Studie: Trend zum E-Auto auch im Premium-Segment

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Der Trend zur E-Mobilität gewinnt auch im gehobenen Bereich an Fahrt. Rund 80 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer von Premium-Autos in Deutschland wollen in den kommenden fünf Jahren auf ein Elektrofahrzeug umsteigen. Das ergab eine aktuelle Kantar-Umfrage im Auftrag von Mercedes-Benz Mobility unter mehr als 2500 Teilnehmern in Deutschland, USA und China.

Wie die Studie weiter zeigt, wollen zwei Drittel der Befragten das Fahrzeug nicht direkt kaufen. Zur Anschaffung würden 46 Prozent davon auf eine Finanzierung zurückgreifen, heißt es. Auf den weiteren Plätzen folgen Abo-Modelle und Leasing. Besonders Nutzer, die ihr aktuelles Auto bereits finanziert oder geleast haben, würden auch für das Folgefahrzeug wieder auf eine Finanzierung setzen. Direktkäufer in Deutschland und den USA tendieren hingegen auch für das nächste Auto zu einem Direktkauf.

Bevorzugte Partner einer Finanzierung seien mit 73 Prozent die entsprechenden Dienstleister der Hersteller, heißt es in einer Mitteilung von Mercedes-Benz. Damit komme diesen eine tragende Rolle auf dem Weg zum E-Auto zu,  „Wir sehen einen klaren Schub in Richtung Elektromobilität und den Wunsch nach mehr finanziellem Spielraum bei den Fahrzeugnutzern“, sagt Franz Reiner, Chef der Mercedes-Benz Mobility AG. Finanzdienstleister haben darüber hinaus weitere wirtschaftlich positive Effekte für die Hersteller: Im Gegensatz zum Direktkauf entscheidet sich laut Untersuchung die Mehrheit in allen drei Ländern bei Finanzierung oder Leasing eines Fahrzeugs für ein höheres Ausstattungsniveau. Auch tendieren die Befragten ohne Kauf eher zu einem Neu- als zu einem Gebrauchtwagen.

Die Untersuchung ergab demnach auch, dass der Online-Kontakt zum Anbieter inzwischen für die Mehrheit der Befragten genauso wichtig ist wie ein persönlicher Ansprechpartner. Online ist die Bereitschaft für den Abschluss einer Finanzierung, eines Leasing-Vertrags oder eines Auto-Abonnements zudem stärker ausgeprägt als für einen Direktkauf. Für digitales Bezahlen aus dem Auto heraus („In-Car-Payment“) sind die Befragten aktuell insbesondere in China offen (46 Prozent). Insbesondere in Deutschland und den USA (je 27 Prozent) bestehen laut der Studienteilnehmer derzeit noch Vorbehalte in Sachen Datensicherheit und Datenschutz.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 17. Juli 2022

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Wenn Leader ihre Entscheidungen auf solche „Studien“ abstützen, dann sind sie immer mindestens 5 Jahre zu spät. Aber mit Studien lässt sich natürlich viel Geld verdienen.

Dann hoffe ich mal, dass mein Sandero lange hält, weil, wie es im Moment in der Auto Industrie mit günstigen Einsteiger Autos aussieht, werde ich mir erst recht kein E Auto leisten können

Das ist ja keine neue Sache, denn im Premiumbereich kommen drei Sachen zusammen: Erstens, hilft ein Blick auf die Preisliste, besonders im Luxusbereich ist gar kein Preisunterschied zwischen Verbrenner und Elektroauto auszumachen. Zweitens, hat man meist einen Arbeitgeber oder eine eigene Firma, auf den/die man die Kosten des Elektroautos abwälzen kann und, drittens, kann man sich eher trauen, weil man ja idR mehrere Fahrzeuge besitzt. Wenn jetzt also das Momentum für Elektromobilität spricht, verhindern allenfalls begrenzte Lieferkapazitäten einen schnellen Umstieg der Leister in diesem Staat.

Bedarf es wirklich einer Studie, um zu diesem Ergebnis zu kommen? Die Käufer von Premium Autos, sch… Begriff, sind doch die Leute mit Geld. Und genau diese Leute juckt es doch überhaupt nicht, dass sie für vergleichbare E-Autos noch mal ne Schippe drauflegen müssen. Außerdem sind es genau die Leute, die mit dem Kauf ihrer Autos ihre Steuererklärung meinen öffentlich machen zu müssen. Und was die e-Luxusschlitten kosten, hat sich wohl inzwischen herumgesprochen ;-)).

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