VW-Konzern tritt Allianz für verantwortungsvollen Abbau bei

VW-Konzern tritt Allianz für verantwortungsvollen Abbau bei

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Der Volkswagen-Konzern ist der „Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA)“ beigetreten. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Die Allianz von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, betroffenen lokalen Gemeinschaften, Investoren, Minenbetreibern und Rohstoffkunden arbeitet an strengen Standards für den verantwortungsvollen Abbau von Rohstoffen. Darunter fallen insbesondere die für die Batterie-Produktion wichtigen Materialien wie Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit.

In seinem „Code of Conduct” verpflichtet der Volkswagen Konzern nach eigenen Angaben seine Geschäftspartner bereits heute zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards, darunter den strikten Ausschluss jeglicher Kinderarbeit. Darüber hinaus sollen strengere und umfassendere Standards im Bergbau verwirklicht werden. Der Beitritt zur IRMA sei daher ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

„Der Weg zu transparenten und nachhaltigen Lieferketten führt direkt bis zur Mine“, sagt Murat Aksel, Mitglied des Konzernvorstands für Einkauf. „Deshalb begrüßen wir die Durchsetzung klarer Regeln.“ Solche Standards seien umso effektiver, je einheitlicher sie definiert sind und je mehr Partner sich daran halten. IRMA bringe alle wichtigen Akteure zusammen und habe als global anerkannte Initiative Pionierarbeit geleistet. IRMA-Chefin Aimee Boulanger begrüßt den Eintritt des Konzerns. „Wir freuen uns, dass er seine erhebliche globale Reichweite in die Zusammenarbeit einbringt, um eine verantwortungsvollere Praxis im Bergbau zu erreichen.“

Die IRMA-Standards umfassen nach eigenen Angaben unter anderem den Schutz der Menschenrechte, den Ausschluss von Korruption, Maßnahmen zu Gesundheit, Arbeitsplatzsicherheit und Umweltschutz. Im Blick stünden dabei sowohl der industrielle Bergbau als auch die weiterverarbeitende Industrie. Der VW-Konzern wolle die IRMA-Standards schrittweise in seinen eigenen Batterie-Lieferketten verankern, heißt es in der Mitteilung.

Für Volkswagen ergänzt der IRMA-Beitritt demnach die eigenen Maßnahmen mit dem Ziel, Licht in die Rohstoff-Lieferketten zu bringen. Seit 2019 müssten alle relevanten direkten Geschäftspartner des Konzerns ein verpflichtendes Nachhaltigkeitsranking durchlaufen, das Umwelt- und Sozialstandards gleichrangig mit anderen Kriterien wie Kosten oder Qualität bewertet. Seit 2020 fordere der Konzern bei allen Neuverträgen für Batterie-Rohstoffe die vollständige Offenlegung der Lieferkette bis zur Mine. Seit 2021 berichte er zudem öffentlich über die konzernweiten Maßnahmen zum verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 18. März 2022

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