Roth plant 9000-Tonnen-Recycling-Anlage für E-Auto-Akkus in der Oberpfalz

Roth plant 9000-Tonnen-Recycling-Anlage für E-Auto-Akkus in der Oberpfalz

Copyright Abbildung(en): shutterstock / 1660858117

Der Markt für Recycling wächst dynamisch analog zum Markt der Elektromobilität. Der 2013 gegründete Recyclingspezialist Roth International wächst ebenso mit. So sehr, dass die weitgehend ausgelasteten Kapazitäten mit dem Bau eines neuen Betriebsgebäude in Wernberg-Köblitz deutlich erweitert werden sollen. Bei der Finanzierung dieser Sprunginvestition setzt das Oberpfälzer Unternehmen unter anderem auf eine stille Beteiligung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft (BayBG).

Die Neuentwicklung am neuen Standort soll eine in dieser Form weltweit einmalige Anlage zur Verwertung von Lithium-Ionen-Batterien sein. Die anfängliche Recycling-Kapazität betrage 9000 Tonnen pro Jahr, so die BayBG in einer aktuellen Mitteilung. Welche Zukunftsperspektiven sich speziell in diesem Bereich abzeichnen, verdeutliche die Nachfrage nach und das damit verbundene Recycling von Lithium-Ionen-Batterien allein für Elektroautos. In den nächsten zehn Jahren soll die Nachfrage von 100 GWh auf rund 1745 GWh zunehmen, so aktuelle Berechnungen von Energie-Agenturen.

Unabhängig davon zerlegt und recycelt Roth auch CFK/GFK-Verbundstoffe. Hierfür hat das Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen (Fraunhofer) eigene Schneide- und Trennverfahren entwickelt, um diese für Recycling-Maßnahmen herausfordernden Stoffe effizient wieder aufbereiten zu können. Die Recycling-Aktivitäten des Unternehmens gehen aber weit darüber hinaus: Roth demontiert ganze Photovoltaik- und Windkraftanlagen (u.a. Rotorblätter), sowie Flugzeuge bis hin zu Schiffen und Booten, und recycelt die Einzelteile.

Wir sind begeistert, mit der BayBG einen so erfahrenen und verlässlichen Kapitalpartner gefunden zu haben, der uns unsere Innovationen und neue Investitionen in die Zukunft ermöglicht“, sagt Roth-Gründer und -Geschäftsführer Michael Roth. Vom Erfolg der Zusammenarbeit ist auch BayBG Senior Investment Managerin Annette Müller überzeugt: „Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf besonders herausfordernde Facetten des Recyclings und des Anlagenrückbaus hat sich Roth International einen hervorragenden Namen gemacht. Mit der neuen Anlage für der Verwertung von Lithium-Ionen-Batterien besetzt Roth einen Markt der Zukunft.“

Quelle: BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft – Pressemitteilung vom 03.02.2022

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Roth plant 9000-Tonnen-Recycling-Anlage für E-Auto-Akkus in der Oberpfalz“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Mir ist ein Rätsel, wo diese Akkus in den nächsten 10 jahren herkommen sollen.
Die perspektive auf ein „second life“ als stationäre Energiespeicher bindet die Akkus für mindestens 20-25 Jahre.
Bis dahin fallen höchstens minimale Mengen aus Gewährleistungsfällen an und das sind dann weitestgehend nur Einzelmodule.
Zudem vermute ich, dass die Fahrzeugherstelle sich das Geschäft mit der Aufarbeitung von Akkus und Modulen bzw das finale Recycling nicht aus den Händen nehmen lassen.

Für externe Betreiber sehe ich auf absehbare Zeit kein Business-Case.

„Die Perspektive auf ein „second life“ als stationäre Energiespeicher bindet die Akkus für mindestens 20-25 Jahre.
Bis dahin fallen höchstens minimale Mengen aus Gewährleistungsfällen an …“
+1
Dazu kommen allerdings noch

  • immer mehr Akkus aus Protypen und Versuchsfahrzeugen sowie
  • inzwischen immer größere Mengen aus der reinen Zellproduktion, die die Qualitätsschwellen nicht erreichen …

das sind dann – da immer größere BEV-Fahrzeuge hinzukommen – doch steigende Mengen!

Diese News könnten dich auch interessieren:

Faraday Future präsentiert FF 91 in luxuriösem Umfeld
Polestar verringert CO2-Emissionen je Fahrzeug in 2021 um sechs Prozent
Mercedes-Benz und Sila wollen Silizium-Hochleistungszellen in der G-Klasse einbauen

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).