Über die unterschiedlichen Risiken beim Fahren von E-Autos und Verbrennern

Über die unterschiedlichen Risiken beim Fahren von E-Autos und Verbrennern

Copyright Abbildung(en): shutterstock / 1383230327

Cambridge Mobile Telematics (CMT), laut eigener Aussage einer der weltweit größten Dienstleister im Bereich Telematik, hat seine neuesten Forschungsergebnisse zum Risiko beim Fahren von Elektro-, Hybrid- und herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen vorgestellt. Die von CMT herangezogenen Daten stammen von Millionen von Fahrzeugen mit Telematiksystemen des Unternehmens.

Die neue Forschung zeigt unter anderem, dass Fahrer von Elektroautos einem höheren „Beschleunigungsrisiko“ ausgesetzt sind, welches zwischen 180 Prozent und 340 Prozent höher sei als beim Fahren herkömmlicher Verbrennerfahrzeuge. Was genau dieses Beschleunigungsrisiko ausmacht, lässt CMT leider offen. Es dürfte sich aber um den Hang zum besonders flotten Beschleunigen und das damit verbundene höhere Unfallrisiko handeln: Elektroautos sind dafür bekannt, aufgrund des unmittelbar zur Verfügung stehenden Drehmoments deutlich schneller beschleunigen zu können als Verbrenner – was so mancher E-Fahrer auch gerne nutzt. Das Topmodell des Tesla Model S etwa braucht nur gut zwei Sekunden, um auf Tempo 100 zu sprinten.

Der Schlüssel zur Reduzierung des Risikos für E-Fahrer sei ein tieferes Verständnis der Risikovariablen, die sich auf die Sicherheitsergebnisse auswirken, so CMT. Die Forschung von CMT untersucht deshalb die Unterschiede im Risiko beim Fahren von Verbrennern und Elektroautos über mehrere Variablen hinweg, wie etwa Fahrerermüdung, Fahrzeugreichweite, Ablenkungen beim Fahren und Geschwindigkeitsüberschreitung.

Zu den interessantesten Erkenntnissen gehören die Vergleiche zwischen Fahrern, die sowohl ein Elektroauto als auch ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor fahren. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis des Risikos über unterschiedliche Fahrzeugplattformen hinweg“, erklärt Ryan McMahon, Vize-Strategiechef bei CMT. Spannend etwa seien Erkenntnisse über die Fahrweisen von Tesla- und Porsche-Eignern, die daneben auch noch andere Modelle fahren.

Bei Tesla-Fahrern sei die Wahrscheinlichkeit, mit ihrem Tesla einen Unfall zu verursachen, um fast 50 Prozent geringer als bei den anderen Fahrzeugen, die sie fahren. Und das, obwohl die E-Autos von Tesla dafür bekannt sind, viel Leistung auf die Straße zu bringen – und somit eigentlich ein höheres Beschleunigungsrisiko mit sich bringen.

Der gegenteilige Effekt sei bei Porsche-Fahrern zu beobachten. Bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit ihrem Porsche einen Unfall verursachen, um 55 Prozent höher, als wenn sie mit einem anderen Fahrzeug unterwegs sind. Leider ließ CMT offen, ob es sich bei Porsche-Fahrern um Fahrer von Verbrennern oder des Taycan handelt, dem rein elektrischen Sportwagen der Zuffenhausener.

In einem Webinar will Ryan McMahon näher auf die Ergebnisse der Untersuchung eingehen und weitere Erkenntnisse über E-Auto- und Verbrenner-Fahrer aus der Auswertung von Telematik-Daten präsentieren. Das Webinar soll am 16. Juni stattfinden. Interessierte können sich hier anmelden.

Quelle: Cambridge Mobile Telematics – Pressemitteilung vom 24.05.2022

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Über die unterschiedlichen Risiken beim Fahren von E-Autos und Verbrennern“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
10 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Blödsinniger Teaser, der für Deutschland ganz einfach widerlegt werden kann. Nämlich durch die Einstufung in Haftpflichtklassen. Nur dadurch kann man sagen, welche Gefahr ein Auto und sein Fahrer für Andere ist. Über Kasko wird ja auch Vandalismus, Diebstahl und Eigenschäden/Kleinschäden abgewickelt. Die Haftpflichtklassen gehen von 10-25.

Der aktuelle 992 Turbo S hat Haftpflichtklasse 11. Alle Model S und X haben Haftpflichtklasse 23. Da sind Welten dazwischen. Klarer geht es gar nicht. Daran sieht man ausgezeichnet, von jedem Tesla geht eine hohe Gefahr aus, von vielen anderen sehr guten motorisierten Fahrzeugen geht praktisch gar keine Gefahr aus.

Ein Hauptrisikofaktor ist immernoch der Fahrer…
Schön, wenn man sich selbst und den anderen nix beweisen muss… ;)

Das „Beschleunigungsrisiko“ ist bei Teslafahrern ein wirkliches Problem, welches sich in einem debilen Grinsen äußert, welches erst nach einigen Beruhigungsübungen abklingt. Porschefahrer reagieren darauf mit Hasstiraden und Rechtfertigungungen ihrer selbst, ihr Wagen könne wenigstens die Batterietemperatur anzeigen :-)

Interessant was die Elektromobilität Gegner so alles erfinden um sie zu diskreditieren. Alle die ich kenne und die Elektroautos fahren, mich eingeschlossen, sagen das sie höchst selten das beschleunigungs Potenzial voll ausnützen.

Irgendwelche Behauptungen aufgestellt, ohne konkrete Bestimmung – ziemlich schwache Leistung!
„Beschleunigungsrisiko“: Ich bin immer sehr froh über das hohe Drehmoment, wenn ich mit meinem FIAT 500e einen LKW/Traktor/Radfahrer überhole und dazu nur eine sehr kurze Strecke brauche!

Diese News könnten dich auch interessieren:

Spanisches Start-up Liux plant nachhaltige E-Autos ab 2023
Volta Trucks: Feedback auf erste E-Prototypen sehr positiv
Batterie vs. Wasserstoff: „Kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch“

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).