Skoda-Windkraft-Nachhaltigkeit

Skoda stellt neuen Fahrplan für nachhaltige Mobilität vor

Copyright Abbildung(en): Skoda

Mit einem ganzheitlichen Maßnahmenplan will der Autohersteller Skoda im Rahmen der NEXT LEVEL – SKODA STRATEGY 2030 die Dekarbonisierung des Unternehmens vorantreiben. Neben einem beschleunigten Hochlauf der Elektromobilität liegen die Schwerpunkte auf der nachhaltigen Herstellung und Nutzung von batterieelektrischen Fahrzeugen einschließlich der Lieferketten. Dazu setzt der Hersteller beispielsweise auf wiederverwertbare Materialien in seinen Fahrzeugen sowie das konsequente Recycling der Hochvoltbatterien aus E- Fahrzeugen.

Der tschechische Automobilhersteller hat das Thema Nachhaltigkeit als einen Kernbereich seiner Strategie definiert und sich Ziele gesetzt, um den CO2-Fußabdruck seiner Unternehmenstätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette wirksam weiter zu reduzieren. Skoda will bis 2026 drei neue reine E-Modelle auf den Markt bringen; weitere Modelle sind in Planung. Bis 2030 soll der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge an den Verkäufen in Europa auf mehr als 70 Prozent steigen. Die CO2-Flottenemissionen will der Hersteller durch den weiteren Ausbau der Elektromobilität bis 2030 um mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2020 senken.

Dekarbonisierung der Produktion

Für die Fertigung ihrer Fahrzeuge setzen die Tschechen beispielsweise immer stärker auf regenerativ erzeugte Energie und reduzieren damit signifikant die CO2-Emissionen in der Produktion. So sollen alle drei tschechischen Werke bis 2030 bilanziell vollständig CO2-neutral produzieren; die Produktionsstätten in Indien schon bis 2025. Das Komponentenwerk in Vrchlabí erfülle diese Maßgabe bereits seit Ende 2020.

Zu den umfassenden Maßnahmen zählen neben der Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom auch die Wiederverwertung von Abfällen, der Einsatz nachhaltiger Materialien, ressourcenschonende Prozesse sowie eine weitgehend grüne Logistik. Zudem unterstützt die VW-Marke zusammen mit ŠKO-ENERGO beispielsweise den Bau eines Windparks in Moravice-Melč im Osten der Tschechischen Republik.

Nachhaltiger Materialkreislauf und zweiter Lebenszyklus für Batterien

Skoda verwendet immer mehr natürliche, recycelte und recycelbare Materialien wie sie beispielsweise auch in der Konzeptstudie Skoda Vision 7S zu sehen sind. Neben Metallen, Aluminium und Glas kommen in neuen Fahrzeugen bereits jetzt wiederverwertete Kunststoffe zum Einsatz. Im Skoda Enyaq iV etwa bestehen die Sitzbezüge aus Schurwolle und recycelten PET- Flaschen.

Nächste Schritte sind Verbundmaterialien aus Kunststoff und Fasern von Zuckerrüben oder der Schilfpflanze Miscanthus. Auch die Verwendung von Reishülsen, Hanf, Kork und Kokosfasern wird aktuell erforscht. Gebrauchte Hochvoltbatterien aus Elektroautos setzt Skoda in stationären Energiespeichern ein, bevor sie recycelt werden. Dieser zweite Lebenszyklus reduziert effektiv den CO2-Fußabdruck.

Klimaneutrale Nutzung von E-Fahrzeugen

Zum ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz gehört bei Skoda neben der CO2-neutralen Fertigung auch der weitgehend emissionsarme Betrieb von Elektroautos. Bereits heute wird der Skoda Enyaq iV bilanziell CO2-neutral an Kunden ausgeliefert. CO2-Emissionen, die sich bei der Produktion aktuell noch nicht vermeiden lassen, kompensiert der Hersteller durch den Kauf von zertifizierten Carbon Credits.

Zusätzlich unterstützt das Unternehmen den Ausbau erneuerbarer Energiequellen in Europa. So engagiert sich der Automobilhersteller etwa beim Aufbau eines neuen Windparks in Finnland. Mit einem kalkulierten Energievolumen von 570 GWh pro Jahr werde die Anlage künftig genug grüne Energie erzeugen, um rund 150.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Neu gegründeter Nachhaltigkeitsbeirat und Schulungen für Händler

Im November 2021 hat Skoda zudem einen eigenen Nachhaltigkeitsbeirat gegründet. Das externe, unabhängige Gremium besteht aus fünf internationalen Experten, die den Vorstand bei der Umsetzung geplanter Nachhaltigkeitsmaßnahmen beraten sowie neue Perspektiven, Impulse und Ansätze einbringen sollen. Damit gehört der Automobilhersteller zu den ersten Unternehmen in Tschechien, die in diesem Bereich auf die Expertise eines eigenen Gremiums setzen.

Skoda bezieht auch seine weltweit 3200 Händler auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit mit ein. Klar ist: Schon kleine Maßnahmen können den CO2-Fußabdruck reduzieren, beispielsweise das Angebot von Fahrrädern als Ersatzfahrzeuge für Kunden bei Werkstattterminen. Neben GreenRetail im Bereich Handel legt GreenProduct den Fokus auf möglichst umweltfreundliche Fahrzeuge und GreenFactory auf eine nachhaltige Produktion.

Materialien: umweltfreundlich und wiederverwertbar

Besonders wichtig für die Nachhaltigkeit von Automobilen ist der Einsatz wiederverwertbarer und optimalerweise bereits einmal recycelter Materialien. Das betrifft die Karosserie, das Chassis und nicht zuletzt das Interieur eines Fahrzeugs. Mindestens 85 Prozent des Fahrzeuggewichts müssen gemäß EU-Richtlinie 2005/64/EG recycelbar und weitere zehn Prozent zumindest energetisch verwertbar sein. Skoda übertrifft diesen Wert laut eigener Aussage und arbeitet innerhalb des Volkswagen Konzerns an einer mehr als 95-prozentigen Materialrückgewinnung und internen Verwertung.

Am Ende seines Lebenszyklus wird ein Fahrzeug demontiert, um möglichst viele seiner Bauteile wiederzuverwerten. Dabei werden Metalle für die Herstellung von neuem Stahl und Aluminium für neue Gussteile verwendet. Aus Altglas entstehen neue Scheiben oder Dämmmaterial aus Glasfasern. Aus Kunststoffen werden vor allem neue Alltagsprodukte wie Kleiderbügel oder Blumentöpfe gefertigt. Derzeit erfolgt rund die Hälfte der Materialextraktion mittels Pyrometallurgie- Technologie und in Zusammenarbeit mit externen Recyclingunternehmen.

Skoda verwendet auch beim Bau neuer Fahrzeuge immer umfassender recycelte Rohstoffe. Aktuell stammt fast ein Drittel der Rohstoffe eines Octavia aus wiederverwerteten Materialien. Dazu zählen neben Stahl, Aluminium und Glas vor allem Kunststoffe und Dämmmaterialien, etwa für Unterbodenverkleidungen, Radhausschalen und Kofferraummatten.

Materialauswahl mit Blick auf Recyclingfähigkeit

Bereits bei der Materialauswahl für ein neues Fahrzeug berücksichtigt die Technische Entwicklung des Herstellers die Recyclingfähigkeit der zu verwendenden Rohstoffe und kooperiert im Bereich der Forschung mit der Technischen Universität Liberec. Ein Ziel ist die Steigerung des Anteils von Monomaterialien, die sich aufgrund ihrer Sortenreinheit am besten und effizientesten recyceln lassen. Solche Monomaterialien kommen zum Beispiel bei Innenverkleidungen, Luftkanälen oder als Kupferleiter in Kabelbäumen zum Einsatz. Nach dem Recycling werden sie etwa für Sitzbezüge oder Einlegeteppiche genutzt.

Skoda-Innenraum-Nachhaltig
Skoda

Wegen der hohen technischen Anforderungen werden die Teile eines neuen Fahrzeugs heute mehrheitlich aus Verbundwerkstoffen hergestellt. Ein Beispiel dafür sind die Türverkleidungen eines Octavia, bei denen 50 Prozent des Verbundmaterials aus erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Biologisch abbaubare Materialien lassen sich generell gut wiederverwerten: Für die Verpackung von Fahrzeugteilen, die aus Tschechien ins indische Werk Pune verschickt werden, hat der Hersteller kompostierbare Folien auf Basis von Maisstärke entwickelt. Diese werden nach dem Einsatz im Logistikpark in Pune nach drei bis sechs Monaten als Bodenverbesserer und organischer Dünger eingebracht. Pro Monat lassen sich auf diese Weise 500 Kilogramm herkömmliche Kunststofffolien einsparen.

Nachhaltige Verarbeitung und teilweise kompletter Verzicht auf tierisches Leder

Tierisches Leder wird traditionell häufig bei der Innenausstattung von Automobilen verwendet. Um die Umweltbilanz des Materials zu optimieren, setzt Skoda verstärkt auf nachhaltige Verfahren beim Behandeln des Leders. Bei der Gerbung des Leders für den Enyaq iV verwendet das Unternehmen ein Extrakt aus den Blättern des Olivenbaums. Außerdem setzen die Interieurdesigner des Herstellers im Innenraum auch dort zunehmend auf Textilbezüge, wo sonst vor allem Leder genutzt wird, etwa an der Instrumententafel. Je nach Modell wird Leder ausschließlich für die Mittelbahn des Sitzes, am Lenkrad und teilweise am Schalthebel und an der Handbremse benutzt.

Stoffe aus PET-Flaschen und Füllmaterial aus einem Nebenprodukt der Zuckerherstellung

Für den Skoda Enyaq iV und den Skoda Karoq sind bereits Stoffe erhältlich, die bis zu 70 Prozent aus recycelten PET-Flaschen bestehen. Diese werden nach dem Recycling zu Garnen verarbeitet. Für die Sitzbezüge der Design Selection Lodge im Enyaq iV werden diese Garne mit natürlicher Schurwolle kombiniert. Skoda arbeitet außerdem an der Entwicklung nachhaltiger Werkstoffe mit natürlichen Inhaltsstoffen, die künftig ebenfalls Einzug in die Serienfertigung halten sollen.

Dazu zählen etwa Fasern von Zuckerrüben, die in einer Zuckerfabrik in Dobrovice unweit des Skoda Stammsitzes Mladá Boleslav als Nebenprodukt anfallen. Aus den Fasern der Rüben wird Füllmaterial für Kunststoffteile entstehen. Die Ingenieure verwenden auch die Zuckerrübenschnitzel: Sie werden mithilfe eines speziellen Verfahrens eingefärbt und setzen Designakzente im Interieur. Der Hersteller hat das Verfahren zum Patent angemeldet.

Neue Technologien für nachhaltigere Reifen und reduzierten Energieverbrauch

Auch im Bereich der Reifenentwicklung widmen sich die Tschechen umfassend dem Thema Nachhaltigkeit. Künftig können Reifen mit einem hohen Anteil an nachhaltigem Material oder FSC-zertifizierte Reifen zum Einsatz kommen, wenn sie die hohen Anforderungen an Qualität und Sicherheit erfüllen. Dazu steht das Unternehmen im engen Austausch mit seinen Reifenpartnern. So bietet beispielsweise Continental Reifen mit einem höheren Rezyklatanteil an und forscht am Einsatz von Naturkautschuk aus Löwenzahn. Bridgestone liefert Skoda bereits leichtere und rollwiderstandsärmere Reifen für den Enyaq iV.

Für einen geringeren Energieverbrauch und damit niedrigere Emissionen sorgen bei aktuellen Skoda Fahrzeugen auch neue Technologien wie der Einsatz von effizientem LED-Licht am und im Fahrzeug, optimierte Fahrprogramme für Motor und Getriebe sowie die kontinuierliche Anpassung der Fahrzeugsoftware durch ,Over the air‘-Updates. Bei der Enyaq iV-Familie sorgt eine Wärmepumpe für einen effizienteren Betrieb von Heizung und Klimatisierung.

Drittgrößte Photovoltaik-Dachanlage Tschechiens in Mladá Boleslav

Gemeinsam mit dem Energiedienstleister ČEZ nimmt das Unternehmen im Stammwerk Mladá Boleslav zur Jahreswende 2022/2023 die drittgrößte Photovoltaik-Dachanlage Tschechiens in Betrieb. Insgesamt fast 6000 Solarmodule bieten eine Nennleistung von 2300 kW und produzieren im Jahr mehr als 2200 MWh Strom. Schon seit Ende 2019 ist eine kleinere Anlage auf den Dächern des Service-Zentrums in Kosmonosy mit einer Peakleistung von 441 kWp im Einsatz. Sie steuert zusammen mit dem Heizkraftwerk von ŠKO-ENERGO in Mladá Boleslav fast 20 Prozent der im Skoda Stammwerk benötigten grünen Energie bei.

Skoda-Solar-PV-Nachhaltig
Skoda

Clevere Logistik und durchdachtes Recycling

Auch eine clevere Logistik sorgt für noch mehr Nachhaltigkeit. Neben Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen auch die Optimierung von Routen und die maximale Auslastung von Transportmitteln maximale Effizienz. Am Standort Mladá Boleslav nutzt der Hersteller zwei elektrische Zugmaschinen für werksinterne Transporte; sie ersetzen LKW mit Verbrennungsmotor und sparen auf diese Weise jährlich 60 Tonnen CO2 ein. Außerdem setzt das Unternehmen in der Logistik auch LKW ein, die mit alternativen Kraftstoffen CNG und LNG betrieben werden. Für den Transport von Bauteilen und Komponenten werden recycelbare Verpackungen verwendet.

Beschaffung: gemeinsam mit externen Partnern für noch mehr Nachhaltigkeit

In seiner NEXT LEVEL – SKODA STRATEGY 2030 hat der tschechische Automobilhersteller unter dem Schlagwort NEW PROCUREMENT auch seinen Einkauf neu ausgerichtet. Dabei spielen Nachhaltigkeitskriterien bei der Beschaffung von Materialien und Komponenten eine entscheidende Rolle. Skoda will nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft noch stärker auf recycelte und wiederverwertbare Rohstoffe setzen. Grundlage sind ein Code of Conduct, klare Vorgaben und ein umfassendes Beurteilungssystem für Zulieferer inklusive regelmäßiger Überprüfungen.

Skoda ist sich als Automobilhersteller laut eigener Aussage seiner besonderen Verantwortung für Klima und Umwelt bewusst und setzt im Bereich Beschaffung ganzheitlich auf noch mehr Nachhaltigkeit. Im Rahmen eines verantwortungsbewussten Lieferketten-Managements gelte das für die eingekauften Materialien ebenso wie für ihre Herstellung und den Transport. Dabei setzt Skoda auf Lieferanten, die für die Fertigung nachhaltiger Produkte vor allem recycelte und wiederverwertbare Rohstoffe nutzen und sich durch einen geringen CO2-Fußabdruck auszeichnen.

Zudem tauscht sich das Unternehmen mit seinen Partnern zu innovativen Ideen für neue Modelle aus. Dazu zählen etwa nachhaltige Interieur- und Exterieurmaterialien, Leichtmetallfelgen mit einem erhöhten Rezyklatanteil, umweltfreundliche Frontmasken oder Türverkleidungen.

Die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Skoda und seinen Zulieferern oder Geschäftspartnern bilden ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) und eine Nachhaltigkeitsbewertung (S-Rating) des Volkswagen Konzerns. Der Code of Conduct definiert verbindliche Vorgaben für Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitsrechte, transparente Geschäftsbeziehungen, faires Marktverhalten, Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Rohstofflieferketten und Integration der Nachhaltigkeitsanforderungen in Organisation und Prozessen. Grundlage des S-Rating ist ein Selbstauskunfts-Fragebogen für Zulieferer. Diesen Fragebogen, dessen Ergebnis für eine Zusammenarbeit positiv ausfallen muss, haben neun große internationale Automobilkonzerne in der ,Drive Sustainability Initiative‘ gemeinsam entwickelt.

Im S-Rating des Volkswagen Konzerns kommt bei Bedarf eine Vor-Ort-Überprüfung eines Bewerbers hinzu. Während der Zusammenarbeit mit einem Partner kann die Einhaltung der Vorgaben jederzeit kontrolliert werden. So muss etwa der Anteil erneuerbarer Energien bei Zulieferern von Hochvoltbatterien in der Produktion mindestens 20 Prozent betragen.

Um sich im Bereich Beschaffung noch nachhaltiger aufzustellen, nimmt Skoda auch Details in den Blick: Die künftige Generation der Regenschirme etwa, die zu den bekanntesten Simply Clever-Features an Bord eines Skoda gehören, werde vollständig aus recycelten Materialien gefertigt und verfüge über einen Griff aus Hanffasern. Falls nötig lassen sie sich bei der österreichischen Schirmmanufaktur Doppler reparieren und anschließend weiterverwenden.

Batterien: zweiter Lebenszyklus in stationären Energiespeichern

Mit einer immer weiter verbreiteten Idee verlängert Skoda auch die Nutzungsdauer der Batterien aus Elektroautos und reduziert deren CO2-Fußabdruck. Die Akkus kommen in einem zweiten Lebenszyklus in stationären Energiespeichern zum Einsatz. Batterien aus den Fahrzeugen der vollelektrischen Enyaq iV-Familie sowie den Plug-in-Hybriden Superb iV, Octavia iV und Octavia RS iV gehen nach ihrer Verwendung im Auto in einen zweiten Lebenszyklus. In stationären Energiespeichern versorgen sie Skoda Händler mit nachhaltig produziertem Strom, der sich unter anderem für Ladestationen, die Beleuchtung oder die Klimatisierung von Showroom und Werkstatt nutzen lässt.

Skoda-Stationärspeicher-Händler
Skoda

Die Kapazität der stationären Speicher beträgt bis zu 300 kWh, sodass auch Schnellladestationen mit einer Übertragungsleistung von bis zu 150 kW versorgt werden können. Die Systeme speichern auch überschüssigen Ökostrom, der etwa über eine Photovoltaikanlage des Händlers gewonnen wird. Dieser Strom kann anschließend jederzeit abgerufen werden, unabhängig von der Witterung oder der aktuellen Auslastung des lokalen Stromnetzes. Die stationären Energiespeicher sind individuell skalierbar, die eingesetzten Akkus lassen sich bei Bedarf mit wenigen Handgriffen auswechseln. In den kommenden Jahren sollen mehr als 4000 dieser nachhaltigen Speichereinheiten entstehen.

Nutzungsdauer der Akkus verlängert sich auf bis zu 15 Jahre

Die im Rahmen eines Pilotprojekts in Prag gesammelten Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kapazität der Batterien in den stationären Systemen pro Jahr um lediglich rund zwei Prozent sinkt. Die Nutzungsdauer der Akkus steigt so auf bis zu 15 Jahre, und der CO2-Fußabdruck verbessert sich deutlich. Nach dem Ende des zweiten Lebenszyklus in den Speicherstationen führt Skoda die Batterien einem kontrollierten Recycling zu. Die wiedergewonnenen Rohstoffe werden im Anschluss zur Herstellung neuer Akkus genutzt.

Ausblick: konkrete Ansätze für eine nachhaltige Zukunft

Die kürzlich präsentierte Konzeptstudie Vision 7S stellt die neue Skoda Designsprache vor und gibt auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft die Richtung vor: Teile der Front- und Heckschürze, die Radhausverkleidungen und der Boden im Innenraum bestehen aus wiederverwerteten Altreifen, der Stoff an den Türverkleidungen, der Instrumententafel und den Sitz-Mittelbahnen aus recycelten Polyestergarnen.

Skoda-VISION_7S
Skoda

Einen Ausblick auf nachhaltige Materialien, die den Innenraum künftiger Fahrzeuge prägen könnten, gibt Skoda mit der Interieurstudie IVET. In dem Showcar auf Basis eines aktuellen Octavia bestehen die Verkleidungen der A-, B-, C- und D-Säulen und der untere Bereich der Türverkleidungen aus einem Verbundwerkstoff aus Polypropylen und dem schnell nachwachsenden Gras Miscanthus. Für die Dekorleisten an den Türen, der Instrumententafel und der Mittelkonsole kommt ein Verbund aus ABS-Kunststoff und Fasern von Zuckerrüben zum Einsatz, die Skoda aus der nahe gelegenen Zuckerfabrik Dobrovice bezieht. Hier fallen sie als Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung an.

Der Stoff für die Bezüge der Instrumententafel und die Sitz-Mittelbahnen bestehen aus natürlicher Alpaka- und Schurwolle sowie recycelten PET-Flaschen. Die Entwicklungsabteilung von Skoda testet Fasern und Schalen von Kokos- und anderen Nüssen, Reis, Kork und Hopfen sowie Kaffeesatz als mögliche natürliche Füllstoffe für Kunststoffverbundmaterialien. Im Ablagefach der Türverkleidung findet sich zudem ein kleiner Mülleimer, dessen Halterung und Deckel aus kompostierbarem Kunststoff gefertigt sind. Die auswechselbaren Abfallbeutel sind biologisch abbaubar.

Für das Lenkrad des Fahrzeugs wird ein veganes Material mit hohem Rezyklatanteil verwendet. Der für den Dachhimmel verwendete Stoff besteht zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen. Die Stoßfänger wurden von Autoverwertungsbetrieben vollständig aus alten, entsorgten Stoßfängern hergestellt. Die nötige Qualität und eine stabile Versorgung gewährleiste eine enge Zusammenarbeit mit einem Recyclingunternehmen in der Nähe von Mladá Boleslav.

Neue Nachhaltigkeitsstrategie für die kommenden Jahre und Biodiversitätsprojekte

Die Skoda Sustainability Strategy 2030 mit den drei Säulen Umwelt, Soziales und Governance & Wirtschaft ist fest in der NEXT LEVEL – SKODA STRATEGY 2030 verankert. Für die Umsetzung der Strategie zeichnen die Vorstandsmitglieder des Automobilherstellers im engen Austausch mit dem externen, unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat verantwortlich.

In den Bereich Umwelt fällt unter anderem der Umbau der Werke zu Zero-Impact-Factories, die sich in der Fertigung mittelfristig in keiner Weise mehr auf die Umwelt auswirken. Außerdem zählt zu diesem Bereich die Förderung von Biodiversitätsprojekten, wie beispielsweise die Initiative ,Ein Auto, ein Baum‘. Skoda unterstützt damit die Aufforstung in der Tschechischen Republik, das Unternehmen pflanzt seit 2007 für jedes auf dem Heimatmarkt ausgelieferte Fahrzeug einen Baum. Ende 2021 brachte der Automobilhersteller den einmillionsten Setzling aus. Die Gesamtfläche des an 170 Orten entstandenen, neuen Waldes beläuft sich auf eine Gesamtfläche von 347 Fußballfeldern oder 227 Hektar.

Mithilfe einer Stiftung und durch die Unterstützung seiner Mitarbeiter fördert Skoda zudem weitere Biodiversitätsprojekte in der Umgebung seiner tschechischen Standorte. Beispiele sind etwa die Anlage und Rekultivierung von Gärten und Parks sowie die Ansiedlung naturnaher Erholungseinrichtungen.

Zahlreiche Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Förderung der Nachhaltigkeit unterstützt das Unternehmen auch in der Nähe seiner Werke in Indien. Neben einem Ökopark in der Nähe des Standorts Chakan zählt zu den aktuellen Initiativen auch ein Sauerstoffpark im Werk Aurangabad, hier wurden seit 2019 rund 25.000 Bäume gepflanzt, die Sauerstoff liefern und Kohlendioxid binden. 2020 förderte Skoda in der Nähe von Chakan ein Entwicklungsprojekt zur Anpflanzung von 10.000 Obstbäumen, die Landwirten vor Ort in einigen Jahren als Einkommensquelle dienen sollen. In einem weiteren Projekt werden bis 2027 mehr als 580.000 Mangrovenbäume gepflanzt. Auf diese Weise sollen Meerestiere geschützt werden, außerdem soll der Erosion der Küste vorgebeugt werden.

Im Bereich Soziales liegt ein Fokus auf Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter auf Grundlage des im November 2019 aktualisierten Code of Conduct des Herstellers. Zudem hat das Unternehmen dieses Jahr im Mai eine Diversitätsstrategie präsentiert. Die programmatisch-inhaltliche Richtung geben die sich verändernden gesellschaftlichen Erwartungen an zukunftsgewandte Arbeitgeber und klare Zielsetzungen in den Bereichen Vielfalt und Inklusion bis Ende des Jahrzehnts vor.

Die Säule Governance & Wirtschaft umfasst den Themenbereich Integrität. Die Corporate Governance soll eine verantwortungsvolle, qualifizierte und transparente Unternehmensführung sicherstellen.

Quelle: Skoda – Pressemitteilung vom 19.09.2022

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21 Comments
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Hoffentlich ist die Leine der Konzernzentrale lang und locker genug, dass Skoda seine Ziele erreichen kann.
Mit dem Enyaq ist das gut gelungen .. jetzt muss es einfach weiter gehen.

Gut und Recht. Leider sieht man viel zu wenige Enyaq auf der Strasse. Ich denke, die sollen zuerst endlich mal liefern können. So ist es bei SEAT, VW, SKODA, MERCEDES und weitere. Es ist ja krass, auf ein Auto über ein JAHR lange warten zu müssen – ohne mich, sowas geht einfach nicht, das grenzt an Frechheit! Schade für die eigentlich schönen Autos, vor allem der Enyaq ist optisch ein schönes Auto, obwohl ich gar kein SUV Fan bin.

Last edited 4 Tage zuvor by Läubli

Jetzt müssten die Autos nur noch Lieferbar sein…

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