Uni Stuttgart: Reallabor für die Umstellung der Stadtlogistik auf E-LKWs

Uni Stuttgart: Reallabor für die Umstellung der Stadtlogistik auf E-LKWs

Copyright Abbildung(en): shutterstock / 2085079264

Wesentlicher Faktor zur Verminderung verkehrsbedingter klimaschädlicher Emissionen ist die Elektrifizierung des Schwerverkehrs. Förderungen für den Ankauf von batterieelektrisch oder mit Wasserstoff betriebenen LKWs gibt es, aber der Kauf eines solchen Fahrzeuges hat auch Auswirkungen auf die Infrastruktur, die Fahrer und die Prozesse. Viele Spediteure und Stadtlogistiker schrecken daher vor einer Umstellung noch zurück. Ein vom Stuttgarter Klima-Innovationsfonds gefördertes Forschungsprojekt soll nun den Hochlauf der nachhaltigen Elektrifizierung des urbanen Logistikverkehrs in Stuttgart beschleunigen. Dafür wird ein Reallabor geschaffen, in dem der Praxiseinsatz von E-LKWs erprobt werden kann.

Das interdisziplinäre Projekt mit dem Kurznamen REALIST (Reallabor zur beschleunigten Elektrifizierung des urbanen Logistikverkehrs in Stuttgart) wird vom Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) und vom Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart geleitet. Die Forschungsschwerpunkte reichen von der Energieversorgung bis zu den logistischen Aspekten, das macht das Projekt einzigartig.

Mehrere Speditionen, Fahrzeughersteller, Netzbetreiber, Verbände und die LHS Stuttgart nehmen an dem Projekt teil: die Emons Spedition GmbH, Herbinger Transporte und LSU Schäberle Logistik & Speditions-Union GmbH u. Co. KG als Vollpartner; die BPW Bergische Achsen KG, die Daimler Truck AG, das Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg e.V., die Landeshauptstadt Stuttgart, die Netze BW GmbH, die Schwarz Logistik GmbH, die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., die Stuttgart Netze GmbH und der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. als assoziierte Partner.

Im Reallabor wird der Praxiseinsatz von E-LKW erprobt. Die teilnehmenden Speditionen testen dabei im Rahmen des Feldversuches eine Umstellung ihrer Prozesse mit dem Einsatz des E-LKW. Eine Machbarkeitsanalyse begleitet den Praxiseinsatz mit dem Ziel, ein klima-innovatives Stromversorgungs- und Logistikkonzept für eine elektrische Stadtbelieferung zu schaffen.

Durch die Analyse und virtuelle Elektrifizierung bestehender Stückgutverkehrs-Touren in Stuttgart können Auswirkungen auf logistische Prozesse und regionale Stromnetze abgeleitet werden. Darüber hinaus wird das Elektrifizierungspotenzial der Stückgutbelieferung in Stuttgart sowie die Identifikation optimaler Ladeinfrastrukurstandorte für E-LKW untersucht. Eine „Go-to-Market“-Strategie stellt sicher, dass die Ergebnisse nachhaltig zur Elektrifizierung des Lieferverkehrs beitragen.

Mit Hilfe realer Daten aus dem Reallabor werden das IEH und IFT gemeinsam mit den Partnern sowohl technische als auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen von Logistik und Energiesystem identifizieren. Ein zum Projektabschluss veröffentlichter Leitfaden wird Akteuren aus der Logistik- und Energiebranche ermöglichen, fundiert über Schritte zur Planung und Umsetzung des elektrischen Logistikverkehrs zu entscheiden. Spediteure müssen also nicht mehr bei Null anfangen, wenn sie eine Umstellung auf emissionsfreie Antriebssysteme ins Auge fassen.

Quelle: Universität Stuttgart – Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik – Presseaussendung vom 14. Juni 2022

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Es ist beeindruckend wer das alles mitmacht, aber vermutlich wird es am Ende nur wenig neue Erkenntnisse geben, aber Hauptsache es haben viele Leute mitgemacht, sich mit wichtigen Politikern getroffen, vor den Kameras der Presse die Hände geschüttelt und es wurden viele Seiten Papier bedruckt.

Stadt Stuttgart fördert Forschungsprojekt REALIST im Klima-Innovationsfonds

750.000 Euro für die Umsetzung des nachhaltigen Projekts

(Quelle: uni-stuttgart.de)

—————————————–

Fördergeber: Stuttgarter Klima-Innovationsfonds

Laufzeit: 2022-2025

(Quelle: ieh.uni-stuttgart.de/forschung/forschungsprojekte/realist/)

750.000 Euro Förderung und 3 Jahre Zeit.

Damit liegt das Durchschnittsgehalt von Professoren bei rund 6.500 Euro im Monat. Frei verhandelbare Leistungszulagen erhöhen den Bruttoverdienst oft deutlich.

(Quelle: academics.de)

Durchschnittlich 78.000 Euro Gehalt im Jahr ohne Leistungszulagen und sonstigen Kosten für die Uni mal 3 Jahre wären 234.000 Euro, also könnten 3 Professoren mit der Förderung beschäftigt werden.

Wenn da die Anderen nicht kräftig Geld zubuttern, dann reicht es kaum fürs Papier.

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