Kommt VWs Elektro-Kleinwagen ID.Life ganz anders als geplant?

VWs Elektro-Zukunft: Kommt der ID.Life nun doch nicht?

Copyright Abbildung(en): www.elektroauto-news.net / Volkswagen

Ach, wie gut, dass der VW e-up! wieder bestellbar ist! Denn Volkswagens IAA-Studie ID.Life soll nun doch nicht so kommen, wie einst geplant – das geht aus diversen Medienberichten hervor. Die Wolfsburger arbeiten indessen bereits an einem neuen Kleinwagen, der unverändert 2025 auf den Markt kommen könnte. Doch was ist eigentlich dran?

Elektrische Kleinwagen sind der Renner. Weil sie den Einstieg in die Elektromobilität erleichtern, bezahlbar sind und vor allem im urbanen Bereich mit guter Ladeinfrastruktur richtig Sinn machen. Gründe, warum sich auch Volkswagens e-up! derart zum Verkaufshit entwickelte, dass man in Niedersachsen die Bestell-Notbremse ziehen musste. Vor allem, um vorhandene Aufträge abarbeiten zu können. Nun geht die Erfolgsgeschichte weiter: Der vollelektrische Kleinwagen ist wieder bestellbar. Er wurde bis heute weltweit mehr als 80.000 Mal verkauft und erreichte im Jahr 2021 Platz zwei der Zulassungen vollelektrischer Fahrzeuge in Deutschland. Logisch, dass irgendwann ein Nachfolger her muss …

Die Erweiterung der ID.-Familie in das Kleinwagensegment zu Preisen ab 20.000 Euro ist für VW ein weiterer wichtiger Schritt in eine vollständig elektrifizierte Mobilität. Klar war schon auf der IAA, dass der Publikumsmagnet ID.Life eine überzeichnete Studie ist und genau in dieser Form nicht kommen wird – klassische PR. Schon damals erklärte Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen: „Der ID.Life ist unsere Vision der urbanen vollelektrischen Mobilität der nächsten Generation. Die Studie gibt einen ersten Ausblick auf ein ID.-Modell im Kleinwagensegment in der Preisklasse von ungefähr 20.000 Euro, das wir 2025 auf den Markt bringen werden. Damit machen wir Elektro-Mobilität noch mehr Menschen zugänglich.“

Richtig gelesen: „(…) einen ersten Ausblick auf ein ID.-Modell„, so die Aussage von September 2021. Zugegeben: Cool wäre der ID.Life schon gewesen. Jedoch muss VW das Auto auch so konzipieren, dass es den sicherheitsrelevante Vorgaben erfüllt – Beispiele: Crashsicherheit, Fußgängerschutz et cetera … Der ID.Life ist und bleibt ein Concept Car, der wohl mehr ein Vorbote des tatsächlich kommenden E-Kleinwagens sein wird. Vermutlich wird das Design des nächsten Wurfs – wenig verwunderlich – massenverträglicher ausfallen. Gerüchten zufolge soll dann auch der Name besser in die VW-Nomenklatur passen. So ist auf der Branchenseite Automobilwoche.de bereits die Rede von einem Polo-artigen ID.2 und einem ID.2 X auf gleicher Basis. Letzterer könnte ein kleines E-SUV im Stile des T-Cross werden, heißt es weiter. Auf Focus.de wiederum ist die Rede von einem ID.1, der bereits nächstes Jahr debütieren soll. Es bleibt also spannend …

 

Volkswagen

70 neue Elektromodelle bis zum Jahr 2028

Recht sicher dürfte sein, dass jene Kleinwagen-Modelle auf einer kleineren, speziell für das Kleinwagensegment entwickelten Variante des Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) stehen und erstmals mit Frontantrieb ausgestattet sein werden. Ob und in welcher Form die fabelhaften Leistungsdaten des ID.Life (234 PS, 0 – 100 km/h in 6,9 Sekunden, 57 kWh, 400 km Reichweite) der Realität entsprechen werden, darüber kann bisher nur spekuliert werden. Zum Vergleich: Der aktuelle e-up! leistet 83 PS und kommt etwa 250 Kilometer weit.

Bis 2030 will Volkswagen den Anteil reiner E-Modelle am gesamten Fahrzeugabsatz in Europa auf mindestens 70 Prozent und in Nordamerika und China auf mindestens 50 Prozent steigern. Ziel sei es, ein führender Anbieter von Elektromobilität zu werden. Nach ID.3, ID.4, ID.5 und ID.Buzz sollen bis zum Jahr 2028 70 neue E-Modelle von Volkswagen-Bändern rollen. Darunter auch schon bald der vollelektrische Nachfolger der Passat Limousine, der laut VW-Chef Herbert Diess hierzulande auf den Namen ID.6 (Studie: ID.Vizzion) hören soll. ID.6? Moment mal … So heißt doch eigentlich Volkswagens Extra-Groß-Elektro-SUV in China? Richtig. Deshalb vermuten wir, dass es hier noch Änderungen bei der wirklichen Modellbezeichnung geben wird – alles andere wäre verwirrend. Im Übrigen soll sich VW bereits den Namen „ID.7“ rechtlich gesichert haben, berichtet die Autozeitung. Dieser dürfte in den nächsten zwei Jahren in Gestalt eines E-Kombis kommen und bisher besser bekannt sein als „ID. Space Vizzion“. Besonders interessant dürfte jedenfalls auch VWs Prestige-Projekt „Trinity“(2026) werden: quasi ein Elektro-Flaggschiff mit weitgehenden Roboterfunktionen. Unter anderem plant Volkswagen hierfür laut Süddeutscher Zeitung ein neues Werk in Wolfsburg. Jenes soll dann auch mittelfristig neue, zukunftsfähigere Elektroautos hervorbringen soll – mit neuer Architektur, Level-4-Autonomie und völlig neuen Produktionsansätzen.

Quelle: Autobild.de, Autozeitung.de, Automobilwoche.de, Focus.de, Süddeutsche Zeitung, Volkswagen Newsroom

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Denn sie wissen (noch immer) nicht, was sie tun. Gut, dass Tesla in Grünheide ordentlich Dampf macht und hoffentlich noch heute mit der Produktion starten kann. Ohne Tesla würden die Deutschen Ingenieure ja noch heute bestreiten, dass Elektroautos möglich sind. „Vorsprung durch Technik“ oder ähnlich nennt man das. Einfach gesagt auch Fake-News. Die Konzeptlosigkeit bei VW ist leider real.

Jozef Kaban hat 2020 die Leitung von Volkswagen Design übernommen.
Er hat bei Skoda das Design bestimmt und damit die Marke vorangebracht. Ohne ihn wäre ich wohl kein Skoda Fahrer. Auch der Bugatti Veyron wurde von ihm gestaltet.
Wenn man ein Auto anbieten kann das besser als seine Mitbewerber aussieht, hat man bei gleichem Preis, Qualität und Technik immer einen deutlichen Vorteil.
Bei Fahrzeugen wie dem VW ID.3 gibt es noch viel Potential für mehr „haben wollen“ bei potentiellen Kunden durch besseres Design.

Das Problem bei VW (und anderen Herstellern) – teuere E-Autos bedeuten hohe Margen und Gewinne , günstige bedeuten geringe Margen und kaum Gewinne – also dürfte VW nur wenig Interesse an „günstig“ haben.

Die kleinen Hersteller können bei Kleinserien nicht so günstig produzieren wie die großen Hersteller und mit den L6e-/L7e-Leichtfahrzeugen können die Kunden auch keine Umweltprämie bekommen, was diese Leichtfahrzeuge, trotzdem geringem Gewicht und viel weniger Resourcen, vergleichsweise teuer macht.

Hier sollte die Politik umdenken und auch Leichtfahrzeugen eine Umweltprämie gewähren. Dafür sollte bei PHEV die Prämie gestrichen und der Kaupfpreis für die Prämiengewährung auf 25.000 Euro begrenzt werden.

Im Januar 2019 bei einem VW-Autohaus einen e-up bestellt und dann nicht bekommen. Bei 3 Verträgen (verb. Bestellung, Zusage (ab Werk) und Ankauf des alten PKW) — nun, da bin ich eben mal mit einem Anwalt gekommen. Heute haben wir seit 2 Jahren einen e-Golf (natürlich von 1 anderen Händler) und sind hochzufrieden. Keinen „ID sonstwas“ mit Frühstücksbrett-Tablett neben dem Lenker. Überhaupt diese Namensgebung: ich kauf mir doch kein Auto, das „Dreieinigkeit“ heißt! Geht’s noch?

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