Tesla erweitert Supercharger-Zugang für Fremdmarken

Tesla erweitert Supercharger-Zugang für Fremdmarken

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Im November 2021 startete der amerikanische Automobilhersteller ein Pilotprojekt unter der Bezeichnung: „Tesla Supercharger-Zugang für Fremdmarken“. Ziel ist es das eigene Supercharger-Netzwerk auch für E-Autos anderer Marken zu öffnen. Im Juni 2022 weitet der Automobilhersteller das Projekt auf ausgewählte Standorten in Deutschland, Finnland, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz aus.

Das entlang wichtiger Autobahnen und Schnellstraßen u.a. in den USA und einem Großteil Europas weitestgehend flächendeckende Supercharger-Netzwerk gilt als ein entscheidender Faktor für Teslas Standing als Elektroauto-Branchenprimus. Nachdem man dort im November zunächst zehn Supercharger geöffnet hat, als eine Art Testballon, geht der amerikanische E-Autohersteller einen Schritt weiter. Ende Januar wurde das Testprojekt auf Norwegen und Frankreich ausgeweitet. Nun auch auf Deutschland, Finnland, Dänemark, Luxemburg und die Schweiz.

„Damit unterstützen wir unsere Mission, den weltweiten Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen. 16 Stationen und 314 einzelne Supercharger sind Teil des Pilotprojekts in der Deutschland. Diese Erweiterung stärkt die Spitzenposition des Supercharger-Netzes als größtes Schnellladenetz (> 150 kW) in Europa“, so Tesla in einer entsprechenden Mitteilung. Weltweit verfüge Tesla über ein Netzwerk von über mehr als 35.000 Supercharger. Eine Komplettöffnung des Netzwerks würde die E-Mobilität durchaus nach vorne bringen.

Anlass hierfür sei, dass je mehr Kunden das Supercharger-Netzwerk nutzen, desto schneller kann es ausgebaut werden. Das Ziel von Tesla ist es, beständig zu lernen und zu verbessern und gleichzeitig das Netz weiter offensiv auszubauen, um schließlich an jedem Supercharger weltweit sowohl Tesla- als auch Nicht-Tesla-Fahrer willkommen heißen zu können. Für die Tesla-Fahrer selbst ändert sich nichts. Im Gegenteil, man habe Vorteile, da die Preise für Nicht-Tesla-Fahrer die zusätzlichen Kosten für die Unterstützung anderer Fahrzeuge widerspiegle und diese somit nicht auf dem Nacken der Tesla-Fahrer getragen werden müssen.

Kunden können in der App eine monatliche Mitgliedsgebühr (12,99€ in Deutschland) zahlen, um wie Tesla-Besitzer Zugang zu günstigeren kWh-Preisen zu erhalten (0,55€ in Deutschland). Nicht-Mitglieder haben Zugang, aber zu einem höheren kWh-Preis (0,70€ in Deutschland). Die Gebühren variieren je nach Standort und können in der Tesla-App eingesehen werden.

Quelle: Tesla – Per Mail

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Tesla verliert sein Alleinstellungsmerkmal. Objektiv ist das so und die Tatsache wird Teslafans ärgern. Aber wem bringt das was? Im letzten Jahr ist viel passiert und HPC Lader gibt es indessen wie Sand am Meer. Für 800V Autos ist die anachronistische Technik von Tesla eh nichts und preislich ist es auch uninteressant.

Nennt sich das Entwicklungshilfe?

Das Wichtigste am Laden ist Verfügbarkeit und Verlässlichkeit und da hat Tesla einiges zu bieten im Vergleich zu zb Ionity, die meist nur 4 bis 6 Säulen haben.

mir als zukünftigen Tesla Fahrer soll es auch recht sein, wenn die Auslastung steigt und damit der Ausbau noch beschleunigt wird.

mal sehen, was passiert wenn es punktuell zu Überlastung kommt. Könnte sein, das Tesla dann ggf punktuell wenige Stalls für Fremdlader freigibt

Irgendwo habe ich doch zuletzt in einem Video schon Tesla an EnBW laden sehen, weil das günstiger war wie die SuperCharger. Noch garnicht so lange her, da haben sie die Herren über die Preise der anderen Anbieter lustig gemacht…

Aktuell ist bereits jetzt erkennbar, dass es eng an den Superchargern wird – so geschehen am Pfingst-Wochenende: Fast alle Ladestationen belegt, „geteilte“ Leistung auf 50 kW reduziert und bei 80 % Ladestand abgeriegelt (Meldung Tesla App). Der Ausbau hinkt den Neuzulassungen der TESLAs hinterher und wird auch nicht so schnell nachholbar sein. Meine Entscheidung wegen der eigenen und perfekten Ladeinfrastruktur schwindet dahin. Es wird interessant, wenn TESLA Fahrer nicht laden können, weil zusätzlich Fahrzeuge anderer Hersteller die Säulen belegen oder zwei Plätze benötigen, weil ihr Anschluss nicht einheitlich wie bei allen TESLAs an die Säülen angepasst an der richtigen Position eingebaut sind – da werden die Kabel schnell zu kurz!

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