VW setzt im ersten Halbjahr 25 Prozent mehr E-Autos ab

VW setzt im ersten Halbjahr 25 Prozent mehr E-Autos ab

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Die Marke Volkswagen hat im ersten Halbjahr 2022 die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens weiter gestärkt, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Effektive Vertriebssteuerung, verbesserte Kosteneffizienz sowie konsequente Umsetzung der Strategie ACCELERATE haben demnach zu einem starken finanziellen Ergebnis geführt. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg auf 1,9 Milliarden Euro (1. HJ 2021: 1,2 Mrd. Euro). Die operative Rendite vor Sondereinflüssen stieg auf 5,6 Prozent (1. HJ 2021: 3,4 Prozent).

Zu dem guten Halbjahres-Ergebnis hat VW zufolge ein starkes zweites Quartal beigetragen. Dies sei auch der wesentliche Grund dafür, dass der operative Netto-Cash-Flow in den ersten sechs Monaten 569 Millionen Euro erreichte. Das Unternehmen erzielte dabei durch optimierte Modell- und Preispolitik einen Umsatz von knapp 33 Milliarden Euro (1. HJ 2021: 36 Mrd. Euro) – trotz deutlich weniger Auslieferungen von Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr.

Wir machen große Fortschritte bei der Umsetzung unserer E-Strategie, der Digitalisierung sowie der Software und haben im zweiten Quartal 2022 trotz einer nach wie vor angespannten Versorgungslage nochmals deutlich an Fahrt aufgenommen“, sagt Volkswagen CEO Thomas Schäfer. VW bleibe „extrem diszipliniert bei den Kosten“ und werde innerhalb der Markengruppe Volumen auf allen Ebenen noch mehr Synergien heben können. „Damit wollen wir mittelfristig eine Effizienzsteigerung um 20 Prozent für die gesamte Markengruppe Volumen erreichen. Für die zweite Jahreshälfte sind wir vorsichtig optimistisch, dass sich nun auch die Versorgungslage entspannt“, so der VW-Chef.

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Volkswagen

Die Markengruppe Volumen umfasst Volkswagen Pkw, Seat und Cupra, Skoda sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge und wird von Thomas Schäfer im Konzernvorstand verantwortet. Die Marken sollen künftig noch enger kooperieren, um noch schneller, leistungsfähiger und kosteneffizienter zu werden – und das große Volumen der von ihnen produzierten Fahrzeuge zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen.

Zu dem Erfolg des finanziellen Ergebnisses beigetragen habe unter anderem auch die weiterhin konsequent vorangetriebene Optimierung von Fix- und Vertriebskosten, die nach wie vor positive Entwicklung in den Regionen – insbesondere Nord- und Südamerika – sowie die Konzentration der Investitionen auf die wichtigen Zukunftsthemen Digitalisierung und Elektromobilität. „Unsere Maßnahmen zur Senkung der Kosten und Steigerung des Ergebnisses greifen trotz andauernder geopolitischer Unsicherheiten, stark steigender Rohstoff- und Energiepreise, gestörter Liefer- und Versorgungsketten sowie der Auswirkungen der Pandemie in China“, so Volkswagen CFO Alexander Seitz. „Im zweiten Quartal hat sich unser Aufwärtstrend weiter fortgesetzt.“

Volkswagen liefert 25 Prozent mehr vollelektrische Autos aus

Die weltweiten Auslieferungen lagen aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges, des globalen Halbleiter-Engpasses und der Corona-Pandemie in China bei 2,08 Millionen Fahrzeugen (-23,2 Prozent). Die Zahl der ausgelieferten E-Autos steigt indessen weiter: Mit 116.000 Stück wurden 25 Prozent mehr vollelektrische Autos ausgeliefert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Klarer Spitzenreiter war dabei der ID.4 – mit rund 63.000 Auslieferungen – damit war mehr als jedes zweite E-Auto ein ID.4. In China verdoppelte Volkswagen sogar die Auslieferungen der E-Autos und im Juni erreichten die Zahlen der ID.-Familie mit 17.600 an chinesische Kundinnen und Kunden ausgelieferten Modellen ein neues Rekordhoch.

Insgesamt bezeichnet VW die Nachfrage sowohl bei Verbrennern als auch bei E-Autos als unverändert sehr gut. Der Auftragsbestand über alle Antriebsarten liege bei gut 728.000 Fahrzeugen allein für Europa, darunter rund 139.000 vollelektrische ID. Das Unternehmen arbeitet laut eigener Aussage intensiv daran, die Lieferzeiten für die Kundinnen und Kunden weiter zu reduzieren und den hohen Auftragsbestand schnellstmöglich weiter abzuarbeiten.

Ausblick für 2022 wird angehoben – trotz steigender Rohstoff- und Energiepreise

Wir erwarten in der zweiten Jahreshälfte 2022 eine deutlich höhere Belastung durch Rohstoff- und Energiekosten als im ersten Halbjahr. Mit einem Bündel an weiteren Maßnahmen arbeiten wir dagegen. Wir trauen uns zu, diese Preissteigerungen in großen Teilen kompensieren und unseren positiven Trend fortführen zu können. Unseren Ausblick heben wir daher an – vorausgesetzt, dass sich die Versorgungslage entlang der Erwartung entwickelt. Für das Gesamtjahr 2022 streben wir jetzt eine Operative Rendite vor Sondereinflüssen von 4 bis 5 Prozent an“, so Alexander Seitz. Bislang lag der Ausblick bei bis zu 4 Prozent Rendite im Gesamtjahr.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 28.07.2022

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Bravo VW. Die Kunden die Monate und noch länger auf ihr Auto gewartet haben, wirds freuen. Hauptsache elektrisch…

Dieser Artikel – insbesondere der letzte Absatz – zeigt beispielhaft, wie „eine deutlich höhere Belastung durch Rohstoff- und Energiekosten“ vor allem ein Anlass ist, die Firmengewinne übermäßig ohne Gegenleistung auf Kosten der Kunden zu steigern. Und der Kunde wird noch förmlich verhöhnt, indem das als großartiger, mühevoller Kampf gegen die Kostenexplosion verklärt wird.
So kocht jeder sein Süppchen, da ist VW nicht alleine …

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