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Sono Motors erweitert Carsharing-Dienst: Autos auch öffentlich teilbar

Copyright Abbildung(en): Sono Motors

Sono Motors hat vor kurzem die App Sono Carsharing vorgestellt. Damit reagiert der Hersteller des Solar-Elektroautos Sion auf das ungenutzte Potenzial von rund 43 Millionen privaten Pkw in Deutschland, die durchschnittlich nur eine Stunde am Tag und weniger als 40 Kilometer bewegt werden. Die App soll das Teilen von Fahrzeugen aller Marken innerhalb einer Community aus vertrauten Personen ermöglichen. Damit könne die Auslastung privater Fahrzeuge um bis zu 150 Prozent erhöht und die monatlichen Fahrzeugkosten für Besitzer:innen um bis zu 85 Prozent gesenkt werden, wie Pilotprojekte des Unternehmens gezeigt haben sollen.

Nun legt Sono Motors nach und erweitert die App um die Funktion „Find a Community“. Besitzer:innen von Pkw können ihre Fahrzeuge nun auch öffentlich in der App anzeigen lassen und somit nicht nur mit Menschen teilen, die ihnen bereits bekannt sind, sondern auch einfacher neue Mitglieder für ihre Community finden. Umgekehrt können Personen, die kein Auto besitzen, über die App bestehende Gemeinschaften in ihrer Umgebung finden und sich vernetzen. Vor allem außerhalb von Ballungszentren, in denen andere Carsharing-Anbieter noch nicht oder nur rudimentär vertreten sind, soll die App eine große Wirkung entfalten.

Gemeinschaftsgefühl und Verantwortungsbewusstsein stärken

Der große Unterschied zwischen Sono Carsharing und Angeboten von Mitbewerbern liegt darin, dass die Sharing-Community von den Fahrzeugbesitzer:innen selbst bestimmt und verwaltet wird. So entstehe einerseits ein Gemeinschaftsgefühl, andererseits steige damit auch das Verantwortungsbewusstsein für das geliehene Fahrzeug. Für den Schadensfall ist ein Versicherungsschutz für Drittfahrer:innen bereits inkludiert. Die Sono-Carsharing-App ist über den App Store oder Google Play gratis abrufbar. Fahrzeugbesitzer:innen registrieren sich zunächst mit ihrem Auto, stellen dieses öffentlich sichtbar ein und beginnen dann mit dem Aufbau einer Community. Aktuell wird die physische Schlüsselübergabe für Fahrzeuge durch einen Prozess innerhalb der Sono-App unterstützt. Eine Nachrüstlösung dieser Fahrzeuge für eine schlüssellose Übergabe ist bereits in Planung.

Das Fahrzeug kann entweder im Voraus, beispielsweise für Wochenendreisen, oder auch nach Absprache spontan für kurzfristige Unternehmungen reserviert werden. Nach Benutzung muss der Pkw wieder in eine definierte „Homezone“ der Fahrzeugbesitzer:innen zurückgebracht werden. Den Preis legen die Fahrzeugbesitzer:innen selbst fest. Die Abrechnung erfolgt pro Minute, gefahrenem Kilometer oder im Rahmen eines Pauschalpreises.

Carsharing-Plattform ohne eigene Flotte

Bei der Konzeption von Sono Carsharing waren uns drei Dinge wichtig: Wie können wir die Anzahl an Pkw auf unseren Straßen reduzieren, gleichzeitig die Auslastung all dieser ‚Stehzeuge‘ erhöhen und als übergeordnetes Ziel die Ressource Fahrzeug deutlich effizienter nutzen? Das ursprünglich exklusiv für den Sion entwickelte Konzept war uns nicht genug, und so erweiterten wir den Kreis auf alle privaten Pkw. Mit der nun gelaunchten Erweiterung reagieren wir auf das Feedback unserer Kund:innen: Wir ermöglichen eine noch einfachere Vernetzung und Bildung von Gemeinschaften und erhöhen gleichzeitig die Auslastung“, so Johannes Bückle, Head of Product bei Sono Digital.

Sono Carsharing ist ein wichtiger Baustein unseres Geschäftsmodells und unserer Vision einer Welt ohne fossile Brennstoffe. Zum Launch des Sion wollen wir mit der App die größte Carsharing-Plattform Deutschlands werden – und das durch die Vernetzung der Community anstatt durch den Besitz einer eigenen Fahrzeugflotte. Die App wird bereits gut angenommen, und das Feedback aus der Community ist sehr vielversprechend“, sagt Jona Christians, CEO und Co-Founder von Sono Motors.

Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 05.07.2022

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Der Umsatz im letzten Quartal hat ja gezeigt, auf welch gesunden Beinen Sono Motors steht. Der Umsatz war höher, so die Erfolgsmeldung, als der Jahresumsatz letztes Jahr. Da sie ja bekanntlich neben dem CarSharing auch die Apps und die Solarmodule erfunden haben, kann jetzt nichts mehr schief gehen. In drei Jahren könnten Sie glatt den Monatsumsatz eines selbständigen Fensterputzers erreichen.

Morgengebet „Unser täglich Sono gib und heute“

Meine Vermutung: Als Nächstes kommt die Vielzahl von Sonoeigenen Ladeparks in Europa hinzu. Ist ja auch wichtiger als ein reales Auto…hehe…

Das Ziel wurde schon mal richtig erkannt. Wir hoffen, dass die Möglichkeiten dieser App von der breiten Masse angenommen werden. Wenn zeitnah nur eine Senkung des Fahrzeugbestandes um 20% erfolgen würde, wäre es ein riesen Fortschritt für die Energiewende.

Leider verzettelt sich Sono zunehmend in Nebenschauplätze. Die „eingebaute“ Carsharing-Eignung war ursprünglich ein Alleinstellungsmerkmal des SION. Wenn das jetzt auf die PKW von Fremdherstellern ausgeweitet und damit verwässert wird, hat der SION wieder einen Pluspunkt weniger. Ich bezweifle zudem, dass Sono alle rechtlichen, haftungstechnischen und steuerlichen Aspekte eines kommerziellen Carsharing berücksichtigt hat. Da werden die etablierten Firmen, Versicherungen und auch Finanzämter noch ein Wörtchen mitreden! Denn wenn ich mein Fahrzeug anderen regelmäßig gegen Bezahlung zur Nutzung überlasse, ist das Autovermietung bzw. Carsharing, auch wenn Sono immer von „Community“ spricht.

Jeder normal denkende Mensch sollte mittlerweile erkannt haben, dass Sono Motors den Zeitpunkt zur Markteinführung des Sion verpasst hat. Siehe Aiways u5.
Alles war bereits fertig entwickelt, nur der Drang zur Produktion war verkümmert. Bei jungen Startups mit idealistischen Visionen habe ich das schon oft gesehen. Beispiele fallen mir nicht ein, es sind zu viele. Leider hat keiner dieser recht intelligenten jungen Menschen nicht gelernt wie man produziert und verkauft. Das hat meist Mama und Papa gemacht.
Ich habe es denen in einer Mail geschickt, dass sie den Sion in China bauen lassen sollen.
Da wären zum jetzigen Zeitpunkt um die 300.000 Sion auf der Straße.
Jetzt befindet sich das Unternehmen in der Schwebe, oder Kipppunkt, zwischen Tschüß und Absturz.
Rivian oder Nicola haben ein ähnliches Problem.
Der Börsengang war für mich das Indiz dafür, dass aus dem Unternehmen nicht werden kann. Wer immer nur ausgibt und nichts verdient, kann nicht überleben.
Sollten vielleicht noch mal Mama und Papa fragen!

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