VW bestätigt Trinity-Werk kommt nach Wolfsburg

VW: Trinity-Werk kommt nach Wolfsburg mit 700 km Stromer

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Gerüchte haben es im Vorfeld der Entscheidung vermuten lassen, Wolfsburg wird Standort des Trinity-Werk. Dies bestätigt das Wolfsburger Unternehmen am Freitagnachmittag. Hierfür werde der VW Konzern rund zwei Milliarden Euro in den Aufbau des neuen Fertigungsstandort für das E-Modell Trinity in unmittelbarer Nähe des Wolfsburger Stammwerkes investieren. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2023 begonnen werden.

Der Konzern gibt zu verstehen, dass man innerhalb von drei Jahren das Modell Trinity bilanziell CO2-neutral vom Band laufen lassen wolle. Die neue, prozessoptimierte Fabrikeinheit wird so zum Vorbild für den schrittweisen Umbau der Produktion im Wolfsburger Stammwerk sowie allen weiteren Volkswagen Werken. Trinity gilt als Leitstern der vollelektrischen Fahrzeugflotte von Volkswagen und der Kristallisationspunkt der Markenstrategie ACCELERATE. Der Stromer soll mit deutlich reduzierter Ladezeit und mehr als 700 Kilometern Reichweite daherkommen. Sowie die Grundlage für autonomes Fahren, Level 4, mit sich bringen. Über die gesamte Lebensdauer sind auf der neuen Plattform konzernweit mehr als 40 Millionen Fahrzeuge geplant. Trinity bringt sie erstmals ins Volumensegment.

„Die Entscheidung des Aufsichtsrates ist ein wichtiger Meilenstein für die Transformation und die Zukunft des Produktionsstandortes Wolfsburg. Damit stärken wir nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Stammwerkes und geben der Belegschaft eine starke Langfristperspektive. Mit Trinity und dem Werksneubau werden wir in der Automobilindustrie Maßstäbe setzen und Wolfsburg zum Leuchtturm für modernste und effiziente Fahrzeugproduktion entwickeln. Das zeigt: wirtschaftliche Transformation am Industriestandort Deutschland ist möglich.“ – Ralf Brandstätter, CEO von Volkswagen

Auch von Arbeitnehmerseite wurde die Entscheidung sehr positiv aufgenommen. Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo äußert sich positiv: „Die Trinity-Fabrik wird zur Blaupause für den bisherigen Teil des Stammwerks und für VW insgesamt. Verabredet ist außerdem, dass wir rund um Trinity hier in Wolfsburg die Felder Batterie, Laden und Digitalisierung ausbauen. Das alles sichert Beschäftigung und gestaltet Transformation in Wolfsburg aus einem Guss.“ Der Konzern führt darüber hinaus aus, dass die Entscheidung für Wolfsburg fiel, da dort ebenfalls der neuen Campus Sandkamp entsteht, wo zum Beispiel die künftige konzernweite hochskalierbare Fahrzeugplattform SSP entwickelt wird, die mit Trinity erstmals im Volumensegment zum Einsatz kommt. 800 Millionen Euro werden alleine in diesen investiert, um diesen zum modernsten Forschungs- und Entwicklungszentrum Europas zu entwickeln.

Für die Produktion des Trinity, welche 2026 in Wolfsburg starten soll, wolle man neue Maßstäbe setzen. In nur zehn Stunden soll das fertige E-Auto vom Band laufen. Möglich werde dies durch wenige Varianten, weniger Bauteile, mehr Automatisierung, schlankere Produktionslinien sowie neue Logistikkonzepte. Bis 2030 ist geplant, die moderne E-Fertigung auf der SSP-Plattform nach dem Vorbild der Trinity-Fabrik auch in das bisherige Stammwerk zu integrieren.

Für den Bau eines neuen Werks in Warmenau spricht neben einer mittelfristig höheren Wirtschaftlichkeit insbesondere, dass so die laufende Serienproduktion sowie die in den nächsten Jahren anstehenden Neuanläufe wichtiger Modelle wie Tiguan, Tayron und der Produktaufwertung des Golf nicht gestört werden. Bereits im Dezember hatte der Aufsichtsrat der Volkswagen AG im Rahmen der Planungsrunde 70 die Produktion des E-Modells Trinity am Standort Wolfsburg bestätigt. Die Transformation des Stammwerks in eine Produktionsstätte für E-Fahrzeuge beginnt jedoch schon deutlich früher: Ab 2023 wird Volkswagen auch den ID.3 hier fertigen, um der hohen Nachfragen nach den E-Modellen der Marke gerecht zu werden.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung

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„Möglich werde dies durch wenige Varianten, weniger Bauteile, mehr Automatisierung, schlankere Produktionslinien sowie neue Logistikkonzepte“

Das Konzept kenne ich doch irgendwie irgendwoher :-)

Ach ja – bereits neu aufgelegt am 04.03.2022 in Grünheide :-)

Bin gespannt, ob die Verbände hier auch so ein Klagentheater aufziehen…

In Grünheide geht doch gerade eine Fabrik ans Netz. Vielleicht könnte VW seine Handvoll BEV dort produzieren.

Lieber David:
Im Gegensatz zu Dir wünschen sich die meisten hier im Forum, dass der Klimaschutz und somit auch die Elektromobilität weltweit schneller weiterkommen soll.

Wenn ich Deine Beiträge hier zusammenfassen darf, dann ist Deine Aufgabe / Arbeit hier im Forum lediglich: Tesla zu bashen.

Deinem Arbeitgeber – den Du ja, trotz mehrerer Nachfragen, nicht preisgegeben möchtest / darfst – ist Deine Desinformation ja offensichtlich recht und billig.

Warum das so ist, darüber darf jeder mündige Leser gerne einmal selber nachdenken :-)

Die für Dein Leben 3 wichtigen Ziele könnte man wohl so zusammenfassen:

  1. Erhalt des Dienstwagenprivilegs (zumindest für Dich; natürlich „leistungsgerecht“ im Luxussegment)
  2. Kein Tempolimit (zumindest nicht für Porschefahrer)
  3. Exklusive Ladeparks (zumindest für Porschefahrer)

Wenn Du erwachsen geworden und in der Lage bist, die klimaschädlichen Auswirkungen Deiner egoistischen und egozentrischen Lebenseinstellung zu erfassen, dann ist dem Weltklima schon ein wenig mehr geholfen.

Die meisten Leser (außer Jakob vielleicht) wollen die eine klimafreundliche und nachhaltige Elektromobilität voranbringen.

Unsere Kritik an den Großen OEMs soll diese zu schnellerem Handeln bewegen – wäre Tesla nicht gewesen, dann würden wohl Zoe, Leaf, etc. weiterhin das von deinem Arbeitgeber gewünschte Nischendasein einiger „Umweltnerds“ bedienen. Alles hätte „beim Alten“ bleiben können – oder sogar sollen.

Tja, die Zeiten haben sich geändert – Gott und Klima sei Dank !

Manchmal braucht es für solche Veränderungen einen Propheten – History repeats :-)

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