Tesla gibt Supercharger für andere Elektroautos frei

Tesla gibt Supercharger für andere Elektroautos frei

Copyright Abbildung(en): Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

Bislang haben Tesla-Fahrer die Supercharger genannten Schnellladestationen des E-Auto-Marktführers für sich. Im Dezember 2020 dann die Ankündigung, dass die Supercharger auch E-Autofahrer anderer Marken zur Verfügung stehen könnten. Nun wird es ernst. Tesla gibt Supercharger für andere Elektroautos frei. Jedoch nur in den Niederlanden. Dort können Nicht-Tesla-Fahrer die Supercharger über eine App nutzen.

Das entlang wichtiger Autobahnen und Schnellstraßen u.a. in den USA und einem Großteil Europas weitestgehend flächendeckende Supercharger-Netzwerk gilt als ein entscheidender Faktor für Teslas Standing als Elektroauto-Branchenprimus. Bislang haben Tesla-Fahrer das Netzwerk exklusiv für sich, manche dürften von einer Öffnung für Dritte, welche Tesla bereits mehrfach in Aussicht gestellt hatte, enttäuscht sein und Tesla würde einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verlieren. Zumindest in der Tesla-Szene sind die Reaktionen auf die Öffnung in den Niederlande nicht gerade positiv.

Nachdem man dort im November zunächst zehn Supercharger geöffnet hat, als eine Art Testballon, geht der amerikanische E-Autohersteller einen Schritt weiter. Ende Januar wurde das Testprojekt auf Norwegen und Frankreich ausgeweitet. So sei es mittlerweile möglich, dass die Supercharger in den drei Ländern inzwischen von Elektroautofahrern aus den Niederlanden, Frankreich, Norwegen sowie auch Deutschland und Belgien genutzt werden können. Für die Tesla-Fahrer selbst ändert sich nichts. Im Gegenteil, man habe Vorteile, da die Preise für Nicht-Tesla-Fahrer die zusätzlichen Kosten für die Unterstützung anderer Fahrzeuge widerspiegle und diese somit nicht auf dem Nacken der Tesla-Fahrer getragen werden müssen. Konkrete Preise nennt der E-Auto-Hersteller nicht – diese seien in der App einsehbar.

Jedoch gibt Tesla zu verstehen, dass man den Status der einzelnen Standorte genau beobachte, sich mit Kunden austausche und entsprechende Erfahrungen einfließen lasse. Das Bestreben des Herstellers sei es, mehr Fahrer zu ermutigen, elektrisch zu fahren. „Je mehr Kunden das Supercharger-Netzwerk nutzen, desto schneller kann es ausgebaut werden. Unser Ziel ist es, schnell zu lernen und zu verbessern und gleichzeitig das Netzwerk aggressiv zu erweitern, damit wir schließlich sowohl Tesla- als auch Nicht-Tesla-Fahrer an jedem Supercharger weltweit willkommen heißen können“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Quelle: Electrive – Niederlande: Tesla gibt alle Supercharger für Fremdmarken frei

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Das ist im Sinne der Nachhaltigkeit und Marktwirtschaft sehr sinnvoll. Wie ich Tesla einschätze, werden sie ggf. über ihre MCU die Reservierungsfunktion für eine Ladesäule nachrüsten. Bei der Berechnung der Route wird eine Ladesäule während der Fahrt reserviert, wenn man sich ihr nähert. So bleibt die Öffnung der Supercharger für „nicht Teslas“ ohne Folgen. Falls dieser belegt Konflikt überhaupt entsteht.

Kommt der Supercharger an die Autobahn?
Heute kann man seine Verbrenner an einer Autobahntankstelle laden oder sein Elektroauto z.B. bei Ionity. Für den Supercharger muß man runter von der Autobahn, was beruflicher Nutzung des Autos sehr teuer ist. Es fehlen Supercharger an der Autobahnraststätte oder an unbewirtschafteten Rastplätzen, wie einige Minuten pro Ladevorgang sparen würden.

Mensch, jetzt kann der David seinen nächsten Urlaub in den Niederlanden machen und hat große Chancen auf mehr als 4 Ladepunkte zu treffen.
Bleibt nur zu hoffen, daß nicht 20 Teslas vor ihm an den Ladepunkten stehen; und die nächsten 10 eine Reservierung haben – dann wird der Ladepolizist ihm aber sicher seinen Platz zuweisen.

;-)

Für Urlaub in manchen europäischen Ländern bestimmt hilfreich. In Deutschland selbst ist Tesla schon länger nicht mehr führend beim Thema Ladenetz, so dass eigentlich niemand mehr auf das Supercharger Netz angewiesen ist.

Also eher nice to have aber ich werde eher aus Prinzip vermeiden dort zu laden.

Last edited 3 Monate zuvor by brainDotExe

Gut für Tesla, schlecht für Tesla-Kunden.

Ich freue mich schon darauf!
Zurzeit fühlt man sich am SuC sehr einsam ; manche wurden an ziemlich gruseligen Orten platziert.. brrrrr … Ma(n)n fühlt sich dort nicht besonders wohl, geschweige die Gefühle der Frauen… :(

C U on SuC ! :)

0,71€/kWh – kein Schnäppchen. Kann mir nicht vorstellen, daß die von Nicht-Teslas überrannt werden.

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