Shell-Studie: Fahrspaß beschleunigt Umstieg auf E-Autos

Shell-Studie: Fahrspaß beschleunigt Umstieg auf E-Autos

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Fahrerlebnis und Technologie sind neben Klimaschutz die Hauptgründe für den Umstieg auf E-Autos. Das geht aus einer aktuellen Studie von Shell Recharge Solutions hervor. Demnach spielen diese Überlegungen bei drei von vier Kunden die entscheidende Rolle. Rund 55 Prozent der Befragten bevorzugen Elektroautos aufgrund von Kostenvorteilen. Die Untersuchung basiert auf dem  EV Driver Survey, der größten Umfrage unter E-Autofahrern in Europa.

Ausschließlich breite Euphorie fördert die Studie allerdings nicht zutage. Nach wie vor sind viele Menschen mit der Ladesituation unzufrieden. Das liegt an der noch immer als zu gering empfundenen Zahl an Ladepunkten sowie am schlechten Zugang. Zudem ist nur ein Drittel der Befragten der Ansicht, dass Stationen an Autobahnen die nötigen Geschwindigkeiten erreichen. Für Standorte bei Einzelhandel und Gastronomie sinkt diese Zahl sogar auf ein Fünftel.

Ein leidiges Thema ist auch noch immer die Abrechnung. Mittlerweile besitzen laut Studie 36 Prozent der E-Autofahrer vier Ladekarten oder mehr, um öffentlich zu laden. Das ist ein Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Wie es weiter heißt, ist mehr als die Hälfte der Befragten bereit, für den Zugang zur gesamten Ladeinfrastruktur mit nur einer einzigen Karte mehr zu bezahlen. Gewachsen ist der Zusammenhang zwischen Infrastruktur und Verhalten. Rund 65 Prozent der Fahrer steuern demnach häufiger Ziele an, an denen Lademöglichkeiten bestehen. 54 Prozent der Befragten geben an, dass die Verfügbarkeit von Ladepunkten beeinflusst, wo sie einkaufen und wohin sie fahren.

Mehr als die Hälfte der Fahrer ist bereit, für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien geringere Ladegeschwindigkeiten in Kauf zu nehmen. 40 Prozent der Befragten würden sogar einen weiteren Weg nehmen, um an einem Ladepunkt mit erneuerbaren Energien zu laden. Außerdem zeigt die Studie, dass fast ein Drittel der Fahrer ihr Auto mit zu Hause erzeugtem sowie mit erneuerbarem Strom laden wollen.

Geringere Gesamtbetriebskosten tragen nach den Ergebnissen der Studie am stärksten zu einer weiteren Verbreitung von Elektrofahrzeugen bei. Drei Viertel der Befragten planen, als nächstes ein vollelektrisches Auto zu kaufen – im vergangenen Jahr waren es noch 62 Prozent. Der Anteil derer, die auf traditionelle Verbrenner zurückwechseln wollen, hat sich von vier auf zwei Prozent halbiert. Allerdings machen sich 68 Prozent der E-Autofahrer Sorgen um steigende Strompreise.

Melanie Lande, Chefin von „Shell Recharge Solutions Europe“, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Die gesamte Branche muss die Herausforderungen verstehen, mit denen sich E-Autofahrer konfrontiert sehen, um den Umstieg in der breiten Masse zu erleichtern. Die Fahrer sind von der Technologie, den Kosten und der Nachhaltigkeit begeistert. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass ein unzureichendes Kundenerlebnis eine der größten Hürden für die breite Einführung ist.

Quelle: Shell Recharge Solutions Europe

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Neben den geringeren Betriebskosten war der Fahrspaß mit das Hauptargument bei mir.

Klimaschutz gibt es quasi als kostenlose Zugabe, entscheidend war das nicht und genau so muss das auch sein, wenn man eine hohe Akzeptanz erreichen will.

Last edited 6 Monate zuvor by brainDotExe

Jetzt fehlt eigentlich nur noch Bestellspass…

Shell hat sich da richtig geschickt „reingezeckt“, hat man kaum gemerkt. Aber sie sind wohl die Ladekarte Nr. 1 für Firmenwagen. Wobei es ein Token ist. Auch Aral ist ja mit Aral Pulse sehr offensiv. Die Tankstellenketten gucken sich das also nicht staunend an, sie sind plötzlich Player.

„vier Ladekarten oder mehr“
Den österreichischen Lesern des Newsletters kann ich da eine Option empfehlen, die (neben anderen Leistungen) fast alle Ladestationen freischaltet und bei den BEÖ-Stationen (Linz AG, Wien Energie,…) zum „Stammkundenpreis“ (ohne Grundgebühr) verrechnet:
Die EMC-Karte (emcaustria . at)

Fahrspass stimmt. Das hat schon 2016 Spaß gemacht, mit einem heute eher schwachbrüstigen C-Zero die handgeschalteten BMW und AUDI der Bürohengste an der Ampel zu versägen. Noch mehr Spass machte es, wie die in ihrem Ego gekränkten Fahrer beim „Zurücküberholen“ zu beachten und breit anzugrinsen…

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