Svolt entwickelt Festkörperzelle mit sulfidbasiertem Elektrolyt

Svolt entwickelt Festkörperzelle mit sulfidbasiertem Elektrolyt

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Der chinesische Batteriehersteller Svolt Energy Technology macht laut eigener Aussage entscheidende Fortschritte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Das Unternehmen hat kürzlich eine erste Charge von 20Ah-Zellen mit sulfidbasiertem Festkörper-Elektrolyt produziert. Diese Festkörperzellen gelten als nächster Schritt in der Entwicklung fortschrittlicher Batterietechnologie. Svolt ist der erste Batteriehersteller in China, der die Herstellung dieses Typs der Festkörperzelle demonstrieren konnte, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung.

Die Svolt-Festkörperzellen weisen eine Energiedichte von 350 bis 400 Wh/kg auf. Mit dieser Energiedichte können E-Autos mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern realisiert werden. Die Zellen mit sulfidbasiertem Festkörperelektrolyt sollen Zellen mit Flüssigelektrolyt in Bezug auf Energiedichte, Ladegeschwindigkeit, Sicherheit, Zyklenfestigkeit und Temperaturbeständigkeit überlegen sein. Demonstriert wurde das durch erfolgreich absolvierte Abuse-Tests, etwa einem 200°C Hot-Box-Test und einem Nageldurchschlagtest. Diese Testbedingungen verursachen bei Flüssigelektrolyt-Zellen mit hohem Energieinhalt typischerweise ein thermisches Durchgehen der Zelle – die neuen 20Ah-Zellen von Svolt überstanden die Tests dagegen unbeschadet.

Svolt beschäftigt ein eigenes Forschungs- und Entwicklungsteam für die Weiterentwicklung dieser wichtigen Zukunftstechnologie. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Instituten will der Batteriehersteller die technischen Herausforderungen überwinden, die dem Durchbruch der Festkörperbatterie noch entgegenstehen: Eine hohe Leitfähigkeit des Festkörperelektrolyten und der Trennschichten, die Aufrechterhaltung eines stabilen Kontakts der Grenzflächen über lange Zeiträume sowie die effiziente Übertragung von Lithium-Ionen an der Grenzfläche, auch bei hohen C-Raten.

Fortschritte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien

Das Wuxi Lithium Battery Innovation Center von Svolt und das Ningbo China Institute of Materials Technology and Engineering der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben im April 2021 ein gemeinsames Forschungszentrum für Festkörperbatterietechnologie gegründet. Dieses hat seitdem bereits 187 Patente angemeldet. Svolt plant den weiteren Ausbau seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der Festkörperbatterien wie auch bei neuen Prozesstechnologien, um die technologischen Grundlagen für die Massenproduktion weiterzuentwickeln.

Svolt entwickelt seine Lithium-Ionen-Batterien und -Batteriesysteme für Elektroautos sowie Energiespeicher stetig weiter und bringt diese zur Massenproduktion. Im April 2019 etwa brachte das Unternehmen eine neuartige prismatische Zellarchitektur mit gestackten Elektroden auf den Markt. Diese Zellen weisen eine um fünf Prozent höhere Energiedichte, zehn Prozent längere Lebensdauer und 15 Prozent niedrigere Kosten auf als Zellen gleicher Größe, die im Wickelverfahren produziert werden.

Quelle: Svolt – Pressemitteilung vom 31.08.2022

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Die Batterien (Akkupacks) werden nicht nur beim Gewicht immer besser, sondern auch beim Volumen.

Volumetrische Energiedichte (auf Ebene des Batteriepakets, Branchendurchschnitt):

2008: 55 Wh/l

2010: 90 Wh/l

2013: 140 Wh/l

2017: 250 Wh/l

2020: 450 Wh/l

Auch in den letzten zwei Jahren seit 2022 dürften sich die Werte weiter verbessert haben.

(Quelle: insideevs.de – 29. April 2022)

Somit wird der BEV-Platzbedarf im Vergleich zu FCEV immer geringer. Zusammen mit geringerem Gewicht werden die Vorteile der BEV immer größer, so dass wohl bis 2030 auch die letzte FCEV-Hersteller sich geschlagen geben müssen – so billig können BZ und H2-Tanks gar nicht werden, um noch mitzuhalten.

Wasserstoff wird kommen, aber nicht bei Landfahrzeugen, auch nicht bei den schweren Lkws.

Sehr schön. Wir sind auf dem richtigen Weg.
Wenn man die heute in der Mittelklasse üblichen 75-80 kWh Akkupacks auf unter 200kg bringen kann, ist der Gewichtsnachteil zum Verbrenner ausgeglichen.
Damit sollten dann auch echte Sportwagen möglich sein.

Last edited 20 Tage zuvor by brainDotExe

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