Volvo C40 Recharge Pure Electric: Test, Eindrücke und Erfahrungen

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Mit dem Volvo C40 Recharge Pure Electric Twin 1st Edition schlug Anfang Juli der erste Volvo, in der Unternehmensgeschichte, welcher ausschließlich auf Elektroantrieb ausgelegt wurde, bei uns für gut zwei Wochen auf. Beim Volvo C40 handelt es sich zudem erst um das zweite E-Auto der Schweden. Und dennoch lässt sich bereits zu Beginn des Reviews festhalten, man hat vieles richtig gemacht. 

Im Sommer vergangenen Jahres gab Volvo den ersten Blick auf das Elektro-Crossover, auf Basis der Kompakte Modular-Architektur (CMA), frei. Das minimalistische und dennoch moderne, eingängige Design wusste schon damals zu überzeugen. In der Realität hat es mich dann noch ein wenig mehr überzeugt. 

Bevor wir in den Test des Volvo C40 Recharge Pure Electric abtauchen sei noch erwähnt, meine Eindrücke sind vollkommen subjektiv und spiegeln demnach nur meine eigene Meinung wider. Ich denke aber, dass die Informationen, Eindrücke und Fotos in diesem Artikel ihren Teil dazu beitragen können, um sich ein erstes Bild vom Stromer aus dem Hause Volvo zu verschaffen.

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des Volvo C40 Recharge Pure Electric Twin 1st Edition von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto von Volvo kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

Volvo C40 Recharge Pure Electric: Schwedischer Elektro-Minimalist auf Nachhaltigkeitskurs

Die Elektrifizierung der Antriebe liefert einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen, die beim Fahrzeugbetrieb entstehen. Bis 2025 sollen diese Emissionen pro Fahrzeug um 50 Prozent gegenüber 2018 sinken. Mit dem Volvo C40 Recharge Pure Electric bringt der schwedische Automobilhersteller nun das erste E-Auto auf die Straße, welches nur als solches zu haben ist. Verbrenner oder Plug-In-Hybrid als Alternative sucht man vergeblich.

Begonnen mit dem ersten E-Auto der Marke behält sich Volvo bei für jedes rein elektrische Fahrzeug eine Ökobilanz zu veröffentlichen, welche aufzeigt, wie sich der jeweilige Stromer schlägt. Im Fall des C40 Recharge Pure Electric bedeutet dies, dass dieser mit einem CO2-Fußabdruck, über den gesamten Lebenszyklus, von rund 27 Tonnen daherkommt. Vorausgesetzt, dass der Ladestrom ausschließlich aus sauberen Energiequellen kommt. Nutzt der Fahrzeughalter dagegen den durchschnittlichen globalen Energiemix, bei dem Strom zu etwa 60 Prozent aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, steigen die Emissionen auf bis zu 50 Tonnen CO2. Und dennoch hat man die Nase gegenüber konventionell angetriebenen Fahrzeugen deutlich vorn. So liegt der Volvo XC40 mit Verbrennungsmotor beispielsweise bei 59 Tonnen CO2 über den Lebenszyklus.

Auch in puncto Leder-Ausstattung setzt man Zeichen. In dem man eben nicht auf eine solche setzt. Denn hier spielt das Elektro-Crossover C40 Recharge Pure Electric eine wichtige Rolle. Er ist der erste vollelektrische Volvo, welcher ohne Leder auskommt. Bei kommenden Modellen wird dies zum Standard. Stattdessen setze man auf nachhaltige Materialien aus biobasierten und recycelten Quellen. 

Diese Informationen zur konsequent gedachten Nachhaltigkeit des Volvo C40 Recharge Pure Electric zur Einstimmung zeigen aus meiner Sicht ganz gut auf, wie grün Volvo mittlerweile Mobilität denkt. Dabei geht der Hersteller konsequente Schritte, um nicht nur durch aussagekräftige Pressetexte zu gelten, sondern lässt auch Taten folgen. Im Fall des Volvo C40 Recharge Pure Electric gar ein E-Crossover, welches die Vorteile eines SUV mit niedriger Silhouette aber mehr Dynamik und Athletik verbindet.

Der Stromer bringt es auf eine Länge von 4.431 mm, bei einer Breite (mit Außenspiegel) von 2.035 mm sowie einer Höhe von 1.582 mm. Hier wird auch der Unterschied zum Schwester-Modell, dem E-SUV XC40 Recharge Pure Electric ersichtlich, dieser bringt es auf eine Höhe von 1.647 mm. Der Radstand ist bei beiden Modellen mit 2.702 mm identisch. Rein optisch ist der Unterschied zu den Verbrenner der Marke direkt ersichtlich.

Denn dort, wo an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor der bekannte Volvo Kühlergrill mit Wasserfall-Motiv oder im R-Design-Stil sitzt, verfügt das Elektromodell über einen verkleideten Kühlergrill. Dabei präsentieren sich Grilleinsatz und Einfassung in Wagenfarbe. Wodurch die Front eine stimmige und unverwechselbare Optik einverleibt bekommt. Dieser Ansatz ist allerdings nicht nur aus designtechnischen Gründen gewählt, sondern auch weil dem E-Auto hierdurch mehr Aerodynamik und damit eine verbesserte Antriebseffizienz verliehen wird.

Unter der Haube oder besser gesagt unter der Verkleidung findet man dann auch die zwei E-Motoren vor, welche sich für die 300 kW/ 408 PS Systemleistung verantwortlich zeigen. Die direkt ab Leerlaufdrehzahl mit einem Drehmoment von 660 Nm bereit stehen. Bis zu 180 km/h Höchstgeschwindigkeit lässt sich das E-Crossover beschleunigen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird hierbei in 4,7 Sekunden absolviert. Wobei man dies im Alltag eher weniger ausreizt und stattdessen auf Ein-Pedal-Fahren und hohe Rekuperationsleistung von bis zu 100 kW setzt. 

Zumindest ging es mir so. Ziel ist dann schon eher die nach WLTP-Zyklus aufgeführte Reichweite von 415- 444 km mit einer Akku-Ladung zu erreichen. Die dafür notwendige Energie entstammt einem Lithium-Ionen-Akku mit 75 kWh nett Kapazität (78 kWh brutto). 

Wie weit man zum jeweiligen Zeitpunkt fahren kann, wird auf der Anzeige hinter dem Lenkrad nicht direkt ersichtlich. Dort ist der Akku-Ladestand lediglich in Prozent zu erkennen. Wer wer wissen möchte muss per Sprachbefehl nachhaken oder über das große Touch-Display in der Mittelkonsole sich schlau machen. Der Gedanke dahinter ist der, dass Reichweitenangst nicht durch entsprechende Kilometer-Angaben getriggert wird, die sich aufgrund der Umstände: Fahrstil, Temperatur, Witterung, Topografie und Straße stetitg verändert.

Die 1st Edition des Volvo C40 Recharge Pure Electric - Etwas ganz Besonderes

Der Volvo C40 Recharge Pure Electric Twin 1st Edition präsentiert sich als hochwertig ausgestattete „erste Ausgabe“ des Stromers. Bei mir vorstellig wurde dieser in der Lackierung Fjord Blue Metallic, welche mir persönlich auf den ersten Blick nicht sonderlich gefallen hat. Aber man konnte sich dann doch durchaus damit anfreunden. Vor allem ist es eben keine Allerweltsfarbe, die im alltäglichen Treiben auf den Straßen einfach untergeht. Die Farbe ist übrigens mit dem C40 Recharge Pure Electric von Volvo erstmalig auf die Straße gebracht worden.

Im Interieur fährt die First Edition unter anderem mit einer 12,3 Zoll großen, digitalen Instrumentenanzeige, einem Premium Sound System by Harman Kardon mit 600 Watt Leistung, 13 Lautsprechern und Subwoofer sowie einer erweiterten Ambientebeleuchtung vor. Als zentrales Bedienelement dient ein Neun-Zoll-Touchscreen, der unter anderem das Android-basierte Infotainment-System steuert. Dazu gleich mehr. Des Weiteren ist ein unbegrenztes und in den ersten vier Jahren kostenloses Datenvolumen mit am Start. Zudem punktet Volvo bei Software-Updates über die drahtlose „over the air“-Einspielung.

Wie bereits der Polestar 2 und auch der XC40 Recharge von Volvo setzt das E-Crossover auf ein Infotainmentsystem das mit Android Automotive läuft. Dem Google Assistent kann man dann all die Befehle geben, wie man sie vielleicht schon aus dem eigenen Smart-Home oder zumindest vom eigenen Android-Smartphone kennt. Viele Unterschiede gibt es nicht. So spielt der Google Assistenten wunschweise die eigene Lieblingsplaylist von Spotify ab oder sucht das nächste Restaurant aus den Favoriten. Ziele mit Google Maps finden an sich stellt eh keine Herausforderung mehr da. Denn eintippen spart man sich. Stattdessen heißt es einfach: „Hey Google! Fahr mich nach Heidelberg“. Das vorgeschlagene Ziel noch kurz bestätigen, dann ist man auch schon unterwegs. Hier scheint lediglich die eigene Fantasie Grenzen zu setzen.

Zur Serienausstattung des neuen Volvo C40 Recharge Pure Electric First Edition gehören außerdem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik samt CleanZone Luftqualitätssystem, eine induktive Smartphone-Ladeschale, ein anthrazitfarbener Dachhimmel – der das serienmäßige Panorama-Glasdach einrahmt, Sport-Pedale und ein beheizbares Multifunktionslenkrad. Die Vordersitze sind beheizbar, elektrisch einstellbar und verfügen über eine Lendenwirbelstütze. Gerade jetzt im Sommer wäre natürlich eine Sitzkühlung noch lieber gesehen. Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Das ist sicher.

Ansonsten sucht man beim Volvo-Stromer Schalter, Drehknöpfe und Co. vergeblich. Was entsprechend zum minimalistischen, zurückhaltenden Auftritt des E-Autos beiträgt. Muss man mögen und mir ist bewusst, dass sich hier die Geister scheiden. Volvo hingegen seine Entscheidung nicht auf Grundlage von Gefühlen Einzelner getroffen hat, sondern auf Auswertungen entsprechender Daten, die dem Unternehmen vorliegen.

Sicherheitssysteme und Co. lasse ich am liebsten die Volvo-Händler oder Webseite selbst erklären. Möchte aber dennoch zumindest ein paar Fakten hierzu in den Test-/ Erfahrungsbericht einfließen lassen. Für die Sicherheit im Fahrzeug sorgt die sensorbasierte Sicherheitsplattform Advanced Driver Assistance System (ADAS): Diese kombiniert verschiedene Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren, die die Grundlage für verschiedene Assistenzsysteme bilden. 

Neben einem automatischen Notbremssystem mit Fahrradfahrer- und Fußgänger-Erkennung sind unter anderem eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein aktiver Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung sowie die Road Edge Detection zum Schutz vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrbahn an Bord. Der Pilot Assist ermöglicht bequemes Fahren bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h, während die Parkkamera für eine 360-Grad-Rundumsicht sorgt und so das Einparken und Manövrieren vereinfacht. Die Vogelperspektive auf das E-Fahrzeug selbst ist eine Testfahrt wert.

Vollelektrisch durch den Alltag mit dem Volvo C40 Recharge Pure Electric

Etwas was ich schon wieder ganz vergessen habe, der C40 Recharge Pure Electric allerdings vom SUV Volvo XC40 Recharge Pure Electric übernommen hat, ist die Tatsache, dass man einfach die Tür öffnen, einsteigen und losfahren kann. So einfach ist es. Gut, Gang muss noch eingelegt werden. Aber aufs Schlüsseldrehen verzichtet Volvo gänzlich. Geführt wird das Ganze unter „Convenient Entry & Start“-Funktion und ist bereits in der Serienaustattung des E-Fahrzeugs vorhanden. 

Ab dann liegt es an einem selbst, was man daraus macht. Denn auf das eigene Fahrerlebnis kann man noch am meisten selbst Einfluss ausüben. Hier gilt es dann die brachiale Kraft des Stromers mit 300 kW/ 408 PS, durch zwei 150 kW/ 204 PS E-Motoren, jeweils an Vorder- und Hinterachse, geschickt anzusteuern. Denn direkt ab Leerlaufdrehzahl steht ein Drehmoment von 660 Nm zur Verfügung, welches den C40 Recharge Pure Electric nach vorne sprinten lässt.

Eingangs erwähnt ist hierbei bei 180 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Bis dahin beschleunigt der Elektro-Crossover aber spürbar. Von 0 auf 100 km/h geht es rein theoretisch in 4,7 Sekunden. „Theoretisch“, da ich diesen Sprint im Alltag nicht getestet habe. Mir kommt es hierbei mehr auf die Ausdauer des Stromers an. Bis zu 444 km Reichweite nach WLTP-Zyklus sei zu erreichen. Aus dem technischen Datenblatt heraus würde sich somit ein Verbrauch von 22,3- 20,7 kWh pro 100 km ergeben. Mir war es möglich den Stromer mit 19,2 – 19,0 kWh/ 100 km zu fahren. Ganz ordentlich und sogar ein gutes Stück unter den Herstellerangaben. Das ohne große Anstrengungen und ohne Einschränkungen der Fahrweise.

Auf zig Fahrmodi oder Rekuperationsstufen hat Volvo bewusst verzichtet. Veränderungen in Zukunft, sollten sie den notwendig werden, wären aber zumindest dank „Over the Air“-Update möglich. So könnte Volvo das derzeitige Rekuperationsstufen-System durch ein Update ähnlich dem Polestar 2 (3-Stufen-Rekuperation) anpassen. Der Bedarf hierfür besteht aus meiner Sicht zumindest nicht. 

Lediglich auf die Möglichkeit das Ein-Pedal-Fahren auszuschalten kommt man eventuell zurück. Dies kann durchaus bei Autobahnfahrten und höheren Geschwindigkeiten empfehlenswert sein. Das Fahrzeug wird dann beim Lösen des Gaspedals nicht abgebremst, sondern kann frei rollen und den kinetischen Schwung optimal ausnutzen. Hier kommt es natürlich darauf an, wie man selbst mit dem Stromer durch den Alltag fahren möchte.

Dieser profitiert seinerseits zudem von der mittigen Anordnung der 500 Kilogramm schweren Batterie im Unterboden. Hierdurch bekommt das Fahrzeug einen niedrigen Schwerpunkt und eine ausgewogene Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, die bei nahezu 50:50 liegt. Zudem erhöht die Batterie die Torsionssteifigkeit des Fahrzeugs. Wie bei anderen Elektroautos trägt dies dazu bei, dass das Fahrzeug stabiler auf der Straße liegt und im Handling leichter beherrschbar ist.

Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Blick

In den vorherigen Abschnitten bin ich nun schon auf einige Aspekte des vollelektrischen Fahrens mit dem Volvo Elektro-Crossover eingegangen. In puncto Gesamtauftritt konnte er bereits überzeugen, bevor wir uns ans Design machen, gilt es, dass wir das Thema Laden noch ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Zunächst die Fakten meines Testfahrzeugs.

Im Fall des Volvo C40 Recharge Pure Electric Twin 1st Edition war ich nicht ganz zwei Wochen mit diesem unterwegs. Dennoch ist es mir gelungen um die 375 Kilometer rein elektrisch zurückzulegen. Dadurch, dass er nicht mit ganz vollem Akku vorgefahren ist, konnte ich ihn zudem an die örtliche Schnellladestation anstöpseln. Wie du es gewohnt bist habe ich zudem versucht mit dem E-Auto von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten alles zurückzulegen, was man eben so im Alltag fahren würde. 

Dies hat dazu geführt, dass ich ein recht realistisches Bild vom Stromer erhalten habe. Welcher positiverweise sogar unter den Verbrauchswerten aus dem technischen Datenblatt gelandet ist. Im Schnitt war ich mit um die 19,2- 19,0 kWh/ 100 km unterwegs. Und das ohne großartig auf meine Fahrweise zu achten oder besonders Energie sparend unterwegs zu sein. Für mich ein großartiges Ergebnis.

Die schnellstmögliche Lademöglichkeit bieten somit Gleichstrom-Lader mit bis zu 150 kW-Ladeleistung. Hier geht es in 37 Minuten von zehn auf 80%. Am 50 kW-Lader konnte ich innerhalb von einer Stunde 42 Minuten um die 50 kWh nachladen. Hierbei muss man anmerken, dass ich den Volvo C40 Recharge Pure Electric bei etwas unter 30 Prozent angeschlossen und bis 98 Prozent habe laden lassen.

Interieur und Exterieur des Volvo C40 Recharge Pure Electric

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des Elektro-Crossover vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos etwas genauer. Wobei eine Vielzahl der Details bereits im Verlauf des Reviews aufgegriffen wurde.

Über die eher ungewöhnliche Farbwahl bei meinem Testwagen haben wir bereits gesprochen. Darüber hinaus oder umso auffälliger – im positiven Sinne – ist die Silhouette des E-Autos. Diese versteht es auf ihre ganz eigene Art und Weise Eleganz, Dynamik und Robustheit auszustrahlen. Dabei trumpft der Volvo C40 Recharge Pure Electric mit typischen SUV-Elemente wie der erhöhten Bodenfreiheit, den ausgestellten Radkästen und der sich um das komplette Fahrzeug ziehenden Kunststoffverkleidung auf. Hat aber dennoch einen Hauch Sportlichkeit an sich, welchen man live erleben muss. 

Eine besondere Dynamik bekommt der Stromer durch die angestellte Heckscheibe verliehen, welche das stromlinienförmige Design des Crossover-Modells zum Heck hin fortsetzt und der Silhouette einen Coupé-artigen Charakter verleiht. Ein Spoiler an Dachkante und Heckklappe macht nicht nur optisch etwas her, sondern stützt auch die Aerodynamik des Fahrzeugs.

Insgesamt umfasst das Farbprogramm sieben Metallic-Lackierungen, darunter auch den erdigen Farbton Sage Green, der erstmals beim Volvo XC40 Recharge Pure Electric eingeführt wurde. Sowie den Farbton Fjord Blue Metallic, welcher mit dem Volvo C40 Recharge Pure Electric am Markt eingeführt wurde. Das schwarze Kontrastdach gehört zur Serienausstattung.

Im Innendesign greift Volvo Fjord Blue als Farbton ebenfalls auf und bringt so Interieur und Exterieur recht nah aneinander. Wie bereits in einem der ersten Abschnitte erwähnt, setzt der Hersteller auf hochwertige, nachhaltige Materialien, welche ihren Teil dazu beitragen eine klare Gestaltung mit sauberen und einfachen Linien zu erzielen. Kombiniert mit dem Verzicht auf jegliche überflüssigen Elemente.

Dies führt dazu, dass die Elemente, die im Innenraum vorhanden sind, umso stärker wahrgenommen werden. Beim C40 Recharge Pure Electric von Volvo ist dies definitiv der große hochformatige Touchscreen im Zentrum der Mittelkonsole. Dieser ist serienmäßig an Bord und sorgt für eine intuitive Bedienung nahezu aller Infotainment- und Komfortfunktionen, während er gleichzeitig die Anzahl weiterer Schalter und Regler auf ein Minimum reduziert.

Ergänzt wird dies um clevere Ideen wie etwa die große Mittelkonsole, das Smartphone-Fach mit kabelloser Auflademöglichkeit und die großen Fächer in den Türen: Sie bieten deshalb so viel Platz, weil dank des unterhalb der
Windschutzscheibe platzierten Subwoofers die Lautsprecher in den Türen entfallen, wie Volvo zu vermitteln weiß.

Stauraum ist aber nicht nur in der Mittelkonsole vorhanden. In den Kofferraum passen 413 Liter. Bei umgeklappter Rückbank erhält man ein Ladevolumen von 1.205 Liter. Maximal zugeladen werden dürfen 435 kg – davon 75 kg auf dem Dach. Optional kann eine Anhängerkupplung angebaut werden. Diese hat eine Stützlast von 90 kg. Die maximale Anhängelast für gebremste Anhänger beträgt 1,8 Tonnen. Die maximale Anhängelast für ungebremste Anhänger beträgt 750 kg.

Volvo

Zusätzlichen Stauraum bietet der Volvo C40 Recharge Pure Electric unter der Fronthaube. Wo sonst üblicherweise der Verbrennungsmotor montiert ist, besitzt das Elektrofahrzeug ein zweigeteiltes Staufach mit 31 Litern Fassungsvermögen. Ideal um die AC-Ladekabel von A nach B zu befördern.

Volvo C40 Recharge Pure Electric: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Stromers von Volvo überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für das Elektroauto von Volvo eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt.

Die Konfiguration des Volvo C40 Recharge Pure Electric Twin 1st Edition war nicht großartig um Extras versehen. So kam der Stromer mit einem Listenpreis von 62.050 Euro daher. Ergänzt um die Lackierung in Fjord Blue Metallic (750 Euro), abgedunkelten Seiten- und Heckfenster (390 Euro) sowie dem Connect Textil / Microtech mit Fjord Blue Innendesign (1.780 Euro). In Summe brachte es der Testwagenpreis somit auf 64.970 Euro. 

Fazit zum Test des Volvo C40 Recharge Pure Electric

Für mich der bessere Volvo. Zumindest, wenn ich den Vergleich zum E-SUV Volvo XC40 Recharge Pure Electric ziehe. Beide auf der gleichen Plattform aufbauend, mit gleicher Leistung und ähnlich minimalistischem Auftreten. Aber der E-Crossover eben mit ein wenig mehr Überzeugungskraft, nicht ganz so massiv und im Alltag Energieeffizienter unterwegs.

Zudem Mal ein ganz anderer Blickfang, als die gefühlt immer gleichbleibende SUV-Fraktion. Für mich optisch ein Stromer, der in Erinnerung bleibt. Aber auch technisch zu überzeugen wusste. Selbst beim Thema Stauraum musste man keine Abstriche hinnehmen. Auch die 150 kW Ladegeschwindigkeit für meine Zwecke vollkommen ausreichend. Auf Langstrecke dürfte es sicher noch ein wenig mehr sein. Aber das bringt dann sicher die kommende Generation mit sich.

Mir persönlich gefällt die schwedische, zurückhaltende Art. Weniger ist mehr. Gilt aus meiner Sicht auch für die Überlegungen in puncto Software, welche sich Volvo gemacht hat. So schränkt man den Fahrer bewusst ein, lenkt den Blick auf das Wesentliche und lässt ihn dennoch keine spürbaren Einschränkungen hinnehmen. Definitiv ein E-Auto, welches ich auch länger fahren würde.

Disclaimer

Der Volvo C40 Recharge Pure Electric wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Wochen, von Volvo zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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Volvo gehört zu 100% Geely.

Geely hat hier einen sehr geschickten Schachzug mit dem Kauf von Volvo gemacht um hier auf den europäischen Markt zu kommen.

Am Volvo ist ausser dem Namen nichts mehr schwedisch.

In der Preisübersicht müssen bei den Twin-Motor- Ausführungen 408 PS stehen.

Die kWh Angaben der Akkus bei den Single Versionen sind falsch.

Das schwarze Kontrastdach ist im Konfigurator auch nicht mehr erhältlich.
Ansonsten ein sehr objektiver Bericht.

Wir sind mit unserem C40 Twin Motor in Crystal White Pearl ,den wir seit 2 Wochen haben mehr als zufrieden und können uns nicht vorstellen nochmal zum Verbrenner zu wechseln,…

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