Umweltbonus Anträge verzeichnen im Juli 2022 deutlichen Anstieg

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Bis zum 31. Juli 2022 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 1.367.702 Förderanträge ein. Seit Ende Juni 2022 sind somit 51.100 Anträge neu hinzugekommen. Damit liegen die Anträge auf die Kaufprämie vor denen des Vormonats. Es scheint, dass die Stabilität der vergangenen Monate, nun nochmals Wachstum erfährt. Was teilweise sicherlich auch mit der Kürzung der Förderung ab 2023 zu tun hat. Auch,  wenn die Auswirkungen dieser wohl aktuell noch nicht zu spüren sind.

1.367.702 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juli 2022 gestellt

1.367.702 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juli 2022 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb konnten im siebten Monat des Jahres eine Zugang von 51.100 Anträgen verzeichnen.  Man sieht, dass 29.571 Anträge für Elektroautos, 21.522 Anträge für Plug-in-Hybride sowie sieben Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Bei den Anträgen für E-Autos als auch Plug-In-Hybriden sieht man erneut eine Steigerung der gestellten Anträge. Wobei hier vor allem reine E-Autos die Nase vorn haben. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos stagnieren auf dem üblichen Niveau, der vergangenen Monate.

770.252 Anträge für reine E-Autos, 597.158 für Plug-in-Hybride und 292 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

770.252 Anträge für reine E-Autos, 597.158 für Plug-in-Hybride und 292 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 1.367.702 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Stromer mit einem Listenpreis über 40.000 Euro beträgt der Zuschuss für reine E-Autos 5.000 Euro, für Plug-in-Hybride 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu. Ab 2023 greifen dann geänderte Fördersätze.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Juli 2022

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 576.996
  • Freiberuflich tätige Person: 4
  • Unternehmen: 695.368
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 6.787
  • Privatunternehmen: 11
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 4.184
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 2
  • Stiftung: 733
  • Körperschaft: 9.836
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 14

Unverändert scheint sich das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen bei der Anzahl der gestellten Umweltbonus-Anträge zu zeigen. Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle bis Juli 2022

Spannend, wenn auch mit wenig Überraschungen beladen, ist die Betrachtung der Anzahl der gestellten Anträge auf Umweltbonus nach Hersteller. Hier hat sich in den vergangenen Jahren allerdings ein klares Bild gezeichnet, welches nur noch im Detail Unterschiede erkennen lässt.

An vorderster Front nicht mehr wegzudenken ist die Marke Volkswagen mit 199.426 Anträgen, welche für Elektroautos und Plug-In-Hybriden aus deren Hause gestellt wurden. Schon seit man sich an der Spitze festgesetzt hat, scheint man nicht gewillt den ersten Rang abzugeben. Im Laufe des August wird die Grenze von 200.000 gestellten Anträgen für elektrifizierte Fahrzeuge des Unternehmens überschritten. Ein Meilenstein.

Die darauffolgenden Hersteller reihen sich mit einigem Abstand ein. Mercedes-Benz brachte es Ende Juli auf 134.902 gestellte Anträge, BMW im gleichen Zeitraum auf 122.694 Anträge auf den Umweltbonus. Bei beiden OEMs ist die Anzahl der Anträge recht gleichmäßig gewachsen. Fraglich ist, ob BMW noch Richtung Mercedes aufschließen kann. Derzeit ist davon nicht auszugehen. Wenn die Stromer der Neuen Klasse auf die Straße kommen, dürfte die Förderung kaum noch eine Rolle spielen.

Beim Viertplatzierten merkt man allerdings einen Rückgang. Renault mit 109.484 Anträgen reiht sich auf dieser Position ein. Hyundai drängelte sich im Juli 2022 an Tesla vorbei und brachte es auf 81.825 Anträge, die Amerikaner auf 81.468. Audi (78.751) sowie smart (59.456) reihen sich darauf folgend ein.

Darauf folgt, wie im Monat zuvor, KIA mit 53.282 gestellten Anträgen, sowie Skoda, welche mit 47.842 Anträgen den zehnten Platz im Ranking der Hersteller nach gestellten Anträgen für sich verzeichnen. In der Reihenfolge des Umweltbonus-Ranking gab es allerdings keine Veränderung zu verzeichnen.

Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 212.227
  • Bayern: 249.362
  • Berlin: 42.592
  • Brandenburg: 28.383
  • Bremen: 7.267
  • Hamburg: 29.005
  • Hessen: 120.530
  • Mecklenburg-Vorpommern: 11.438
  • Niedersachsen: 126.205
  • Nordrhein-Westfalen: 335.265
  • Rheinland-Pfalz: 65.494
  • Saarland: 15.570
  • Sachsen: 37.207
  • Sachsen-Anhalt: 17.675
  • Schleswig-Holstein: 47.305
  • Thüringen: 22.051
  • Unbekannt: 306

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

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