Unternehmensberater: Grundregeln der Automobilindustrie gelten für jeden!

Unternehmensberater: Grundregeln der Automobilindustrie gelten für jeden!

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Daniel Niederberger, Geschäftsführer der NewMobilityBusiness GmbH, ist als Unternehmensberater im Bereich der Automobilindustrie tätig. Dabei arbeitet er sowohl mit Automobilhersteller (OEMs), Mittelständler als auch Startups zusammen. An seinen Erfahrungen lässt er uns in diesem Gespräch teilhaben und zeigt auf, wie unterschiedlich traditionelle Automobilhersteller, wie z.B. Audi, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen sowie neue Player am Markt, wie z.B. NIO, Polestar, Xpeng und Co. „ticken“.

Allen gleich jedoch sei die Tatsache, dass es nicht möglich ist automobile Grundregeln außer Kraft zu setzen. Man könne diese dehnen, strecken und ein wenig verändern. Im Groß und Ganzen funktioniert es im Kern allerdings für alle gleich. Durch seinen breiten Einblick auf den Markt sowohl aus Sicht des Marktes als auch der Akteure ist es Herr Niederberger möglich ein Bild zu zeichnen, welches aufzuzeigen vermag, wie die unterschiedlichen Parteien ihren Weg gehen, um mit dem Wandel der Mobilität (Digitalisierung, E-Mobilität und Autonomes Fahren) Schritt zu halten.

Nicht unerwähnt sollte, dass seine getroffenen Aussagen genereller Natur sind und sich an den Archetypen der Industrie (OEM, Lieferanten, Startups) orientieren und nicht an einzelnen Unternehmen, Mit NewMobilityBusiness berät er bei der Ausrichtung der Unternehmen, Strategie, Schaffung neuer Produkte oder gar ganzer Produktfelder (bspw. im digitalen Bereich).

Bei den traditionellen OEMs sei es wichtig zu verstehen, dass es nicht nur um die Ausrichtung auf die Mobilität im Wandel geht, sondern auch meist intern in den Unternehmen ein Wandel stattfinden muss. Agilität, Crossfunktionales Denken sowie Offenheit für Neues sei hier wichtig zu etablieren. Hierbei können die „Alteingeseßenen“ von den Newcomern vor allem Freies Denken und das Gestalten von Prozessen auf dem „weißen Blatt Papier“ lernen. Die Gleichung funktioniert allerdings nicht nur in diese Richtung.

Denn auch die „Neuen am Markt“ können umgekehrt etwas von den OEMs lernen, welche schon länger tätig sind. Niederberger nennt in diesem Zusammenhang Schlagworte wie Professionalität bei der Arbeit sowie die Fähigkeit zur nachhaltigen Skalierung unterschiedlichster Prozesse. Er gibt aber gleichzeitig auch zu verstehen, dass eben diese Newcomer derzeit die wahren Profiteure der E-Mobilität sind, da sie eben nicht in einer beinah starren Struktur feststecken, welche es aufzubrechen gilt. Wie sie diesen Vorteil nutzen wird sich jedoch erst in einigen Jahren zeigen.

Ähnlich verhält es sich bei Zulieferer. Hier sieht er die Chance zum freien Wandel eher in der zweiten und dritten Stufe der Zulieferer. Und weniger bei den großen Zulieferer, welche uns allesamt bekannt sind. Denn diese müssen sich dem Wandel gezwungenermaßen unterwerfen und können diesen nur bedingt formen. Die Stufen dahinter können sich freier aufstellen und den Wandel gezielt für sich vorantreiben. Stets hin Hinblick auf die eigenen Stärken ausgerichtet.

Bei Start-Ups wird es noch ein wenig schwieriger, da diese zu einem natürlich meist sehr frei und schmal aufgestellt agieren können. Hierdurch aber auch die „Spielmechaniken“ der Industrie außer acht lassen. Was zeitweise sicherlich funktionieren kann. Auf lange Sicht aber nicht unbedingt zum Erfolg führt. Hier setzt Herr Niederberger ebenfalls an, um Struktur in deren Prozesse und Unternehmen zu bringen, damit gute Ideen auch auf Dauer funktionieren. Doch dazu und weiteren Themen mehr in dieser Folge unseres Podcasts. Viel Freude beim Anhören!

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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Es gibt ja bestimmte Automobilunternehmen, die für sich in Anspruch nehmen, ein Software-Konzern zu sein. Entsprechend planen Sie over-the-air Updates statt gutem Kundendienst und schneller Ersatzteillieferung. Aber schlechter Lack und unsauber eingepasste Hauben lassen sich nicht ota reparieren. Selbst Speicherüberlauf in der Zentraleinheit, also ein Softwarefehler, ließ sich so nicht heilen. Die Grundregeln der Automobilindustrie gelten also für jeden, nur sieht mancher die Realitäten nicht. Und trägt diese Trotzphase auf dem Rücken der Kunden aus…

Hier bin ich bei David.. der virtuelle Bremsbelagwechsel ist noch nicht erfunden !!
Kunst ist nun, das Werkstatterlebinis übergangslos in die digitalen Prozesse einzubinden.

Hier haben die Legacy-OEM das Problem der fragmentierten (Händler-) Softwarelandschaft und Kundendaten.

Hier hat es ein Tesla einfacher, wobei man sich hier oftmals wohl nicht mehr im Rahmen der DSGVO bewegt…

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