TotalEnergies will Batteriewechsel-Lösungen für E-Autos voranbringen

TotalEnergies will Batteriewechsel-Lösungen für E-Autos voranbringen

Copyright Abbildung(en): Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

Das Mineralöl- und Tankstellenunternehmen TotalEnergies hat kürzlich mit INFRAMobility-Dianba, einem 2019 gegründetes Joint Venture zwischen deutschen Infrastrukturexperten und Aulton Dianba, einem chinesischen Unternehmen für schnelle Batteriewechsellösungen, ein Memorandum of Unterstanding unterschrieben und beabsichtigt damit, die Batteriewechseltechnik für Elektroautos voranzutreiben. Dafür will TotalEnergies noch einige weitere geeignete strategische Partner gewinnen.

Eine der Ambitionen von TotalEnergies ist es, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten – und das auch schon in naher Zukunft. Dabei zeichnet es sich ab, dass die Elektromobilität eine bedeutende Rolle spielt und eine Lösung der Zukunft sein wird – vor allem, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Eine zunehmend bedeutende Rolle könnte hier die Batteriewechseltechnik liefern, so TotalEnergies in einer aktuellen Mitteilung. Mit der Möglichkeit, Elektroautos innerhalb nur weniger Minuten mit einer vollgeladenen Batterie auszustatten, könnte sich die Elektromobilität einer nochmals gewachsenen Nutzerschaft erfreuen. Durch diese Technologie werden außerdem Batterien durch langsames Wiederaufladen geschont und deren Lebensdauer verlängert – und für die E-Mobilisten entfällt die Wartezeit an der Ladestation.

Anders als in Deutschland ist in China diese Technologie bereits in einigen Teilen des Landes verbreitet. Im Zweiradbereich etwa arbeiten KTM, Honda und Yamaha an der gemeinsamen Entwicklung eines Standardakkus. Hersteller Aulton Dianba entwickelt ein typenoffenes Konzept, mit dem laut eigener Aussage bereits 14 chinesische Marken arbeiten. Der chinesische Mineralölkonzern Sinopec beabsichtigt, 30.000 Tankstellen mit den Stationen von Aulton Dianba auszurüsten.

Damit sich die E-Mobilität weiter ausbreiten kann, setzt sich auch TotalEnergies schon heute für eine bessere Ladeinfrastruktur ein und ist zu einem aktiven Errichter von Lademöglichkeiten gewachsen. Das Ziel ist, bis 2025 mehr als 150.000 Ladepunkte für Elektroautos zu betreiben, mit einem Schwerpunkt auf Großstädte und Ballungsgebiete, wie etwa Amsterdam, London, Paris, Antwerpen.

Quelle: TotalEnergies – Pressemitteilung vom 08.06.2022

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Ja, wenn die Multi-Milliarden-schwere Energie- und -Mineralölindustrie ihre Felle mit dem aufkommenden Elektroauto davonschwimmen sieht, dann schaut sie nach neuen Gewinnmöglichkeiten! – soweit verständlich :)

Sich beim privaten eAuto die Batterie im Leasing (erst auf den 2. Blick teu(r)er!) bezahlen zu lassen und mit den vermeintlichen Vorteilen eines Schnellwechsels zu winken, ist da augenscheinlich einer der Versuche …

Zur Wechselbatterie-Strategie kann man TotalEnergies nur beglückwünschen.
Die wichtigsten strategischen Partner könnte man dort finden, wo man sie nicht vermutet. Bei den Hunderttausenden Carportbesitzer und privaten PV-Anlagenbetreibern, die es leid sind, sich von den Stromnetzbetreibern für ein paar Cent (Stand 07/2022 max. 6,4C/kWh) für ihre Einspeisung abzocken zu lassen und mit irrwitzigen Auflagen für ihre E-Einstallation gängeln zu lassen.

TotalEnergies sollte daher das System so aufbauen, dass

  1. ein Batterietausch auch mit einfachen mechanischen Mitteln im heimischen Carport stattfinden kann
  2. die Batterien auch für die Speicherung im PV-Heimnetz nutzbar sind
  3. an den Wechselstationen auch voll geladene Batterien angenommen und gegen (fast) leere getauscht wreden. Und selbstverständlich volle hervorragend vergütet werden!
  4. Die Batteriepflege von den Wechselstationen vollzogen wird, also keine schadhaften oder solche mit zu stark verminderter Kapazität im Umlauf bleiben

Vorteile:

  1. Netze würden enorm entlastet
  2. Jeder eKFZ-Besitzer mit geeignetem eKFZ und entsprechender Ladeeinrichtung zuhause kann teilnehmen. Und mal Hand aufs Herz: wer kauft denn zur Zeit die meisten eKFZs? Das sind doch Menschen, die auch über ein Eigenheim und oder einen Carport verfügen
  3. Der Strom kommt nicht mehr aus der Steckdose, sondern aus dem Carport oder vom Dach des Eigenheims.
  4. Supermärkte mit Großparkplätzen könnten die Initiative sofort unterstützen und daran verdienen. Eine Überbauung der (versiegelten) Parkfächen mit Photovoltaik würde sich vermutlich schon in drei Jahren amortisieren.

So könnte das Ganze in kürzester Zeit zu einer Killerapplikation werden.

Diese Schnell-Wechsel-Systeme sehe ich zwar als guten Ansatz aber nicht als die markenübergreifende Lösung. Denn man überlege mal wie viel verschiedene Ansätze es derzeit allein gibt in den Detail Lösungen der unterschiedlichen Hersteller. Die einen verbauen die Batterie möglichst stark mit der Struktur des Rahmens verbunden um sie zu schützen bei einem Unfall, andere haben komplexe Kühlsysteme um mehr Leistung abrufen zu können etc.

Es müssten sich ja zahlreiche Hersteller zusammenfinden und ein paar genormte Batterie-Packs zusammen gestalten und sämtliche anderen Komponenten darauf abstimmen. So dass die ungefähre Position sowie sämtliche Anschlüsse genormt sind. Ich denke das wird so schnell nicht passieren.

Mal ganz abgesehen davon, dass jede Wechselstation ja zusätzliche Batterie-Packs braucht um sie für die Kunden geladen vorhalten zu können. Das würde den Gesamt-Bedarf für Batterien nochmal deutlich erhöhen.

Mein persönliche Meinung ist, dass man damit lieber versuchen sollte mehr BEV’s zu produzieren. Mit den sich stetig weiter entwickelnden Schnell-Lade-Stationen, Wallboxen sowie der stetig steigenden Verfügbarkeit normaler Ladesäulen bei Arbeitgebern, Supermärkten etc. wird der Wechsel vermutlich eine Luxus-Lade-Option bleiben die sich nicht auf breiter Ebene durchsetzt.

Es ist nie zu spät Fehler zu korrigieren, der grösste wäre zu denken man macht keine Fehler…
Kommt spät die Erkentniss, aber kommt …
Obwohl früher schon dieser Ansatz von einigen (zu kleinen ?) innovativen Firmen versucht wurde, aber von Poltik und der Industrie zuwenig Unterstützung kam, könnte es diesmal besser laufen, wenn denn Politik und Industrie den Ansatz wirklich verstehen …

Einige male im Jahr fährt der normale Bürger 500 – 1000 km sonst sind es täglich unter 50 km > Kauf eines EV mit über 300 km Reichweite ist daher Verschwendung von Recourcen für 90% der Nutzungsdauer.

Die Lösung ist Akkutausch, der nur nötig wird, wenn Langstrecke gefahren wird ! !
Weitere Vorteile:

1) innerhalb 5 Minuten weiterfahren
2) Batterie wird schonender geladen
3) Forcierung der Roboter- und Batterietechnologie in Europa
4) Tankstellen haben Existenzgrundlage für die nächsten Jahrhunderte
5) normale EV brauchen nur geringe Batteriekapazität
6) Fahrzeuggewicht kann wieder unter 1500 kg bleiben

Man muss zusammendfassend sagen, das die Politik und die Industrie durch kurzsichtige Ansätze oder fehlende Visionen die Chance auf eine gewisse Standardisierung von Dimensionen und Anschlusstypen verpasst hat. Das hätte früh bzw. rechtzeitig eine breite Möglichkeit geschaffen, um Wechselstationen zu etablieren.

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