und Infrastruktur-Investitionen im Straßengüterverkehr.

Nach den Zielen der Bundesregierung soll bis 2030 ein Drittel der Fahrleistung im schweren Straßengüterverkehr elektrisch erbracht werden. Dafür hat das BMDV bereits im Jahr 2020 das „Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge – Mit alternativen Antrieben auf dem Weg zur Nullemissionslogistik auf der Straße“ vorgelegt. Im Gesamtkonzept sind Maßnahmen dargestellt, wie die Ziele der Bundesregierung erreicht werden können.

Quelle: BMDV – Pressemitteilung

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Da kann ich nur hoffen, dass Tesla den Semi Truck bald in größerer Stückzahl auf den Markt bringt, um der Wasserstoff-Lobby die Argumente „unter den Füßen“ wegzuziehen, um Ökostromverschwendung zu verhindern.

Bei allen Vorteilen des Wasserstoffs, im Straßenverkehr ist er fehl am Platze und auch auf den Schienen innerhalb Europas, denn hier genügt es weitgehend einige Kilometer vor und nach dem Bahnhof sowie an Steigungen Oberleitungen zu verlegen, damit die Züge beim energieintensiven Beschleunigen und am Berg Strom aus der Oberleitung ziehen können. Während des Dahinrollens genügen die Akkupacks vollkommen.

Der Marktabschied der Verbrenner läuft. Was machen wir mit den Tankstellen? Schliessen?

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