VW: Elektromobilität bringt „gute Perspektiven“ für Beschäftigte

VW: Elektromobilität bringt „gute Perspektiven“ für Beschäftigte

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Aufgrund zur Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität warnen einige Branchenkenner und Experten vor Jobverlusten und Stellenstreichungen. Bei Volkswagen, neben Toyota der weltweit größte Autohersteller, bestehen diese Sorgen nicht, wie die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo sagt: „Dieser tiefgreifende Wandel unserer Branche muss eben nicht in dramatischen Brüchen enden“, ließ sie in Salzgitter vor Beschäftigten des VW-Konzerns wissen. Demnach herrschen in der Branche „gute Perspektiven“, und der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zu Elektroantrieben könne ohne schwerwiegende Jobverluste über die Bühne gehen.

In Salzgitter startete VW vor wenigen Tagen den Bau seiner ersten eigenen Fabrik für die Produktion von Batteriezellen in Deutschland, in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Werk für Verbrennungsmotoren. Es soll die erste von fünf Fabriken dieser Art in Europa sein und 2025 mit der Produktion beginnen.

Aktuell arbeiten bei VW in Salzgitter – zum Großteil im Verbrennerwerk – gut 7000 Beschäftigte. Diese Zahl soll in den kommenden Jahren nach und nach sozialverträglich gesenkt werden, etwa durch Altersteilzeitmodelle und Weiterqualifikation, letzteres z.B. in Richtung Elektromobilität: Denn während die Stellen in klassischen Bereichen mehr und mehr abnehmen werden, sollen in der Zellfertigung tausende Stellen hinzukommen. Allein in Salzgitter sollen so 5000 zukunftssichere neue Jobs entstehen. Weltweit will VW bis zu 20.000 neue Jobs in der Zellfertigung schaffen.

Die Transformation zur E-Mobilität kann eben sehr wohl gute Perspektiven bringen, gute Arbeit und sichere Beschäftigung“, sagte Cavallo vor den Beschäftigten in Salzgitter. Das VW-Werk in Niedersachsen fertigt seit den 1970er-Jahren Verbrennungsmotoren, seit 2019 kamen auf ersten Pilot- und Entwicklungslinien auch Akkuzellen für E-Autos hinzu. Außerdem fertigt der Standort bereits Teile für Elektro-Motoren wie etwa Rotoren und Statoren.

Quelle: Spiegel – VW-Betriebsratschefin erwartet keinen massiven Jobverlust wegen E-Mobilität

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Nichts ist beständiger, als der Wandel. Auch ohne Elektroantrieb würde sich die Beschäftigunsstruktur in der Automobilindustrie ändern. Automatisierung und Digitalisierung sind noch nicht am Ende angelangt.

Klar, Motorenentwicklung- und Fertigung werden deutlich weniger Beschäftigte erfordern. Karosserie, Fahrwerk und Innenausstattung benötigt aber auch ein BEV. Dazu noch einiges mehr an Software und Elektronik, hier werden neue Stellen geschaffen.

Wenn man sich die absoluten Zahlen in Arbeitsstunden pro produziertes Fahrzeug ansieht, so ist die fast immer schon rückläufig. Einen plötzlichen und dramatischen Verlust an Arbeitsplätzen wird es also nicht geben. Außer, ein Unternehmen beharrt zu lange auf der Fokussierung auf Verbrenner…

Tiefgreifender Wandel bei VW? Nun der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil bezüglich den Thermofenstern ein deutliches Zeichen gesetzt. Endlich. Schummelei, Beschiss und Geldgier – orchestriert natürlich von ganz oben. Hoffentlich rollt nun die verdiente Klagewelle auf den Schummelkonzern los. Wer bei diesen Lügenbaronen in den letzten Jahren Lohn kassiert hat, sollte sich überlegen, ob er das weiterhin tun möchte.

Zeigt der Konzern jetzt endlich Rückgrat. Natürlich nicht. weiterhin wird alles bestritten. Danke EuGH!

Wenn man die Energiewende im Ganzen betrachtet, dann dürfte es eher zu wenig Beschäftigte für all die Arbeiten geben, die in Firmen und bei privaten Haushalten zu machen sind.

Jobverluste hat es immer schon gegeben und das seit mehr als 100 Jahren, aber es kamen immer bessere nach, also ist das Jobverlust-Gejammere beim Umstieg auf E-Autos nur heiße Luft der Verbrenner-Lobby.

Es wird natürlich ein Wandel an Jobinhalten stattfinden bzw. der ist schon zugange.
Härtere Gangart und Herausforderungen sehe ich da eher bei manchen Zulieferern. Wer etwa als Unternehmen spezialisiert auf Getriebe ist, auf Kolben, auf Abgasreinigungsanlagen oder auf Zylinderkopfdichtungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen, für den steht eben u. U. ein Paradigmenwechsel in der Produktpalette und vielleicht auch kein einfacher Weg für die Mitarbeiter teils an. Toi toi.

In Deutschland ist es jetzt schon ein Arbeitnehmermarkt. Wer arbeiten möchte, findet überall und jederzeit einen Job. Eine Situation, die es in Deutschland so noch nicht gab. Wenn die Babyboomer aus dem Jobmarkt abtreten, was in wenigen Jahren der Fall sein wird, wird der Arbeitskräftemangel das große Drama sein. Insofern weiß ich gar nicht, ob das wirklich schlau war, sich in dieser unattraktiven Region so viele Arbeitsplätze zu sichern.

Die Kosten müssen runter, und da ist der VW-Haustarif eher hinderlich.
Weniger Beschäftigte werden später auch weniger verdienen.Ist leider so.
Die Goldenen Zeiten sind vorbei und andere Autohersteller haben das schon lange begriffen.

Uppps, waren hierzu nicht am Freitag/Samstag bereits deutlich mehr Kommentare und sind nun verschwunden?

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